Schwimmbad Neuguet verzeichnet markanten Besucherzuwachs

Das Schwimmbad Neuguet wurde von mehr Badegästen aufgesucht als letztes Jahr. (Archivbild: tth)

Um der grossen Hitze zu entfliehen, nehmen dieses Jahr mehr Tösstaler eine Abkühlung im Schwimmbad Neuguet in Turbenthal. Der «Tössthaler» hat mit Betriebsleiter Beat Bielmann über die Auswirkungen der Hitzewelle gesprochen.

Im Schwimmbad Neuguet in Turbenthal herrscht Hochbetrieb: Die grosse Hitze und die Schulferien haben zur Folge, dass in den letzten Wochen wesentlich mehr Be­sucher als vergangenes Jahr ein kühles Bad im Turbenthaler Schwimmbad genommen haben. Bei Lufttemperaturen von weit über 30 Grad am Schatten ­wirken die durchschnittlichen Wassertemperaturen von 24/25 Grad geradezu verlockend.

Betriebsleiter Beat Bielmann verfügt zwar noch über keine ­definitiven Zahlen, doch nach seiner Einschätzung wurden im Juli rund anderthalb Mal mehr Besucher registriert als in gewöhnlichen Sommern. Dies bedeutet aber nicht, dass automatisch mehr Geld in die Schwimmbadkasse gespült wird: «Meist ist es so, dass Besucher mit Saisonkarte einfach öfter zu uns kommen, aber deswegen wird der Umsatz nicht höher», sagt Bielmann.

Rasen wird nicht bewässert

So erfreulich der wetterbedingt starke Zuwachs an Badegästen ist, so gross sind auch die Herausforderungen für das Betriebsteam des «Neuguet»: «Trotz des umfangreichen Baumbestands in unserem Schwimmbad wird es an Spitzentagen am Schatten eng», weiss Bielmann. Damit niemand an der prallen Sonne braten muss, dürfen die Badegäste aber Sonnenschirme aufstellen. Wer keinen eigenen hat, kann im Schwimmbad einen mieten.

Mehr Gäste bedeutet aber auch, dass mehr WC-Papier, mehr Putzmittel und mehr Reinigungsmittel für das Schwimmbadwasser benötigt werden. Aus hygienischen Gründen muss
ein Teil des Wassers in den Schwimm- und Badebecken laufend erneuert werden. Um bei der gegenwärtigen Trockenheit umsichtig mit dem Wasser umzugehen, erhält der Rasen zurzeit kein Wasser, betont Bielmann. Probleme mit der Wasserversorgung gebe es keine.

Auch das Bistro des Schwimmbads Neuguet spürt die Auswirkungen der Hitzeperiode: Besonders der Verkauf von Getränken und Glacés hat angezogen. Ausserdem führt das Bistro, wie alle Jahre, eine Hitzeaktion durch: Anderthalb Liter Minelalwasser «nature» gibt es für einen Fünfliber. «Wir möchten einfach, dass unsere Gäste genug trinken», sagt Beat Bielmann. Das Speiseangebot mit seinen Pizzas, Würsten, Hotdogs, Flammkuchen und Sandwiches erfreut sich wie in den Vorjahren grosser Beliebtheit, und der Umsatz bewegt sich im Rahmen des Gewohnten.

Rekord an Sonnentagen

Rekordverdächtig ist gemäss Beat Bielmann die Zahl der Sonnentage seit Saisonbeginn Mitte Mai: Der Betriebsleiter hat Ende Juli bereits 58 Schönwettertage gezählt. Dies entspricht bereits dem Durchschnittswert mehrerer Jahre, der zwischen 58 und 62 Schönwettertagen pro Badesaison pendelt. Dem steht ein einziger Regentag Ende Juli gegenüber. Ob der Rekord von 90 Schönwettertagen aus dem Jahr 2003 noch übertroffen wird, wird sich weisen.