Kollbrunn ist ein attraktiver Ort für Bauinvestitionen

Entlang der Töss entstehen bis Frühling 2019 neue Eigentumswohnungen und Gewerbeflächen (Visualisierung: zVg)

Am Samstag, 2. September findet der Spatenstich für «Verdeblu», eine Überbauung mit 108 Eigentumswohnungen, statt. Mehr als die Hälfte davon ist bereits reserviert. Dies zeigt: Kollbrunn ist ein attraktiver Ort für grosszügige Immobilieninvestitionen.

Die Früh Immobilien aus Wallisellen hat das rund 20’000 Quadratmeter grosse Grundstück in Fahrtrichtung Sennhof zwischen der Tösstalstrasse und der Töss vor fünf Jahren gekauft. Am 2. September erfolgt der Spatenstich für eine Überbauung von insgesamt neun Gebäuden mit Wohnungen und Gewerbeflächen. Erstellt werden 108 Eigentumswohnungen, Ladenflächen für einen Grossverteiler, Büros, Praxen und Werkstätten. Die alte Scheune, die sich direkt an der Tösstalstrasse befindet und unter Schutz steht, wird renoviert und zu einem Gemeinschaftszentrum umgebaut. Die Bausumme beläuft sich auf 47,1 Millionen Franken.

Gute Infrastruktur

Warum baut ein Investor gerade hier, wollte der «Tößthaler» vom Inhaber und Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Marco Früh wissen. «Kollbrunn ist wie Wallisellen vor zehn Jahren», sagt dieser: Der Ort sei mit der S-Bahn gut erschlossen und werde bald eine direkte Bahnverbindung nach Zürich erhalten. Ausserdem sei in Kollbrunn viel in die Infrastruktur investiert worden. Bei einem Augenschein vor Ort habe er sich sofort wohl gefühlt, verrät der Immobilienunternehmer. «Vor fünf Jahren konnten wir das Land zu einem guten Preis erwerben. Nach eingehenden Abwägungen sind wir zum Schluss gekommen, dass sich hier eine Investition lohnt», fasst Früh die Entscheidung, in Kollbrunn zu bauen, zusammen. Eine Entscheidung, die sich nun als richtig erweist: 74 der 108 Wohnungen sind bereits reserviert. «Das ist ein sehr guter Erfolg», bilanziert Früh.

Die grossen Posten der Bauausschreibungen wie Aushub, Baumeisterarbeiten und Sanitär sind zwar bereits vergeben, doch die Früh Immobilien arbeitet nach Möglichkeit auch mit lokalen Handwerkern zusammen. «Wir schreiben viele Arbeiten auf der Plattform Olmero aus. Wichtig sind für uns die Referenzen eines Handwerkers und natürlich der Preis», unterstreicht Marco Früh. Bis zur Vergabe aller Arbeiten sei es ein langer Weg, denn die Offerten und Anbieter würden genau studiert. «Wir geben den Käufern der Eigentumswohnungen eine Preisgarantie. Folglich müssen wir von unseren Lieferanten ebenfalls gewisse Garantien haben», betont Früh.

Innovatives Wohnungskonzept

In der Überbauung «Verdeblu» sind vor allem grössere Wohnungen zwischen 3 ½ und 6 ½ Zimmern geplant, die vor allem Paare und Familien ansprechen. Darüber hinaus sind jedoch auch einige 2 ½ -Zimmer-Wohnungen vorgesehen, die aber zum grössten Teil bereits reserviert sind. Die Grösse der Wohnfläche variiert zwischen 72 und 189 Quadratmetern. Die gesamte Überbauung ist mit einem hochmodernen Datennetz ausgerüstet. Jedes Zimmer verfügt beispielsweise über einen Multimedia-Datenanschluss für Fernsehen, Telefon oder Computer. Auf Wunsch können mit dem Smartphone in jeder Wohnung Licht, Storen und Heizung gesteuert werden. Ferner wird auch Frühnet, das Kommunikationssystem von Früh Immobilien, angeboten. Über dieses Netz kann man mit der Hausverwaltung oder mit Nachbarn Kontakt aufnehmen. Ausserdem lassen sich über dieses Datennetz Gemeinschaftsräume reservieren oder Informationen über die eigene Wohnung (Hausordnung, Protokolle usw.) abrufen. «Wir haben unser Kommunikationssystem erstmals in der Überbauung «Hamilton View» im Glattpark umgesetzt. Daraus haben wir gelernt, dass die Art und der Grad der Vernetzung einer Wohnung sehr individuell ist», erklärt Früh und ergänzt: «Wir überlassen es deshalb den Wohnungskäufern, welche Datennetzwerke sie wünschen.»

Eine Besonderheit von «Verdeblu» ist die Möglichkeit, die Innenräume in einer Wunschfarbe malen zu lassen. «Eine Wohnung anders zu streichen ist lediglich eine Organisa-
tionsfrage. Deshalb bieten wir unseren Käufern diese Option ohne Mehrkosten an», hebt Früh hervor. Für diese Idee habe das Immobilienunternehmen bei einem anderen Bauprojekt einen Marketingpreis gewonnen, fügt der Immobilienunternehmer bei. Auf dem Internetauftritt des Projekts können unter dem Menupunkt «Dolce Vita» die verschiedenen Farbvarianten online ausprobiert werden. Das Angebot werde von den Käufern rege genutzt, sagt Früh.

Energetisch auf dem neusten Stand

Die Haustechnikanlagen und die Aussenisolation (Dicke: 22 Zentimeter) von «Verdeblu» entsprechen dem Minergiestandard. Eine Grundwasserwärmepumpe, die in Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk des Kantons Zürich (EKZ) erstellt wird, liefert Raumwärme und Warmwasser. Die einzige Abweichung von Minergiezertifizierung ist der Verzicht auf eine kontrollierte Lüftung. Marco Früh begründet dies mit den erheblichen Mehrkosten pro Wohnung für die Installation, aber auch für den späteren Unterhalt. Ausserdem funktioniere diese nur dann einwandfrei, wenn die Fenster konsequent geschlossen gelassen würden. Alle Wohnungen sind zudem mit einem Lift erschlossen und rollstuhlgängig.

Da das Areal direkt an der Töss liegt, müssen die neuen Gebäude gegen Hochwasser geschützt werden. «Der Hochwasserschutz ist integrierender Bestandteil dieses Projekts, sonst wäre dieses vom Kanton nicht bewilligt worden», betont Früh. Die Neubauten werden im Verhältnis zum Bodenniveau erhöht erstellt und an den Öffnungen sind Schutzmassnahmen vorbereitet. Ausserdem ist das Areal gegen die Töss hin mit einem Wall gegen potenzielle Hochwasser geschützt. Da der Bolsternbach das Areal streift, bevor er in die Töss mündet, wird im Töss-Dammweg eine neue Brücke mit deutlich grösserem Lichtraumprofil erstellt.

Baubeginn Mitte September

Der Aushub für die Überbauung «Verdeblu» wird Mitte September beginnen. Früh rechnet danach mit einer Bauzeit zwischen 18 und 24 Monaten, je nachdem, wie sich die klimatischen Bedingungen präsentieren: «Ab bestimmten Minustemperaturen kann im Winter zum Beispiel nicht mehr betoniert werden. Dann müssen die Bauarbeiten eingestellt werden», gibt Früh zu bedenken. Deshalb habe er genügend zeitliche Reserven vorgesehen. Über die Eigenheiten des Bauens werden die Käufer der Eigentumswohnungen übrigens an einem Workshop informiert.

Die Früh Immobilien baut bereits zum zweiten Mal im Tösstal: In Rikon hat das Unternehmen bereits die Überbauung Spiegelacker mit 22 Wohnungen realisiert, die 2008 bezogen wurden «Neben unserem Projekt in Kollbrunn haben wir im Moment keine weiteren Bauvorhaben im Tösstal auf unserer Projektliste», sagt Marco Früh, «Wir beobachten aber die Situation laufend. Wenn sich eine gute Gelegenheit ergeben sollte, werden wir bestimmt wieder aktiv werden.»

 

Das Projekt in Zahlen
Fläche: 20’000 Quadratmeter Bausumme: 47,1 Millionen Franken Anzahl Wohnungen: 108 Reservierte Wohnungen: 74 Weitere Informationen: www.verdeblu-kollbrunn.ch