Viel Arbeit für das «RAV»

Szenen aus der temporeichen Schlussnummer «Chämifäger» (Foto: wir)

Es gibt sie noch, die sogenannten Traumjobs! Die Suche danach ist das Thema der diesjährigen Turnshow der turnenden Wilemer im Schulhaus Eichhalde. Die Premiere fand am vergangenen Samstag statt.

Das sich der Besuch dieser Veranstaltung schon fast zu einem «Muss» entwickelt hat, ist weit herum bekannt. Den rund 300 Personen fassenden Saal zu füllen, bereitet den Akteuren denn auch längst keine Probleme mehr. Schon fast beängstigend ist jedoch die Reaktion auf die dieses Jahr eingeführte Neuerung, den Online-Vorverkauf der Eintrittskarten. «Die Show vom kommenden Samstag war innert neun Minuten ausverkauft!» Fiona Hofer, Präsidentin des Turnvereins Wila, ist darüber selber erstaunt. Wer sich also die zweite Aufführung vom 3. Februar noch ansehen will, ist gut beraten, rechtzeitig zu erscheinen. Lediglich eine beschränkte Anzahl Tickets für die Plätze auf der Galerie sind noch an der Abendkasse zu erstehen.

Logistischer Aufwand

Auch dieses Jahr haben die Turner wiederum zehn Nummern einstudiert, das Motto: «Traumjob gesucht». Dazu haben sämtliche Riegen ihre Ideen eingereicht und schon im April des vergangenen Jahres traf sich ein Gremium, bestehend aus verschiedenen Leitern und Oberturnern und setzte sich damit auseinander. Immerhin galt es, sämtliche Vorschläge in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und die für den jeweiligen Bühnenumbau benötigten Pausen mit originellen Sketchen zu überbrücken.

Zum Einsatz kommen etwa 30 Mitglieder des Turnvereins, dazu Turnerinnen des Frauenturnvereins und Turner aus der Männerriege, sowie etwa 50 Kinder – Hofer kann sie gar nicht alle aufzählen. Die Präsidentin des Turnvereins spricht auch lieber von den Turnenden Wilas, da nicht sämtliche Akteure dem TV angegliedert sind. Nicht zu vergessen die Helfer hinter der Bühne, ohne die die raschen Szenenwechsel gar nicht denkbar wären. Das von Thomas Berwert geleitete Sketch-Team hat sich übrigens auf diese Show hin neu formiert und kann nun auch auf weibliche Unterstützung zählen.

Beruf: Prinzessin

Der Katalog der präsentierten Traumberufe weist neben den vorhersehbaren Jobs wie Stewardess und Pilot oder Tierpfleger auch einige Überraschungen auf. Oder hätten Sie erwartet, dass sich der Frauenturnverein in seiner gemeinsamen Nummer mit der Männerriege für die Arbeit der Müllabfuhr entscheidet? Eher noch nachvollziehbar scheint da die Wahl der TV-Damen für die Feuerwehr, die Anziehungskraft einer Uniform ist allseits bekannt. Der Beruf des Lehrers wiederum macht Sinn, wenn man sich den der Nummer vorangehenden Sketch betrachtet – die vielen Ferien, Pausen oder freien Mittwochnachmittage sind ein durchaus gewichtiges Argument.

Die Riege «Mädchen gross» hat sich für den Beruf der Prinzessin entschieden, angesichts des aktuellen Zeitgeschehens vielleicht nicht ganz unrealistisch und ein bisschen Rampenlicht auf die Gemeinde Wila wäre bestimmt auch nicht zu verachten. Allerdings wird es wohl für die meisten nur ein Traum bleiben, aber die eine oder andere könnte sich im Anschluss an diese Show und ihren reibungslosen Ablauf ja auch für eine Karriere als Logistikerin entscheiden.

Jede Show braucht ihren Rahmen

Die Liste der von Fiona Hofer ausgesprochenen Dankesworte ist lang. Die grosse und beliebte Tombola zum Beispiel wäre ohne die vielen Gönner nicht denkbar gewesen. Unmöglich, diese namentlich aufzuzählen, daher haben die Organisatoren diese auf den Tischen und an den Wänden publiziert. Eine besonders wichtige Rolle an einer solchen Veranstaltung spielt die Gastronomie. Diese funktionierte unter der Leitung von Fränzi Furrer und Helen Andrist mit einem durchmischten Team aus dem Verein tadellos und ebenso erwähnenswert ist der Service, der vom Frauenturnverein übernommen wurde.

Für die Unterhaltung an der ersten Aufführung war das Duo «die Rosenprinzen» verantwortlich, zwei ehemalige Mitglieder des «Nockalm-Quintetts». Für viele war der Abend im Anschluss an die Show vom vergangenen Samstag denn auch nicht vorbei. Ob nun zur Schlagermusik der Rosenprinzen oder den etwas härteren Klängen an der Bar; zum elften Traumjob an der Turnshow des TV Wila entpuppte sich der des Gastes.