Lasst die Freude leben

Obwohl ich viele spannende Themen wüsste, die es verdienten, hier einen Platz einzunehmen, wie zum Beispiel moderne Armut oder das Thema Geo-Engineering (Technologien zur Manipulation des Erdklimas) brennt es mir unter den Nägeln, zu einem aktuellen Tösstaler Thema meinen Standpunkt abzugeben.

Auf Anfrage habe ich mich bereit erklärt, einen Beitrag für die Medien des kantonalen Turnfests Tösstal 2017 zu leisten. Die Motivation, dies in meiner Freizeit zu tun, ist vielfältig: Das Interesse, wie so ein grosser Anlass organisiert wird, Leute kennenzulernen, eine innovative Idee zu unterstützen, viel dazuzulernen und in den verschiedensten Bereichen Erfahrungen zu sammeln. Und dies für eine gute Sache: Turnen fördert die Gesundheit und in allen Alterskategorien kann Vereinsleben, Zusammengehörigkeit und sinnvolle Freizeitgestaltung gelebt werden. Dies ist vor allem für die Jugend ein grosses und wichtiges Thema.

Das eine und andere Ämtchen fürs Kantonalturnfest ist im Laufe der Zeit bei mir dazu gekommen und deshalb sehe ich weit in die grosse Organisation hinein. Ich bin absolut beeindruckt, was hier geleistet wird. Wie viele sich schon seit Jahren dafür einsetzen, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Unzählige Stunden, Treffen und Gespräche, Verhandlungen, Entscheidungen und Besuche von Veranstaltungen wurden und werden geleistet, Kapazitäten von Servern und Ablagen mussten erhöht werden und Arbeitsverhältnisse werden strapaziert. Das ganze Tösstal schaltet erstmalig auf Festmodus, Firmen und Unternehmen versuchen sich gut dabei zu platzieren. Optimismus, Zuversicht aber auch Belastungen, Überforderungen und die ganze Palette der Psychologie werden bei der Zusammenarbeit der bunt zusammengewürfelten Gemeinschaft aufgezeigt. Traumtänzerisch kann man versuchen, sich durch das Konstrukt zu bewegen, hineinschauen und analysieren und Lehren für sich selbst daraus ziehen und natürlich konstruktiv mithelfen. Vieles wird erreicht, was undenkbar war, Kraftakte und Beanspruchungen bis ans Limit werden geleistet, besonders jetzt in der heis-sen Phase kurz vor dem Fest. Einiges läuft schief, Fehler passieren, alles muss ständig wieder hinterfragt werden und dabei hängt das Budget als Damoklesschwert ständig über allem. Mehr als 3000 HelferInnen folgen dem Aufruf, etwas Einzigartiges, Tolles, für viele auf die Beine zu stellen. Sie alle glauben und arbeiten daran, unvergessliche Wochenenden Mitte Juni im Tösstal zu bieten und zu erleben. Alle freuen sich, trotz des gros-sen herrschenden Druckes, auf diesen wohl bis anhin grössten Anlass im Tösstal.

Getrübt wird diese Freude manchmal von destruktiven Gerüchten, negativen Aussagen und verdrehten Tatsachen. Toleranz und Respekt sind gefragt, um jenen die Freude zu gönnen, die sich in der heutigen Zeit noch als Freiwillige für eine Sache einsetzen. Schön wäre es, die eine oder andere vereinzelte kritische Stimme auch mit ins Boot zu holen und als Gemeinschaft Solidarität für diese Sache zu zeigen. Jene, die die Freude mit uns teilen möchten, sind herzlich willkommen, daran teilzunehmen und ihre Häuser mit Blumen und Fahnen zu schmücken um die vielen Gäste aus der ganzen Schweiz bei uns im schönen Tösstal zu begrüssen.