Zell überarbeitet sein Parkierungskonzept

Direkt beim Bahnhof Rikon fehlt es an Pendlerparkplätzen. Der Gemeinderat lässt das bestehende Parkierungskonzept für Parkplätze auf öffentlichem Grund überarbeiten (Foto:hug)

Der Gemeinderat Zell will das Parkierungskonzept für die Gemeinde überarbeiten. Grund: Für Pendler stehen vor allem beim Bahnhof Rikon nur wenige Abstellplätze zur Verfügung, was den Druck auf die kommunalen Parkplätze in der Umgebung erhöht. Diese Situation wird sich mit der Einführung der S-Bahnlinie S11 Ende 2018 noch verschärfen.

Die Gemeinde Zell bewirtschaftet mit einem Parkierungskonzept rund 280 Parkplätze auf öffentlichem Grund. Dem Pendlerverkehr stehen auf den Bahnhofsgeländen eine knappe Anzahl Parkplätze zur Verfügung, weshalb der Druck auf die kommunalen Parkplätze in der Umgebung zunimmt. Dies führt zu einem Platzmangel auf dem öffentlichen Grund, insbesondere bei den unmittelbar beim Bahnhof Rikon liegenden Parkplätzen Schwimmbad und Restaurant Leone. Mit der Einführung der Schnellbahnlinie S11 im Jahr 2018 wird der Pendlerverkehr weiter anwachsen. Die Evaluation des neuen Parkierungskonzepts aufgrund der Erfahrungen aus den ersten sechs Monaten veranlasst den Gemeinderat zu einer Überarbeitung des Parkierungskonzepts.

Die Parkierungssituation in Zell ist verbesserungswürdig. An verschiedenen Orten fehlen Parkierungsmöglichkeiten und die bisherige Parkplatzbewirtschaftung hat teilweise zur Folge, dass auf den angebotenen Parkplätzen zweckwidrig parkiert wird. Der Gemeinderat beschloss das Parkierungskonzept seinerzeit unter dem Motto «dem Chaos vorbeugen». Das Nachtparkierwesen wurde vom Parkierungskonzept nicht tangiert. Eine Evaluation zeigt auf, dass eine Beruhigung der Situation erreicht werden konnte. Zur weiteren Verbesserung der Parkierungssituation hat der Gemeinderat zusammengefasst Folgendes festgelegt:

  • eine neue Parkierungsverordnung, welche sowohl das nächtliche Dauerparkieren als auch das Parkieren während des Tages regelt, sei auszuarbeiten;
  • dabei seien sowohl Einwohnerinnen und Einwohner als auch Erwerbstätige in der Gemeinde Zell zum Kauf von Parkkarten zu berechtigen;
  • an einer Gemeindeversammlung seien den Stimmberechtigten alle erforderlichen kommunalen Erlasse samt der angepassten Gebührenverordnung zur Abstimmung vorzulegen.

Festlegung der Jahresziele 2017

Der Gemeinderat Zell hat im Vorjahr das Leitbild über die nachhaltige Gemeindeentwicklung für die Jahre 2016 bis 2019 festgelegt. Das Leitbild wird periodisch überprüft. Im Jahresprogramm 2017 wurden die gemeinderätlichen Jahresziele samt den dazugehörigen Massnahmen genehmigt. Der Flyer sowie das Leitbild zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung der Gemeinde Zell können im Internet eingesehen werden: www.zell.ch > Verwaltung > Dienstleistungen/Informationen > Leitbild Gemeinde Zell.

Verzicht auf Neubewertung Verwaltungsvermögen im HRM2

Das per 1. Januar 2018 in Kraft tretende Gemeindegesetz verlangt von allen Zürcher Gemeinden ihr Rechnungswesen vom heutigen Harmonisierten Rechnungsmodell HRM1 auf das neue HRM2 umzustellen. Das neue Gemeindegesetz und weitere sachdienliche Informationen sind enthalten unter www.gemeindegesetz.zh.ch. Mit der neuen Rechnungslegung HRM2 soll die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dargestellt werden. Durch die Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die Bilanzwerte neu zu beurteilen. Zu den wesentlichen Änderungen von HRM2 zählt der Umstand, dass das Verwaltungsvermögen neu linear über die gesamte Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Bislang erfolgt eine degressive Abschreibung mit 10  respektive 20 Prozent des Restbuchwertes. Das neue Gemeindegesetz ermöglicht zwei Vorgehensweisen:

  • Das Verwaltungsvermögen kann unter Berücksichtigung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten spätestens ab 1986 neu bewertet werden.
  • Verzichtet die Gemeinde auf eine Neubewertung des Verwaltungsvermögens, wird der Buchwert des Verwaltungsvermögens gemäss den ermittelten Restbuchwerten auf Anlagen und Anlageteile verteilt und über die Restnutzungsdauer linear abgeschrieben.

Bei beiden Varianten ist für die Eingangsbilanz die Restnutzungsdauer der einzelnen Anlagen des vorhandenen Verwaltungsvermögens zu ermitteln, damit es entsprechend der Restnutzungsdauer linear abgeschrieben werden kann. Ansonsten fehlen Angaben darüber, wie lange die Anlagen noch nutzbar sind. Dazu ist ein Restatement zu erstellen. Darunter versteht man die Eröffnungsbilanz der neuen Rechnungsführung, gegliedert, bilanziert und bewertet nach den neuen Rechnungslegungsgrundsätzen. Eine im Hinblick auf die Eingangsbilanz 2019 erstellte Schätzung zeigt, dass der Restbuchwert Ende 2018 rund 14.9 Millionen Franken betragen wird. Eine Aufwertung des Verwaltungsvermögens würde einen Ausgangswert per 1. Januar 2019 von rund 43,7 Millionen Franken ergeben. Die Differenz von rund 28,8 Millionen Franken würde als Aufwertungsgewinn dem Eigenkapital zugeschlagen. In der Folge müsste der höhere Wert von rund 28,8 Millionen Franken über die Restnutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Es müssten mit jährlichen Abschreibungen von rund 2,5 Millionen Franken gerechnet werden. Wird das Verwaltungsvermögen Ende 2018 ohne Aufwertung in die Eingangsbilanz 2019 übernommen, so müssten nur die verbleibenden 14,9 Millionen Franken über die Restnutzungsdauer abgeschrieben werden. Die jährlichen Abschreibungen betragen somit nur rund 600’000 Franken. Damit könnte der Finanzhaushalt für die kommenden Jahre deutlich entlastet werden.

Der Gemeinderat erachtet es als nicht zweckmässig, wenn das Verwaltungsvermögen, das im Rahmen des bisherigen HRM1 korrekt abgeschrieben worden ist, nun wieder aufgewertet wird. Zudem könnte eine Aufwertung und damit die Zunahme des Eigenkapitals um 28,8 Millionen Franken dazu verleiten, die auch künftig dringend notwendigen Spar-anstrengungen zu vernachlässigen. Als Argument für die Neubewertung wird geltend gemacht, dass damit der effektive Wert des vorhandenen Verwaltungsvermögens sichtbar gemacht werde (sogenannte True and Fair View). Stille Reserven wären damit praktisch keine mehr vorhanden. Auch können damit eher gleichbleibende Abschreibungen erreicht werden. Modellrechnungen zeigen auf, dass die Unterschiede mit oder ohne Aufwertung des Verwaltungsvermögens in der Höhe der Abschreibungen respektive dem Restbuchwert in den nächsten 30 Jahren ausgeglichen sein werden.

Nach gemeinderätlicher Einschätzung ist ein solider Finanzhaushalt nicht von der Wahl der Abschreibungsmethode abhängig. Vielmehr sind die vorhandene Substanz (Nettovermögen), die Nettoinvestitionen und die erzielte Selbstfinanzierung (Cashflow) für einen ausgewogenen Finanzhaushalt entscheidend. Mit der Einführung von HRM2 per 1. Januar 2019 dürfte die Abschreibungsbelastung tiefer ausfallen. Wird dies als zusätzlicher Spielraum interpretiert, könnte der Finanzhaushalt rasch aus dem Gleichgewicht geraten. Haushaltsaldo (Cashflow und Investitionen) sowie Schulden und Liquidität sind durch HRM2 nicht betroffen, die finanzstrategischen He-rausforderungen haben sich nicht wesentlich verändert. Der Voranschlag 2017 sowie der Verzicht auf die Neubewertung des Verwaltungsvermögens im HRM2 sind der Gemeindeversammlung vom 19. Juni 2017 zur Beschlussfassung vorzulegen. Der Gemeinderat empfiehlt der Gemeindeversammlung als Budgetorgan, auf die Neubewertung des Verwaltungsvermögens im HRM2 zu verzichten.

Wettbewerb für Kreisel in Kollbrunn

Der Gemeinderat stimmte der Eigengestaltung der Innenfläche des neuen Kreisverkehrs in Kollbrunn grundsätzlich zu. Für die Durchführung des Ideenwettbewerbs wurde eine Ausgabe im Betrag von 15’000 Franken bewilligt. Die Realisierungskosten werden für das Rechnungsjahr 2018 budgetiert.

Erhebung des Überbauungs- und Erschliessungsstandes

Die Erhebung des Überbauungs- und Erschliessungsstandes per Ende 2016 ist im Folgenden tabellarisch (siehe unten) zusammengestellt (1 ha = 10’000 m2; Vorjahreszahlen in Klammern aufgeführt). Die Reservezonen weisen eine gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende Gesamtfläche von 10,6 ha auf.

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Neuversteigerung Jagdrevier 170 «Zell»

Die Jagd beinhaltet einen umfassenden Leistungsauftrag der Öffentlichkeit. Dazu gehören ökologische und wirtschaftliche Aspekte aus Landwirtschaft und Forst sowie der gesetzliche Auftrag zum nachhaltigen Einsatz für Lebensräume, Artenvielfalt und Schadensverhütung. Die strategischen Zielsetzungen der Jagd sind in diesem Bereich gesetzlich festgelegt (Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel). Die Artenvielfalt und Lebensräume unserer wildlebenden Säugetiere, Vögel und Fische sind zu erhalten, bedrohte Tierarten müssen geschützt werden, Schäden an der Umwelt, verursacht durch Ungleichgewichte in den Wildtierbeständen, sind zu vermeiden. Im Kanton Zürich wird nach dem Reviersystem gejagt.

Es bestehen insgesamt 173 Pachtgesellschaften aufgeteilt in Jagdreviere, in welchen von den politischen Gemeinden das Jagdrecht über einen Zeitraum von acht Jahren an eine Jagdgesellschaft verpachtet wird. Jägerinnen und Jäger, welche im Rahmen der im Kanton Zürich üblichen Versteigerung den Zuschlag für ein Revier erhalten, sind berechtigt, gegen Entrichtung eines marktgerechten Pachtzinses an den Kanton, im betreffenden Gebiet zu jagen. Die Pächterinnen und Pächter verpflichten sich durch die Übernahme einer Pacht auch zu Leistungen gegenüber der Öffentlichkeit. Der Gemeinderat Zell hat im Rahmen der kantonalrechtlichen Vorgaben das Jagdrevier 170 «Zell» für die Pachtperiode 2017 bis 2025 zum Pachtzins Minimum von 7962 Franken pro Jahr wiederum an die Jagdgesellschaft Zell-Weissenberg vergeben.

Ersatzbeschaffung Personentransportfahrzeug

Das bisherige Personentransportfahrzeug (PTF) ist seit 1995 im Einsatz. In diesen 22 Jahren haben sich sowohl die Einsatztaktik und die Nutzung durch die Feuerwehr als auch die Sicherheitsanforderungen an das PTF stark verändert. Da das PTF den heutigen Standards nicht mehr genügt, hat der Gemeinderat eine Ersatzbeschaffung genehmigt. Die Ausgabe in der Höhe von 95’856 Franken (inkl. MWSt) geht zu Lasten der Investitionsrechnung 2017 und ist durch den Voranschlag 2017 gedeckt.

Einbürgerungsstatistik 2008 bis 2016

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