Projektwoche Primarschule Schlatt «Schwimmen und Neues erleben»

Die Schulolympiade im Schwimmbad Schlatt bildete den Höhepunkt der Projektwoche (Foto: tb)

Die Primarschule Schlatt führte eine Projektwoche mit dem Thema «Schwimmen und Neues erleben» durch.
In diversen Workshops und im Schwimmbad machten die Schüler und Schülerinnen neue Erfahrungen.

In der Projektwoche vom 3. bis 7. Juli erlebten die Schülerinnen und Schüler die Schule einmal von einer ganz anderen Seite. Abwechslungsweise besuchten sie einen ausgewählten Workshop oder wurden stufenweise in die Künste des Schwimmens eingeweiht. Ausgangspunkt ist die Pflicht im Primarschullehrplan, den Schwimmunterricht in den Stoffplan einzubauen. Es war aber für die Schule Schlatt nicht möglich, einen fixen Platz bei der Belegung im Hallenschwimmbad Elgg zu erhalten. So kam Schulleiterin Yvonne Dmitriev auf die Idee, das Schwimmen in einer Projektwoche konzentriert zu unterrichten. Da nicht alle Schüler gleichzeitig im Schwimmbad sein konnten, wurden verschiedene Workshops angeboten. Für die Schulleitung bedeutete die Organisation dieser Projektwoche eine grosse Herausforderung und
es brauchte eine minutiöse Vorbereitung.

Holzmonster – kreiert in einem Workshop
Holzmonster – kreiert in einem Workshop

Grosses Engagement der Eltern 

Das relativ kleine Lehrerteam der Primarschule Schlatt war dabei auf die Hilfe der Eltern angewiesen und sie wurden nicht enttäuscht. 26 Eltern und die ganze Schulpflege unterstützten sie während dieser Erlebniswoche. 39 Workshops, die zum Teil in der Schule, aber auch auswärts stattfanden, wurden von Eltern und Lehrkräften angeboten. Attraktiv und vielseitig war die Kurspalette, wie diese Beispiele zeigen: Holzmonster bauen, Urban gardening, Google Cardboard, Salsa tanzen, Steinschleuder, Insekten- und Fledermaushotel bauen, Freundschaftsbänder, Töpfern, Backen, Ringen Raufen Spielen, Besuch auf dem Bauernhof. Zwanzig Kursanbieter zusammen mit zwölf Unterstützungspersonen sorgten dafür, dass die Schülerinnen und Schüler viel Neues erleben konnten.

Schulverlegung ins kühle Nass

Es zeigte sich, dass das kleine Schwimmbad Schlatt der ideale Ort für den Schwimmteil war. Die Schule konnte es für ihre Bedürfnisse ungestört beanspruchen und das «nasse» Programm durchführen. Nur am Montag musste man nach Elgg ins Hallenbad ausweichen, da es noch kalt und feucht war. An den übrigen Tagen herrschte ideales Badewetter, sodass jeweils halbtags abwechslungsweise die Unterstufe oder Mittelstufe den Schwimmunterricht besuchten. Die dafür verantwortlichen Lehrkräfte wurden auch hier unterstützt von Eltern, welche die Absicherung und Betreuung übernahmen. Die Lehrer erteilten den eigentlichen Schwimmkurs, gewöhnten die Kinder ans Wasser und brachten ihnen die nötige Technik bei. Dazwischen konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Spielen wie Tischtennis oder Boccia erholen und aufwärmen.

Olympiade im Schwimmbad

Am Freitagmorgen hörte man schon von weitem, dass im Schwimmbad Schlatt etwa los war. Zum Abschluss der Projektwoche fand dort nämlich eine Schulhausolympiade statt. Voller Eifer setzten sich die Kinder auf einem Parcours mit zehn Posten ein. Bei der Gruppeneinteilung konnte man auf die «Schulhausfamilien» zurückgreifen. Diese Kleingruppen, bestehend aus Mädchen und Knaben aller Stufen, treffen sich alle zwei Wochen am Mittwochmorgen, um während einer Lektion ein selbst gewähltes Projekt zu bearbeiten.

Sowohl im Wasser wie auch auf der Badiwiese herrscht emsiges Treiben: Im Wasser schwimmen die Kinder in einer Stafette um die Wette und entlang dem Poolrand wird ein Schüler mit einem Seil über eine Länge abgeschleppt. Eine andere Gruppe taucht nach Ringen, während im Nichtschwimmerbecken ein Schüler als Päckli im Kreis herumgereicht wird oder unter den Beinen seiner aufgereihten Mitschüler hindurch taucht.

Auf der Wiese geht es um Kreativität und Geschicklichkeit. An einem Ruheposten karikieren die Schüler ihr Schulpersonal. An der nächsten Station ist Wurfgenauigkeit gefragt, denn mit einer Bocciakugel soll eine Burg aus Plastikgegenständen niedergeschossen werden. Ruhig Blut braucht es beim «Eierlauf» über einen Hindernisparcours und Sprungkraft beim Sackgumpen.

Positive Bilanz

Die Schulkinder haben es genossen, während einer Woche die Schule ausserhalb des gewohnten Rahmens zu erleben. Die Schulleiterin lobt die Superstimmung, die sowohl in den Workshops wie auch beim Schwimmen anzutreffen war. Nicht zuletzt hebt sie das grosse Engagement der Eltern und der Lehrkräfte hervor. Zum Lohn und als Wertschätzung wurden alle Beteiligten zu einem Mittagessen beim Schulhaus eingeladen, wo die gelungene Projektwoche mit der Siegerehrung der Olympiade ihren Abschluss fand.