Wir leben Holz – kein leerer Spruch

In der Schreinerei Furrer durfte auch selbst ausprobiert werden (Foto: zVg)

Das fröhliche Team der Furrer Schreinerei + Küchenbau AG bot anlässlich des Tages der offenen Tür den neugierigen Gästen einen spannenden, abwechslungsreichen und überraschenden Einblick in das Handwerk des Schreiners.

«Wir leben Holz» – dies ist bei Furrer Schreinerei + Küchenbau kein leerer Spruch sondern gelebte Realität, wie in jedem Winkel des Produktionsareals an der Bahndammstrasse 40 in Wila zu sehen war. Schon beim Eingangsbereich wurde man von Priska und Esther fröhlich begrüsst und tauchte in die einzigartige Welt des Holzes ein. Der Gang, das Sitzungszimmer und die Büroarbeitsplätze widerspiegeln die vielseitige Verwendung der Naturmaterialien, in Form von Parkett, Wand oder Möbeln. Nicht nur das Sichtbare, sondern auch die Heiz-wärme setzt voll auf Holz: Das Restholz aus der Verarbeitung wird verwertet und beheizt die eigenen 3000 Quadratmeter Betriebsfläche sowie angrenzende Wohnliegenschaften.

Weiter gings zur Werkstatt, durch die Lackiererei zur Möbelmontage, sogar eine mobile Werkstatt im Lieferwagen wurde vorgestellt. Die Montage vor Ort ist stets eine spannende Herausforderung, erklärte einer der Monteure. Man muss die Gegebenheiten der Liegenschaft genau betrachten und auf die verschiedenen Situationen reagieren, dies braucht viel Erfahrung und Wissen. Ob ein Möbelstück an die Wand geleimt oder geschraubt wird, entscheidet sich anhand des vorhandenen Hinter- oder Untergrunds, das aus Mauerwerk, Stein oder Glas bestehen kann. Das Fachwissen des Personals bei allen Stationen des Rundgangs wird charmant, informativ und mit zahlreichen Beispielen anschaulich weitergegeben. Der modern eingerichtete CNC-Maschinenpark fasziniert: Fräsen, zuschneiden oder umleimen, die Handarbeiten sind teilweise zu wenigen Handgriffen verkürzt und doch entstehen hier individuelle Unikate ebenso wie mehrfach gleiche Küchen für ein Mehrfamilienhaus oder eine Siedlung.

Holz nähen

Eine spannende Abteilung ist der Bereich des Furniers, die dünnen Holzblätter sind filigran und einzigartig. Bei solchen Echtholzfurnieren ist die Optik sehr entscheidend, erklärt der charmante Fachmann, so kann dieses oder jenes Furnier, so oder so montiert, die Wirkung des Möbels für sich oder die Umgebung massgeblich verändern. Wenn man aus der Vielfalt der Holzarten und Maserungen einmal gewählt hat, kommt die Frage des Gestaltens: Möchte ich lieber gleiche Bahnen parallel oder gespiegelt oder wild verschoben angeordnet haben? Die Holzblätter werden passend aneinandergelegt, dann kommt das «z’Fade schla». Mit Zick-Zack-Stich näht eine spezielle Nähmaschine die zwei Holzblätter zusammen, danach wird auf der Rückseite der Leim aufgetragen und das Furnier auf das Möbel gepresst. Ob wunderschöne rustikale Kirsche, Eiche oder Nussbaum – jedes Holzblatt ist einmalig in der Maserung. Man hat die Wahl, welcher Verlauf gewünscht ist oder wieviel Anteil hell oder dunkel soll drin sein – schon hat man ein besonderes Unikat.

Investitionen in die Ausbildung lohnen sich

Fünf Schreiner und zwei Schreinerinnen werden aktuell zu jungen Berufsfachleuten ausgebildet – seit je her ist die Familie Furrer bestrebt, das Fachwissen weiterzugeben und Lehrlinge auszubilden. Eine spannende Vorstellung des Schreinerberufs boten die SchreinerInnen in ihrem Dachzimmer. Dort hat jeder seinen eigenen Arbeitsplatz, seinen fahrbaren Werkzeugschrank und dem Ausbildungsstand entsprechende Vorzeigearbeiten aufgestellt. Vom kunstvollen gearbeiteten Serviertablett bis zu kleinen Beistelltischen lernen die Jugendlichen diesen spannenden Beruf kennen.

Zum Schluss des Rundgangs bestaunt man im Ausstellungsraum die optisch ansprechende Gestaltung eines Badezimmers mit Holzfurnier, die äusserst zweckdienlich eingerichtete Küche oder die topmoderne Kochinsel mit der versenkbaren Dunstabzug-Rückwand. Draussen vor dem Eingang stand ein grosses Festzelt, wo die Gemütlichkeit mit den freundlichen HelferInnen des TV Wila gepflegt wurde. Bei leckeren Grillwürsten und feinem Kuchen wurde noch angeregt über den spannenden Rundgang diskutiert.

Der grosse Sandhaufen mit passendem Spielzeug begeisterte die Kinder, sodass die Eltern zeitweise Mühe hatten ihren Nachwuchs zum Heimgehen zu bewegen. Nebendran war das Modell der neuen Überbauung im Zentrum Wila aufgebaut und es wurde über das geplante Gesundheitszentrum informiert.

Einen charmanten Einblick in einen charmanten Familienbetrieb der vierten Generation – dies bot der Tag der offenen Tür in der Furrer Schreinerei + Küchenbau AG in Wila.