Helden aus der Kindheit

Präsidentin Tamara Steiger geht auf Helfersuche (Foto: ah)

Witzig, imposant und mit vielen Aktionen wurde die Abendunterhaltung «Heroes – Helden der Kindheit» der Turnenden Vereine Schlatt am vergangenen Samstag umgesetzt. Das anschliessende Theater «Strafe muss sein» wurde wie immer glaubwürdig von den Schauspielern gespielt und handelte vom alltäglichen Leben.

Wenn Bud Spencer und Terence Hill mit der Gummibärenbande, die Familie Feuerstein mit Asterix und Obelix, Pippi Langstrumpf mit Indiana Jones etwas zu tun haben, dann kommt am Schluss die Police Academy auf den Platz.

Die Vereine von Schlatt sind bekannt für ihren witzigen und ideenreichen Videodreh, den sie jeweils an der Abendunterhaltung via Leinwand mit einbinden. Auch in diesem Jahr hatten sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen. Die Heroes – Helden wurden vorgängig mit einem Aussendreh auf der Schulhofanlage oder rund um Schlatt vorgestellt. Perfekt eingesetzte Musik liess die Personen im richtigen Licht zu Helden werden. Kindheitserinnerungen kamen im Publikumsraum auf.

Die Gummibärenbande hatte es dem Kinderturnen angetan. Zur Musik der quirligen Bande tanzten, hüpften und winkten die Kleinsten in den Zuschauerraum. Ohne Scheu vergnügten sie sich auf der Bühne. Ebenso die Familie Feuerstein. Mit ihren Holzwagen kurvte die kleine Jugendriege herum und meisterte jedes Hindernis. Die mittlere Jugi lieferte sich einen Kampf mit ihren Gegnern, die sie mit Stöcken in ihre Schranken wiesen. Der Damenturnverein verwandelte sich in Pippi Langstrumpfs. Nach dem Tanz auf dem Minitramp wurden die Turnerinnen vom Publikum zur Zugabe aufgefordert. Actionreich und kämpferisch zeigte sich die Bud Spencer- und Terence Hill-Nummer des Turnvereins. Die grosse Jugendriege suchte mit Indiana Jones nach dem verschwundenen Schatz. Mit der Police Academy – gestaltet vom gemischten Turnverein – endete die turnerische Präsenzzeit auf der Bühne.

Verblüffendes Theater und Helfersuche

Nach dem Umbau auf der Bühne kamen die Zuschauer in ein Wohnzimmer. Die Schauspieler – Köbi Büchi, Silvia Fuchs, Martina Spörri, Jürg Krenger, Sandra Frauenfelder und Andreas Schoch – spielten eine spezielle, verzwickte Familienzusammenführung, die das Publikum manchmal etwas verblüfft aussehen liess, aber es dennoch zum Schmunzeln rührte. Später, bei der Auflösung der familiären Situation, kam sogar eine genugtuende Schadenfreude gegenüber einem gewissen rüpelhaften Mitwirkenden auf. Tamara Steiger, Präsidentin des TV Schlatt, trat zweimal vor die Anwesenden in der Halle. Sie bedankte sich ausführlich bei allen Sponsoren, bei der Gemeindebehörde und der Schulpflege. Ein grosser Dank gebührt den Lehrern und Monika und Paul Ott.

Anschliessend verkündete die Rednerin, dass es 2017 keine Abendunterhaltung geben wird, weil der TV Schlatt einer von acht Trägervereinen des Kantonalen Turnfests 2017 ist. Wie schon beim TV Schalchen Wildberg werden auch in Schlatt unterstützende HelferInnen für das KTF 2017 gesucht. «Jeder kann etwas helfen, und wenn es auch nur ‹fötzeln› ist, bitte meldet euch», so die engagierte Präsidentin. Eigens für die Helfersuche wurde im Eingangsbereich des Schulhauses ein informativer Stand mit einer Anmeldeliste für die helfende Unterstützung bei dem «riisä Fäscht» eingerichtet, der auch Werbeartikel des KTF 2017 anbot.

Am kommenden Samstag, 12. November um 20 Uhr, werden die Turnenden Vereine Schlatt ihre Aufführung nochmals präsentieren. Türöffnung ist um 18.45 Uhr. Die Verantwortlichen hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen.