«Sternefoifi im Sternen»

Die Crew des «Sternen», ganz rechts Marianne Brühwiler (Fotos: sr)

Am 1. Mai eröffnete das Restaurant Sternen in Sternenberg rund vier Monate nach dem verheerenden Brand wieder im gemütlich hergerichteten Provisorium. Die Wirtin durfte eine Spende entgegennehmen.

«Sternefoifi, die Mariann ist nicht unterzukriegen», war am Nachbarstisch zu vernehmen. Bei offerierter Gerstensuppe, einem Gläschen Wein und urchigen Klängen weihten zahlreiche Gäste, die auf den rund 100 Stühlen kaum Platz fanden, den wiedereröffneten «Sternen» in Sterneberg ein. Hell und gemütlich mit viel Holz und schlichtem Charme ist das Provisorium, als Gast fühlte man sich sofort wohl.

Das vom Feuer verschont gebliebene Nebengebäude erhielt einen Anbau, der als Küche dient, und die ehemalige Bühne wurde ebenfalls zum Gastraum umfunktioniert. Geschickt, zweckmässig und dennoch sehr gemütlich lädt die Gaststube zu Speis und Trank. Das Angebot bleibe wie gewohnt, ebenfalls die Öffnungszeiten und sie freue sich auf zahlreiche Gäste, die hereinschauen möchten. Nur Gästezimmer könne sie mit der Übergangslösung keine anbieten, erklärte die Wirtin.

Die Augen leuchten, die Energie von Marianne Brühwiler, Wirtin des «Sternens», springt beim Gespräch förmlich über. Sie verrät ihr Lebensmotto, das sie von ihrem Grosi übernommen habe. «Was gsi isch, isch gsi!», pflegte stets ihre Grossmutter, die ein Verdingkind gewesen sei, zu sagen. Die grosse Unterstützung von ihren Mitarbeitern, den Gästen, der Bevölkerung und den Behörden, die ihr keine Steine in den Weg legten, motivierten die Wirtin zusätzlich. Für die Verarbeitung des schockierenden Ereignisses habe sie noch gar keine Zeit gehabt, verrät sie weiter. Vielleicht komme das noch, aber eigentlich sei dafür auch weiterhin kein Platz. Denn jetzt müsse die Ruine abgebrochen, alles aufgeräumt und dann der Neubau geplant und gebaut werden.

Zahlreiche Gäste an der Eröffnung in der neuen gemütlichen Gaststube

Der neue «Sternen» müsse ins Dorfbild passen und den neuesten baulichen Anforderungen entsprechen, soweit die Auflagen. Mit den Versicherungen sei das Meiste geklärt und nun sei man mit der Bank am Verhandeln. Sie zeigt sich optimistisch, die Finanzierung regeln zu können. Voraussichtliches Ziel sei es, dass das neue Restaurant in zwei Jahren stehen werde, verrät die zuversichtliche Brühwiler.

Dank für die herzliche Gastfreundschaft

Einige Gäste überreichten der Wirtin und ihrer Crew Präsente zur Einweihung. So auch die Delegation des KTF Tösstal 2017, OK Präsident Hans-Peter Meier und Kern-OK-Mitglied Rene Koblet. Sie überreichten Brühwiler vor den Ruinen des historischen Gasthauses ein Sparschweinchen mit einer Spende für den Wiederaufbau. Die 500 Franken hatte sich das Kern-OK beim Mithelfen bei einer Veranstaltung für Nationalratspräsident Jürg Stahl verdient und beschlossen, sie für den neuen «Sternen» zu spenden.

Etliche Male war das Organisationskomitee im alten Sternen zu Gast gewesen und hielt einige ihrer zahlreichen Sitzungen und Versammlungen in Sternenberg ab. Für die herzliche Gastfreundschaft könne man sich so bedanken und erkenntlich zeigen, sowie ein kleines bisschen mithelfen und das bewundernswerte positive Denken von Marianne Brühwiler
unterstützen.