Reformation.

In letzter Zeit wurde viel von der Reformation berichtet, weil sie vor 500 Jahren stattgefunden hatte. Es ist beeindruckend, wie damals ein paar Lateinkundige in Europa begannen, die Bibel so zu lesen, wie sie geschrieben war und feststellen mussten, dass vieles, worauf sich die damals übermächtige Kirche stützte, frei erfunden war. Mit anderen Worten, die meisten Pfaffen von damals, lasen die Bibel so, wie sie für sich persönlich und für die Kirche möglichst viel Macht, Privilegien und Einfluss generierten. Dabei predigten sie dem einfachen Volk Wasser, tranken aber selber Wein. Weil bis dahin die allermeisten Leute gar nicht selber lesen konnten, hatten sie ein einfaches Spiel. Nur ganz wenigen Auserlesenen war es überhaupt gegönnt, Latein und Griechisch zu lernen.

Das Revolutionärste, was Lateinkundige wie Luther, Zwingli, Calvin und Co. taten, war, die Bibel in die Sprache ihrer Landsleute zu übersetzen, damit diese selber prüfen konnten, was tatsächlich darin geschrieben stand. Dies bedingte auch, dass man sich einer gemeinsam verständlichen Landessprache bediente und die Leute lesen lernten. Das Fass zum Überlaufen gebracht, hatte wohl die Reise Luthers nach Rom. Dort bekam er mit, wie die Kirchenfürsten zum Teil in Saus und Braus lebten, ihren Freuden in entsprechenden Häusern nachgingen und dabei zuhause auf der Kanzel von Glauben, Gottesfurcht, Enthaltsamkeit, Zölibat und anderen Verhaltensregeln predigten. Das grösste Ärgernis für ihn war aber der allgegenwärtige Ablasshandel. Dieser bedeutete, dass, wer sündigte, diese Sünden mit Geld an die Pfaffen und den Klerus wiedergutmachen konnte. Dies vermochten natürlich nur die Reichen, Adeligen und die Kirchenfürsten selbst.

Dass die damalige Elite keine Freude hatte, an so viel Wissen und Transparenz für das Volk, war klar und dies führte prompt zum Krieg. Spannend ist, dass es damals im deutschen Adel Leute gab, welche Sympathie hegten für diese neuen Freiheiten und dass auch der Rat in Zürich sich hinter Zwingli stellte.

Heute spielen die Kirchen keine tragende Rolle mehr, im Sinne von Macht in der Gesellschaft. Jetzt haben wir andere, globale Eliten, welche im Namen von Wissenschaft Bildungssysteme aufbauen, welche ebenso intransparent funktionieren wie die Kirche von damals. Ein beliebtes Mittel dazu besteht in der Sortierung von Wissen, welches dem System dient und solchem, welches dem System abträglich ist, so wie dies heute in der Schulmedizin üblich ist. Mit fast religiösem Eifer werden jahrhundertealte, gute Heilmittel aus den Regalen geworfen und mit systemkonformen Mitteln ersetzt, welche derart viele Nebenwirkungen haben, dass langfristig immer mehr Leute erkranken und vom System abhängig werden. Dabei werden negative Meldungen unterdrückt und historisch belegte Fakten Forschenden und Studenten vorenthalten.

In diesem Bereich wäre es auch höchste Zeit für eine Reformation. Auch hier geht es um enorm viel Geld, Macht und Angst.

Untersucht man die Geschichte des Impfens auf Grund von historischen Dokumenten, so zeigt sich, dass das heute gelehrte Wissenschaftsenglisch längst den Platz des Lateins von damals eingenommen hat. Heute lehren Professoren in Human- wie in Veterinärmedizin Wissen über die erfolgreichen Anfänge des Impfens mit Eduard Jenner, welches in keiner Weise den historischen Fakten entspricht. Nicht die Impfungen mittels Kuhpocken an wehrlosen Kindern waren der Grund für die Ausrottung der Pocken, sondern die verbesserte Hygiene und eine gescheite Behandlung der Krankheit. Niemand erzählt seinen Studenten, dass der Sohn von Edvard Jenner, ebenfalls der Sohn seines Nachbars, an den Spätfolgen dieser Impfung gestorben sind. Wer weiss heute, dass bereits vor 1870 in Europa grossflächig gegen Pocken geimpft wurde und Tausende von Geimpften starben. In Preussen, wo die Impf-Rate um die 95 Prozent lag, starben über 60.000 Leute.

In Leicester England waren über 500 Bürger angeklagt, weil sie sich weigerten weitere Kinder zu impfen, obwohl viele bereits an den Folgen der Impfung gestorben waren. Schliesslich war die Wut der Bürger so gross, dass am 24. März 1885 über 80’000 Menschen in den Strassen gegen die Impfpflicht demonstrierten. Delegierte von über 60 englischen Städten waren mit ihren Bannern zu sehen und Abgesandte aus anderen europäischen Ländern, inklusive der Schweiz, waren dabei. Auf einem Transparent aus Belgien stand zu lesen, dass weder Bussen noch Gefängnis Tatsachen ändern würden, dass diese Zwangsimpfungen eine Schande seien. Auf einem anderen stand: Jenner sei ein Kindermörder. Die Leute waren der Meinung, genügend sauberes Wasser, gutes Essen, genügend Licht, gesunde Wohnungen und gute Pflege seien die bessere Prävention als tödliche Impfungen. Selbst der Stadtpräsident sprach zu den friedlichen Demonstranten und die Stadt hob das Obligatorium auf. In der Folge wehrten sich die ihrem Ablass beraubten Ärzte vehement und prophezeiten diese Krankheit würde in dieser Stadt grassieren wie ein wildes Präriefeuer und die Bevölkerung dezimieren. Das Gegenteil geschah. Die vielen Todesfälle bei Kindern durch Impfung blieben aus und die Pocken verschwanden allmählich. Der heutige Impf-Wahn gleicht dem Ablasshandel vor der Reformation, als man vermeintlich das Seelenheil erkaufen konnte. Beim heutigen Ablasshandel geben Ärzte vor, man könne sich so die Gesundheit erkaufen.

Aus Sicht der Schulmedizin ist die Mutter aller Impfungen eine reine Erfolgsgeschichte. Frei zugängliche historische Dokumente beweisen genau das Gegenteil.