Wachtablösung in der Spitex Zell

Marcus Nägeli (r.) wünscht Marcel Niederer alles Gute als neuer Präsident der Spitex Zell (Foto: md)

Nach zehn Jahren im Präsidium der Spitex Zell hat Präsident Marcus Nägeli den Vorsitz an Marcel Niederer
weitergegeben. Tanja Hofer übernimmt neu im Vorstand die Verantwortung für den Personalbereich.

«Das ist der beste Verein, dem ich in meinem ganzen Leben angehört habe», verkündete sichtlich gerührt Marcus Nägeli, der seit zehn Jahren dem Verein Spitex Zell vorsteht. Obwohl das bisherige Vorstandsteam hervorragend zusammengearbeitet habe, so Nägeli, sei es jetzt an der Zeit, «neuen Sprutz» in den Vorstand zu bringen. An der Generalversammlung vom vergangenen Dienstag reichte er deshalb den Stab weiter an Marcel Niederer, der von den rund 50 anwesenden Mitgliedern mit allgemeinem Applaus einstimmig gewählt wurde. Niederer, der in Kollbrunn lebt, hat sich im Vorfeld der Behördenwahlen vom 22. April als Obmann des parteiübergreifenden Wahlforums Zell verdient gemacht. Nägeli bleibt aber dem Vorstand als Vizepräsident erhalten, um seinen Nachfolger nach und nach in die Aufgaben einzuarbeiten und ihn mit Rat und Tat zu unterstützen, wo es nötig sei.

Neuen Sprutz in den Vorstand bringen

Zwei weitere langjährige Vorstandsmitglieder nahmen an diesem Abend ihren Abschied. Richard Posch, der seit der Gründung der Spitex Zell vor 20 Jahren im Vorstand sitzt, kümmerte sich um alle Belange der Informationstechnologie und Informatik. Damals programmierte er die Administrations- und Buchhaltungssoftware noch selbst. Heutzutage seien die Anforderungen an diese Software «um ein gefühltes Fünfzigfaches höher» als vor zwei Jahrzehnten, gab Posch zu bedenken. Heute arbeitet die Spitex Zell mit einer spezialisierten Software eines externen Anbieters. Poschs Aufgaben wird der neu gewählte Präsident wahrnehmen.

Sibylle Ott, die bisher im Vorstand für den Personalbereich verantwortlich war, stellte ihr Amt nach 19 Jahren ebenfalls zur Verfügung. Zur Nachfolgerin wurde Tanja Hofer gewählt. Sie lebt in Langenhard und war eine Zeitlang verantwortlich für das Personalwesen des Bereichs Alter und Pflege der Stadt Winterthur. Auch Hofer wurde einstimmig in den Vorstand der Spitex Zell gewählt.

Nicht nur im Vorstand stehen die Zeichen auf Generationenwechsel: Im Juni wird die bisherige Leiterin Cornelia Brändli die operative Leitung des Spitex-Stützpunktes an Renate Stucki übergeben. Diese hat im März ihre Ausbildung zur Spitex-Leiterin abgeschlossen.

Bruno Vollmer, Delegierter des Gemeinderates Zell im Vorstand der Spitex zeigte sich stolz darüber, wie sich die Spitex Zell in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelt habe. Er sei auch froh, dass nun der Generationenwechsel im Vorstand erfolgreich aufgegleist worden sei und dankte dem scheidenden Präsidenten für sein unermüdliches Engagement. Dieses Jahr hat die Spitex Zell zwei Publikumsanlässe vorgesehen: Am 23. Juni findet eine Blutdruck- und Blutzuckermessaktion vor dem Gemeindehaus in Rikon statt. Im November feiert der Verein sein 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt und einem Festessen für geladene Gäste.

Die Spitex Zell ist zwar ein privater Verein mit 660 Mitgliedern, doch dieser arbeitet mit einem Leistungsauftrag der Gemeinde Zell und erhält von ihr einen jährlichen Beitrag von 280’000 Franken. Über die Mitgliederbeiträge kommen jedes Jahr rund 30’000 Franken zusammen. Finanziell steht Spitex Zell gut da: Die Rechnung 2017 schloss mit einem Gewinn von rund 20’000 Franken ab.