Zell erhebt Einspruch gegen SBB-Antennenmasten

Am östlichen Ende von Kollbrunn soll zwischen Bahn und Strasse ein 22 Meter hoher Antennenmast aufgestellt werden. Die Gemeinde Zell hat Einsprache erhoben (Foto: md)

Gegen die Aufstellung neuer Antennenmasten für das digitale Funksystem der SBB erhebt sich Widerstand: Die Gemeinde Zell will, dass die SBB für die Masten in Kollbrunn, Rikon und Rämismühle ästhetischere Lösungen in Betracht zieht.

Erst vor kurzem berichtete «Der Tößthaler», dass die SBB entlang der Bahnlinie Winterthur – Bauma – Wald – Dürnten Antennenmasten für ihr neues digitales Zugfunksystem GSM-R erstellen will (Ausgabe von Freitag, 19. Mai 2017). Die Standorte der Antennen sind bereits seit einigen Wochen mit Visieren markiert. Die Gemeinde Zell ist an drei Standorten von den Plänen der SBB betroffen:

  • Kollbrunn: Hier ist ein 22 Meter hoher Mast mit zwei GSM-An-tennen und einer Technikkabine geplant.
  • Rikon: Geplant ist ein 18 Meter hoher Mast mit zwei GSM-An-tennen und einer Sendeanlage in einem bestehenden Technikgebäude.
  • Rämismühle-Zellerbach: Ein 22 Meter hoher Mast mit zwei Antennen sowie ein Technikschrank für die Sendeanlage ist hier vorgesehen.

Der Gemeinderat Zell ist an seiner letzten Sitzung einstimmig zum Schluss gekommen, dass die geplanten Antennenstandorte sich mit den Ortsbildern nicht vertragen und deswegen den kommunalen Interessen widersprechen. Der Vorsteher des Ressorts Planung + Bau Kurt Nüesch hat deshalb den Auftrag erhalten, gegen die Pläne der SBB Einsprache zu erheben. Dem Gemeinderat geht es vor allem darum, die SBB dazu zu bewegen, nach ästhetischeren Lösungen für ihre Sendeanlagen zu suchen.

«Zwei von drei Masten, in Kollbrunn und Rämismühle, stören optisch. Leider ist die Einsprache der einzige Weg, um mit der SBB für eine bessere Lösung zu verhandeln», begründet Gemeindepräsident Martin Lüdin den Beschluss des Gemeinderats. Lüdin würde eine Platzierung der Antennen am Hang, wo sie weniger auffallen, bevorzugen. Er räumt aber ein, dass der Gemeinderat technisch nicht abgeklärt hat, ob die von der Gemeinde vorgeschlagenen alternativen Antennenstandorte die technische Funktionalität der Sendeanlagen tangieren oder nicht.

Der Gemeindepräsident von Zell findet es richtig, im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens Einspruch zu erheben: «Dazu ist die Einsprachemöglichkeit da. Und wir haben Argumente.»

AUS DEM GEMEINDERAT ZELL
Sonntagsverkäufe
Unter Mitwirkung aller tangierten Stellen ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, die bereits bewilligten zwei Sonntagsverkäufe vom 10. Dezember 2017 und 17. Dezember 2017 zugunsten der beiden Festsonntage des Zürcher Kantonalturnfests KTF 2017 vom 18. Juni 2017 und 25. Juni 2017 zu annullieren. Der Gemeinderat Zell legt die verbleibenden drei Termine für den Sonntagsverkauf wie folgt fest:

  • Sonntag, 18. Juni 2017
  • Sonntag, 25. Juni 2017
  • Sonntag, 24. September 2017

Bewilligung für Nachtjagd Der Gemeinderat behandelte das Gesuch der Jagdgesellschaft Zell-Weissenberg um Nachtjagd auf Wildschweine und Dachse für die Jagdpachtperiode 2017 bis 2025. Mit der anbegehrten Massnahme sollen Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch nachtaktive Tiere in Grenzen gehalten werden. Die Jagd an Sonn- und öffentlichen Ruhetagen sowie zur Nachtzeit ist im Kanton Zürich verboten. Der Gemeinderat kam im vorliegenden Fall zum Schluss, dass zum Schutz von wertvollen Kulturen der Abschuss während der offenen Jagdzeit, jeweils vom 16. Juni bis 31. Dezember, auch zur Nachtzeit unter Auflagen bewilligt werden kann und zwar für die Dauer der Jagdpachtperiode 2017 bis 2025. Die Jagdgesellschaft Zell-Weissenberg ist dabei zur angemessen schonenden Ausübung des eingeräumten Rechts angehalten.
Sprechstunde Gemeinderat Zell
Der Dialog und die Kommunikation mit der Bevölkerung und weiteren interessierten Kreisen sind für den Gemeinderat Zell von grosser Bedeutung. Gemeindepräsident Martin Lüdin und jeweils ein wechselndes Gemeinderatsmitglied bieten den Zeller Einwohnerinnen und Einwohnern in einer Sprechstunde die Gelegenheit, persönliche Anliegen direkt und unbürokratisch vorzubringen. Die Sprechstunde kann ohne Anmeldung besucht werden. Sie findet jeweils im Gemeindehaus statt (2. Obergeschoss im Sitzungszimmer Gemeinderat, Spiegelacker 5, 8486 Rikon). Die nächsten Sprechstunden finden statt am:

  • 3. Juli 2017, 18 bis 19 Uhr, mit Gemeindepräsident Martin Lüdin sowie Gesundheits- und Sicherheitsvorsteher Bruno Vollmer;
  • 4. September 2017, 18 bis 19 Uhr, mit Gemeindepräsident Martin Lüdin und Sozialvorsteherin Regula Ehrismann