Zeller Ehepaar erhält Solarpreis

Peter und Regula Kyburz (l.) werden für den Solarpreis von Gemeindepräsident Martin Lüdin (r.) beglückwünscht (Foto: md)

Regula und Peter Kyburz haben in Zell ein Plus-Energiehaus mit Photovoltaikanlage erstellt. Nun haben sie den Solarpreis 2017 dafür erhalten und wurden von der Gemeinde geehrt.

In der denkmalgeschützten Kernzone von Zell steht das modernste Wohnhaus der ganzen Gemeinde, und man merkt es kaum. Geht man vom Dorfplatz auf das Haus zu, blickt man an eine gemauerte Fassade mit kleinen Fenstern und grünen Fensterläden. An diesen Massivbau schliesst ein Hausteil mit Holzfassade an. Eigentlich nichts Besonderes in einem alten Dorfkern. Nur wenn man von Süden die der Sonne zugewandte Seite des Dachs betrachtet, fällt einem auf, dass diese aus einer flächendeckenden Photovoltaikanlage besteht.

Peter und Regula Kyburz haben dieses Dreifamilienhaus vor zwei Jahren von Architekt Thomas Metzler erstellen lassen. Zuvor hatten die kantonale Denkmalpflege und die Baubehörden der Gemeinde Zell das Projekt akribisch geprüft, um festzustellen, ob dieser Neubau, der sich an die traditionelle Flarzbauweise anlehnt, in die geschützte Kernzone passt. Er passte. So sehr sich das dreiteilige neue Wohnhaus an seine umgebenden Häuser anpasst, so sehr unterscheidet sich seine Bauweise von allen anderen Bauten in Zell: Der Neubau ist nämlich ein Plus-Energiehaus, also ein Haus, das dank seiner Solaranlage und seiner her-
vorragenden Isolation 72 Prozent mehr Energie produziert, als es selbst für Heizung, Warmwasser und Strom braucht. Für diese aussergewöhnliche bauliche Leistung erhielt das Ehepaar Kyburz vor kurzem den Schweizer Solarpreis 2017. Die Gemeinde Zell liess es sich als Energiestadt nicht nehmen, die pionierhafte Bauherrschaft mit einer Feier zu ehren.