Skilager Wildberg auf der Alp Sellamatt

Das Wetter auf den Chäserrugg war sonnig, doch die Temperaturen lagen unter Null (Foto: zVg)

Fünf Leiter und 21 Kinder aus Wildberg verbrachten eine Woche auf der Alp Sellamatt im Toggenburg im Skilager. Teilweise wurden Temperaturen von minus 25 Grad Celsius gemessen.

Schon Tage vor dem Lager auf der Alp Sellamatt wurde die sibirische Kälte angekündigt. Einige Eltern mussten betreffend Material noch ein wenig nachrüsten, damit ihre Sprösslinge nicht erfrieren auf der Piste. Trotzdem fuhren die fünf Leiter mit einer Gruppe von 21 Kindern ins Toggenburg. Nach der Gepäckverfrachtung zur Talstation und dem Transport mit der Sesselbahn von Alt St. Johann auf die Sellamatt wurde sofort klar, dass die Schneeverhältnisse schon lange nicht mehr so gut waren. Dicke Pisten und verschneite Tannen gaben ein perfektes Winterbild ab. Das traditionelle Bobfahren bei Nacht mit Leuchtstäben  durfte nicht fehlen, danach stellte sich die Nachtruhe angenehm früh ein, sodass es für die Leiter noch für ein paar Jassrunden reichte.

Wie angekündigt fiel das Thermometer in der Nacht und am folgenden Morgen war es ziemlich frisch. Nach der Einteilung der Skigruppen ging es los auf die Pisten. In den Schussfahrten merkte man sofort, dass es kälter ist als sonst, weil die Backen schmerzten. Auch der «Kuhnagel» war Gesprächsthema, so dass die Outdoorzeiten etwas verkürzt wurden.

Am Dienstag und Mittwoch fielen die Temperaturen noch weiter in den Keller. Auf dem Chäserugg wurden -25 Grad gemessen und in der Ostabfahrt, wo der untere Teil noch im Schatten liegt, war es dann wirklich s…kalt. Aber wir waren alle Tage auf den Skis und, dank ausbleibender Bise, war es doch noch auszuhalten.

Das Skirennen war der Höhepunkt

Der Skirennen am Donnerstag begann bei leicht bedecktem Wetter. Mit etwas Neuschnee wurde als erstes der Riesenslalom ausgesteckt und abgesichert. Nach ein paar Toranpassungen durften die Kinder mit Startnummern ausgerüstet ein Training absolvieren. Anschliessend starteten die Mädchen, dann die Jungs und schliesslich die Älteren. Nach zwei Läufen wurde der Wusch der Kinder nach einem Leiterrennen immer lauter. Weil die Zeit reichte, wurde der Wunsch erfüllt. Deshalb nahmen die Kinder Starter-, Torrichter-, Zeitmesser- und Schreiberposten ein. Für die Skilängen der Leiter war der Slalom fast zu eng gesteckt. Trotzdem liessen sich die Leiter nicht beirren: Sie gaben alles und waren schliesslich ziemlich ausser Atem, zur Freude der Kinder. Mit Medaillen und diversen Preisen für alle war es auch für die Pechvögel wieder erträglicher.

Der Freitag galt wieder dem Skiunterricht mit Schanzenspringen, der Crosspiste, dem Chäserugg mit Ostabfahrt oder dem Funpark in Wildhaus.

Der Schlussabend wurde von den älteren Kindern organisiert. Mit einem Postenlauf und verschiedenen lustigen Aufgaben kamen alle auf ihre Kosten. Nach der internen Rangverkündigung durften die Sieger ihre einstudierte Choreografie nochmals zum Besten geben. Nach Kuchen und Tee war für die Kleineren Bettzeit und die Älteren hatten noch Disco.

Samstag war Abreisetag: Alles packen, Restutensilien verteilen, Gepäck ins Tal verfrachten und wieder auf die Skis bis zum Mittagessen. Nach der Verabschiedung im Berghotel fuhr die ganze Gruppe ins Tal Alt St. Johann, wo die einen Eltern und der Car schon warteten. Alle, die direkt mit den Eltern weiter in die Ferien fuhren, trugen ihr Gepäck zu den Autos, der Rest nahm im Car Platz.

Mitte Nachmittag war die Gruppe zurück in Wildberg. Alle Kinder blieben unfallfrei und konnten wieder wohlbehalten den Eltern übergeben werden.

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