Mit dem Velo die Töss entlang

Die Schüler der 6. Klasse posieren für ihr Portrait im «Tößthaler» (Foto: 6. Klasse, Fischenthal)

Vergangenen Freitag war die 6. Klasse aus Fischenthal in der Redaktion des «Tößthalers» zu Besuch. Um unsere Zeitungsproduktion
von A-Z mitzuerleben, haben sie zur Vorbereitung gemeinsam diesen Bericht über einen Schulausflug verfasst.

Am Freitag, 29. September 2017, hatten wir eine Velotour nach Zell geplant. Die Wettervorhersage für diesen Tag war gut, es zeigte 0 % Regen an. Doch als wir losfahren wollten, fing es an zu regnen. Wir schauten den Niederschlagsradar auf SRF Meteo an und entdeckten eine Regenzelle, die das ganze Tösstal umfasste. Wir beschlossen, später loszufahren. Also gingen wir in die Schule und mussten Mathe machen. Darüber war nicht jeder erfreut. Nach einer Lektion Mathematik regnete es viel stärker als zuvor. Wir wollten wissen, wieso die Meteorologen den Regen nicht vorhersagen konnten, deshalb riefen wir den Kundendienst von SRF an und fragten, ob sie uns mit SRF Meteo verbinden könnten. Leider konnte sie uns nicht direkt mit SRF Meteo verbinden und rieten uns, eine Mail zu schreiben. Dies taten wir dann auch. Fünf Tage später haben sie geantwortet, sie entschuldigten sich für die ungenaue Wettervorhersage. Das Wetter sei ein dynamisches System und man könne es nicht immer zu 100 % vorhersagen.

Wir spielten noch die Werwölfe von Düsterwald und machten uns dann auf den Weg, da der Regen endlich aufgehört hatte. Wir stiegen auf unsere Fahrräder und fuhren los in Richtung Bauma. Auf dem ganzen Weg bis nach Saland trafen wir auf viele bunt verfärbte Herbstbäume. Da die Strasse nass war, spritzten Hunderte von Regentropfen von unseren Hinterrädern in alle Richtungen. Die vom Boden dreckigen Regentropfen flogen dem hinteren Fahrer mitten ins Gesicht und es war, als würden wir schmutzige Tränen weinen. Die einen von uns fuhren in einem zügigen Tempo voraus und andere schlichen wie Omas hinterher. Wir machten am Bahnhof in Bauma eine kurze Pause und warteten auf die langsamer Fahrenden. Wir tranken etwas und zogen die Jacken aus, weil wir so schnell gefahren waren und geschwitzt hatten. Nach wenigen Minuten fuhren wir weiter der Strasse entlang durch Bauma und am Velohändler Eisenhut vorbei. Auf dem Veloweg trampten wir die Töss entlang Richtung Saland. Auf dem Weg haben wir zwei Schülerinnen und eine Lehrperson abgehängt. Als wir in Saland an unserem Wendepunkt ankamen, fuhren wir nach einer kurzen Pause wieder zurück. Auf der Fahrt zurück sind uns die Vermissten nicht entgegengekommen und wir beschlossen ohne die drei ein Foto zu machen. Der Klassenclown rutschte auf der nassen Wiese aus und fiel beinahe in die Töss. Nach dem Foto-shooting stiegen wir auf unsere Fahrräder und radelten weiter. Am Gasthof Schwendi in Bauma machten wir einen Halt und riefen die vermisste Lehrperson an. Wir erfuhren, dass die drei einen anderen Weg nach Saland eingeschlagen hatten und noch immer in Saland waren. Wir beschlossen bis zum Bahnhof Steg zurück zu fahren und dort auf sie zu warten. Der Rückweg war anstrengender als der Hinweg, weil es mehr bergauf ging. Müde und kaputt kamen wir jammernd in Steg an. Wir spielten noch zwei Spiele und konnten dann um fünf vor zwölf nach Hause fahren. Wenige Minuten später kamen die drei Nachzügler auch noch an. Uns gefiel die Fahrradtour. Gerne würden wir unser Erlebnis wiederholen, diesmal aber einen ganzen Tag lang, um wirklich nach Zell zu kommen.

Der Veloweg an der Töss entlang ist schön, einfach und geteert. Für uns Schüler war der Weg zu wenig abenteuerlich, er könnte etwas mehr Action haben. Wir würden uns einen nicht geteerten, mit Wurzeln überwachsenen Veloweg wünschen. Für Familien, ältere Menschen und jene, die lieber gemütlich Velofahren, ist der Veloweg die Töss entlang jedoch gut zu empfehlen.

6. Klasse, Schule Fischenthal