Um gut eine Million schlechter

Bereits im letzten Herbst wies die Gemeinde Bauma in einer Medienmitteilung darauf hin, dass die Jahresrechnung 2016 sehr vielschlechter abschliessen wird als budgetiert. Die definitive Rechnung fährt nun nochmals leicht mehr Verlust ein als prognostiziert.

Bereits im letzten Herbst zeichnete sich aufgrund einer Hochrechnung ab, dass die Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Bauma viel schlechter abschliessen wird als budgetiert. Anstatt eines budgetierten Gewinnes von 291’000 Franken rechnete die Gemeinde damals mit einem Verlust von rund 0,6 Millionen Franken. Definitiv fährt Bauma 2016 nun einen Verlust von 753’397 Franken ein. Dies gab die Gemeinde vorgestern in einer Medienmitteilung bekannt. Das Ergebnis verschlechterte sich gegenüber der Prognose also nochmals um gut 150’000 Franken. Die Abweichung zum Budget beträgt nun leicht über eine Million Franken.

Unvorhersehbare Einsätze im Bereich Sonderpädagogik

Zurückzuführen ist dieses viel schlechtere Ergebnis hauptsächlich auf gestiegene Aufwände. Der Gesamtaufwand fällt gegenüber dem Voranschlag gut 1,1 Millionen Franken höher aus (siehe Box). Vor allem gestiegene Kosten bei der Pflegefinanzierung fallen dabei ins Gewicht (Bereich «Betriebs- und Defizitbeiträge»), bedingt durch die steigende Anzahl Pflegebedürftiger wie auch des jährlich teilweise stark steigenden Normkostendefizits. Auch die Ausgaben für die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe sind gestiegen. Der Personalaufwand erhöht sich leicht als Folge der zusätzlichen Stelle im Bereich Zusatzleistung zur AHV/IV für die Fallführung der Gemeinde Wila, wobei diese Aufwendungen durch die Gemeinde Wila zurück vergütet werden. Zudem entstanden zusätzliche Kosten für verschiedene unvorhersehbare Einsätze im Bereich der Sonderpädagogik, insbesondere auch für den Unterricht Deutsch als Zweitsprache. Die geplante Stellenerhöhung im Bereich Hochbau wurde noch nicht realisiert.

Im Sachbereich Entschädigungen für Dienstleistungen anderer Gemeinwesen konnte die geplante Klassenreduktion an der Primarschule per August 2016 nicht realisiert werden. Ebenfalls wurde aufgrund der mittelfristigen Schülerzahlen auf die vorübergehende Reduktion einer Kindergartenklasse verzichtet. Da nicht alle geplanten Investitionen realisiert wurden, fielen die Abschreibungen tiefer aus als budgetiert.

Höhere Steuererträge

Auf der Ertragsseite präsentiert sich ein anderes Bild. Der Gesamtertrag erhöht sich gegenüber dem Voranschlag sogar um rund 127’000 Franken. Und dies obwohl die 681’000 Franken aus dem Verkauf des Gemeindehauses Sternenberg bereits im Jahr 2015 verbucht wurden und dieser Vermögens-ertrag nun in der Jahresrechnung 2016 fehlt. Dass dieser 2016 nicht angefallene Buchgewinn aufgefangen werden konnte, liegt hauptsächlich daran, dass 2016 gesamthaft 373’000 Franken an Mehrsteuern eingenommen wurden. Die höheren Einnahmen bei den ordentlichen Steuern im Rechnungsjahr und der Nachbezug bei den Quellensteuern fielen positiv ins Gewicht. Rückläufig waren hingegen die ordentlichen Steuern aus früheren Jahren. Und da bei Handänderungen viele Ersatzbeschaffungen geltend gemacht wurden, konnte der budgetierte Ertrag bei den Grundsteuern nicht erreicht werden.

Die Investitionsrechnung 2016 schliesst mit Nettoinvestitionen von rund 3,54 Millionen Franken um knapp 1,2 Millionen Franken tiefer ab als budgetiert. Weniger investiert wurde hauptsächlich im Zusammenhang mit der Verzögerung bei der Sanierung des Gemeindehauses und des zurückgestellten Ausbaus des Dachgeschosses im alten Steueramt, bei den Schulliegenschaften, beim Alters- und Pflegeheim Böndler, bei den Gemeindestrassen und bei den Bachverbauungen.

Der Verlust der Jahresrechnung 2016 von gut 750’000 Franken wird dem Eigenkapital der Gemeinde Bauma belastet. Dieses beträgt per 31. Dezember 2016 rund 11,78 Millionen Franken.

Jahresrechnung