Grundsätze und Eckwerte zum Voranschlag 2018

In Zell werden die Ausgaben in den nächsten Jahren voraussichtlich steigen (Foto: Kai Hicks)

Der Gemeinderat hat die Grundsätze zum Voranschlag 2018 genehmigt: Das Investitionsvolumen der  letzten sieben Jahre betrug netto 35,4 Millionen Franken. Das Ende dieser Hochinvestitionsphase von jährlich durchschnittlich fünf Millionen Franken zeichnet sich ab.

Für das Jahr 2017 sind lediglich Investitionen von 2,5 Millionen Franken vorgesehen. Die überdurchschnittliche Investitionstätigkeit der letzten Jahre verursachte eine neue Fremdverschuldung von zwölf Millionen Franken. Bei einer weiterhin soliden Steuerertragslage kommt erschwerend hinzu, dass die laufenden Ausgaben bezüglich der strukturellen Herausforderungen das Zeller Budget strapazieren. Die Ausgaben werden voraussichtlich in den nächsten Jahren steigen. Auch die «Leistungsüberprüfung 2016», das Sparprogramm des Kantons Zürich, belastet das Gemeindebudget (z.B. Verdoppelung der Kosten der gemeindepolizeilichen Aufgaben durch die Kantonspolizei Zürich, Reduktion Ressourcenausgleich um etwa drei Steuerprozente).

Der Gemeinderat Zell zielt auch in den nächsten Jahren auf einen ausgeglichenen Finanzhaushalt mit gleichbleibendem Steuerfuss. Die vom Gemeinderat genehmigten Grundsätze und Eckwerte zum Voranschlag 2018 stellen ein gemeindeinternes Verständnis zur kommenden Budgetierung dar und helfen, die finanziellen Mittel strategisch zu positionieren. Mit diesen Grundsätzen geht es insbesondere um Folgendes:

  • Das Erarbeiten eines möglichst genauen Budgets, um die vorhandenen Mittel zielgerichtet einzusetzen.
  • Die Budgetierung des Sachaufwands erfolgt nach dem Grundsatz von «Zero-Base-Budgeting» bzw. Nullbasisbudgetierung. Dementsprechend sind die Vorjahreswerte der Rechnung oder die Werte des Voranschlags des laufenden Jahres nicht einfach fortzuschreiben, sondern das Budget soll «von Null gerechnet werden». Vor allem Anschaffungen oder grössere Instandstellungen sollen begründet bezeichnet und betrieblich ausgewiesen werden.

Im Zeitraum von 2012 bis 2016 wurden im Verwaltungsvermögen durchschnittliche Bruttoinvestitionen von 9,5 Millionen Franken pro Jahr budgetiert. Effektiv investiert wurden 8,4 Millionen Franken, was einem Umsetzungsgrad von 88 Prozent entspricht. Im Planungszeitraum 2017 bis 2020 sind jährliche Bruttoinvestitionen von 2,5 bis 3,0 Millionen Franken verkraftbar. Grössere Investitionsvorhaben werden auf einen späteren Zeitpunkt nach dem Jahr 2020 verschoben. Somit gilt für das Budgetjahr 2018, dass nur diejenigen Investitionen geplant werden, die bereits bewilligt und somit zwingend nötig sind und auch realisiert werden können. Der effektive Sachaufwand 2016 konnte erfreulicherweise im Rahmen der Vorgabe von 6,1 Millionen Franken mit 5,8 Millionen Franken um fast 4 Prozent unterschritten werden. Der Zielwert für den Sachaufwand im Voranschlag 2018 wird wiederum auf 6,1 Millionen Franken angesetzt. Rund 24 Millionen Franken des Zeller Gesamtbudgets von 35 Millionen Franken sind im Voraus festgelegte Verpflichtungen und lassen praktisch keinen Spielraum zu. Für Abschreibungen und Zinsen (Kapitalkosten) sind durchschnittlich rund 5 Millionen Franken geplant. Um eine weiterhin ausgeglichene Rechnung anzustreben, muss die Gemeinde Zell beim Sachaufwand direkt Einfluss nehmen und darf somit nicht mehr als 6,1 Millionen Franken ausgeben. Diese Massnahme leistet mittelfristig einen Beitrag zu einem stabilen Steuerfuss von 122 Prozent.

  Gemeinderat Zell