Schnurrenberger triumphierte am Niklausschwinget

Bärenstarker Auftritt von Roman Schnurrenberger in der Stadthalle Dietikon; hier nach seinem Sieg im sechsten Gang über den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider (Foto: Jakob Heer)

Am 80. Niklausschwinget letzten Samstag in der Stadthalle Dietikon siegten überraschend zwei Zürcher Schwinger. Einer von ihnen ist der Sternenberger Roman Schnurrenberger. Der Ossinger Beda Arztmann vom Schwingklub Winterthur holte sich die Auszeichnung.

Da sich im Schlussgang Damian Egli (Steinhuserberg) und Andreas Döbeli (Sarmenstorf), die beide überraschend soweit vorgestossen waren, remis trennten, konnten sich Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und Marco Nägeli (Obfelden) als lachende Dritte als Festsieger am 80. Niklausschwinget vom letzten Samstag in der Stadthalle Dietikon feiern lassen.

Der 22-jährige Schnurrenberger, der für den Schwingklub Zürcher Oberland antritt, bodigte zum Auftakt völlig überraschend den Eidgenossen Nick Alpiger (Staufen), der zum engsten Favoritenkreis gehörte. Nach einem Taucher mit der Tiefstnote 8,50 gegen Lukas Bernhard (Engelberg) kehrte der neunfache Kranzschwinger wieder auf die Siegesstrasse zurück und gewann die restlichen Duelle.

Zuletzt siegte der 1,83 Meter
grosse und 120 Kilogramm schwere Landwirt mit der Maximalnote 10,00 gegen einen der besten Nordostschweizer Schwinger, den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider, der sich kurzfristig für einen Start entschieden hatte. Dank 57,75 Punkten triumphierte Schnurrenberger erstmals an einem Rangschwinget. Das Gleiche gilt für Marco Nägeli, dem Co-Sieger, der nebst vier Siegen mittels Höchstnoten, zweimal stellte.

Arztmanns 55,75 Punkte

Der Ossinger Beda Arztmann unterlag in der Startbegegnung Lukas Bernhard, Co-Sieger am Ob- und Nidwaldner Kantonal-Schwingfest 2015, mit der Tiefstnote. Nach einem Vollerfolg musste sich der Zimmermann-Vorarbeiter dem starken Urner Bergkranzer Stefan Arnold, der am Schwarzsee-Schwinget Schwingerkönig Matthias Glarner (Meiringen) ein Remis abtrotzte, geschlagen geben. Nach einem nicht eingeplanten Unentschieden gegen den Nichtkranzer Christian Pianta (Mollis) liess sich der 22-Jährige im fünften Umgang einen weiteren Erfolg mit der Höchstnote notieren. Im Abschlusskampf gelang dem 1,80 Meter grossen und 105 Kilogramm schweren Turnerschwinger der nötige Siegeswurf über Lukas Krähenbühl (Matzingen). Mit der Punktezahl von 55,75 erkämpfte sich Arztmann die Auszeichnung im Rang 7j.

Michael Hari (Winterthur) startete mit zwei Siegen, jeweils mit der Note 10,00, ideal. Nach zwei Niederlagen stellte er im fünften Durchgang. Im entscheidenden sechsten Gefecht, um die Auszeichnung, zog der 24-Jährige gegen den Appenzeller Patrick Schmid den Kürzeren und verpasste die angestrebte Auszeichnung um 1,50 Zähler im Rang 13e.

Genau gleich wie Hari erging es dem Humliker Philipp Lehmann, der sich nach fünf Gängen ebenfalls noch Hoffnungen auf die erste Niklaus-Auszeichnung ausrechnen konnte: Auch er verlor den sechsten Gang mit der Note 8,50 (Rang 13g mit 54,25 Punkten).

Nock und Bosshard verpassen Auszeichnung

Einen Sieg, vier Remis und eine Niederlage hatte letztlich Christian Lanter (Kollbrunn) auf seinem Notenblatt. Dies ergab Rang 14g. Florian Frauenfelder musste noch Lehrgeld bezahlen. Mit einem Vollerfolg und drei Verlustpartien kam für den 16-jährigen Hofstetter das Aus bereits nach vier Durchgängen.

Nur 0,25 Punkte fehlte am Ende Benjamin Nock und Dario Bosshard (beide Turbenthal) vom Schwingklub Zürcher Oberland zur Auszeichnung. Zum Verhängnis wurde ihnen die fehlende Maximalnote im letzten Gang. Beide gingen je dreimal als Sieger und Verlierer vom Platz. Der 16-jährige Nock besiegte mit Marc Jörger (Domat/Ems) erstmals einen Kranzschwinger.
Thomas Reichmuth, Schwingklub Winterthur

AUSZUG AUS DER RANGLISTE
1. Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und Marco Nägeli (Obfelden), je 57,75. 2. Damian Egli (Steinhuserberg) 57,25. 3. Andreas Döbeli, Mario Schneider (Schönenberg an der Thur) und Philipp Roth (Biberist), je 57,00. 4. Stefan Arnold (Attinghausen), Michael Zurfluh (Attinghausen), Adrian Schmutz (Langenbruck), Hanspeter Luginbühl (Aeschiried), Nick Alpiger (Staufen) und Reto Koch (Gonten), je 56,75. 5. Patrick Räbmatter (Uerkheim) 56,50. 6. Daniel Wettstein (Zürich), Adrian Steinauer (Willerzell), Dominik Roth (Meikirch), Urs Schäppi (Wiezikon b. Sirnach) und Shane Dändliker (Feldbach), je 56,00. 7. u. a. Beda Arztmann (Ossingen) 55,75 (alle mit Auszeichnung). 9. u. a. Benjamin Nock und Dario Bosshard (beide Turbenthal), je 55,25. 13. u. a. Michael Hari (Winterthur) und Philipp Lehmann (Humlikon), je 54,25. 14. u. a. Patrick Bürgler (Ellikon am Rhein) und Christian Lanter (Kollbrunn), je 54,00. 23. u. a. Florian Frauenfelder (Hofstetten) 35,25.