Im Tösstal werden mehr Sirenen montiert

Am ersten Mittwoch im Februar werden in der ganzen Schweiz die Sirenen getestet (Foto: Eva Kurz)

Am Mittwoch, 7. Februar findet in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Damit auch abgelegene Weiler und Gehöfte im Tösstal alarmiert werden können, sollen in verschiedenen Gemeinden zusätzliche Sirenen montiert werden.

Sirenen können Leben retten, vorausgesetzt, sie werden gehört und funktionieren richtig. Aus-serdem muss die Bevölkerung wissen, was im Fall eines Alarms zu tun ist.

Wenn Katastrophen eintreten, dann meist ohne Vorwarnung. Die Schweiz verfügt über ein Netz von rund 5000 stationären (Kanton Zürich: 450) und 2200 mobilen Sirenen (Kanton Zürich: 240). Jedes Jahr wird in der ganzen Schweiz am ersten Mittwoch im Februar die Funktionsbereitschaft der Sirenen getestet. Pünktlich um 13.30 Uhr wird das Signal «allgemeiner Alarm» ausgelöst, ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Wenn nötig darf der Sirenentest bis 14 Uhr weitergeführt werden.

In einem grossen Teil des Tösstals ist der Zweckverband Zivilschutz Tösstal für die Installation und den Unterhalt der Sirenen zuständig. Zum Zweckverband gehören die Gemeinden Bauma, Turbenthal, Wila, Wildberg und Zell. Je eine Sirene ist in den Ortschaften Kollbrunn, Rikon, Turbenthal, Wila und Wildberg in-stalliert. Auf dem Gebiet der Gemeinde Bauma befinden sich drei Sirenen: Schulhaus Altlandenberg, Wellenau und Sternenberg. Weiler und Gehöfte, die ausser Hörweite dieser fix installierten Sirenen liegen – beispielsweise Seelmatten bei Turbenthal, Schmidrüti oder Sternen-
berg, müssen mit mobilen Sirenen, die an Fahrzeugen befestigt werden können, alarmiert werden. Mit dieser Aufgabe ist in den meisten Fällen die Feuerwehr beauftragt.

Dichteres Sirenennetz

Der Kanton möchte das Netz der fest montierten Sirenen ausweiten, wie von Roger Schwender, Turbenthaler Gemeinderat und Präsident des Zweckverbands Zivilschutz Tösstal zu erfahren ist: «Im Alarmfall sollte die Feuerwehr für allfällige Rettungs- und Löscheinsätze bereitstehen.» Der Kanton Zürich möchte deshalb, dass die Gemeinden ihr Sirenennetz dichter knüpfen, indem sie mehr fixe Sirenen montieren. Laut Schwender sollen in absehbarer Zeit an verschiedenen Orten im Tösstal weitere Sirenen aufgestellt werden. In der Gemeinde Turbenthal werden die Ortsteile Neubrunn und Hutzikon eine neue Sirene erhalten. In Niederdürstelen oberhalb von Bauma ist ebenfalls die Errichtung einer Sirene vorgesehen. Auch in Schalchen und Ehrikon bei Wildberg ist geplant, je einen Sirenenmast zu errichten. In der Gemeinde Zell sollen in Rämismühle und Langenhard zwei neue Sirenenanlagen entstehen. «Ziel ist, überall dort neue Sirenen aufzustellen, wo mehr als 100 Personen erreichbar sind», sagt der Kommandant des Zweckverbands Zivilschutz Töss-tal, Reto Haltinner, auf Anfrage. Dies sei auch sinnvoll: «Mit mobilen Sirenen kann zwischen der Auslösung des Alarms und der Alarmierung mit einer mobilen Sirene relativ viel Zeit vergehen.»

Bund erstattet die Kosten

Die zusätzlichen Sirenen, welche der Kanton vorschreibt, müssen vom Zweckverband Zivilschutz Tösstal vorfinanziert werden. «Eine fest installierte Sirene kostet inklusive elektronischer Steuerung ab 13’000 Franken», erläutert Schwender. Für mobile Sirenen sind 2500 bis 5000 Franken aufzuwenden. «Der Bund entschädigt aber diese Kosten nachträglich», sagt der Präsident des Zweckverbands.

 

WAS TUN BEI ECHTEM ALARM?
Wenn das Zeichen «Allgemeiner Alarm» ausserhalb der angekündigten Sirenenkontrolle ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. Weitere Informationen: www.sirenenalarm.ch oder alertswiss.ch