Gewerbe mit spannenden Informationen versorgt

Gut 40 interessierte Gewerbetreibende liessen sich vor kurzem über die aktuellen Veränderungen und Projekte der Gemeinde Zell informieren. Das neue Geschäftsleitungsmodell der Verwaltung, das Jugendprojekt «Lift» und die Feuerwehr Zell waren die prominenten Themen. Der persönliche Austausch danach war ebenso wertvoll.

Am Donnerstag fand der 12. Gewerbe-Info-Apéro in den Räumen von Stieger- Motos in Kollbrunn statt. Nachdem Gemeinderat Bruno Vollmer die Zuhörerschar begrüsst hatte, ergriff Gewerbevereinspräsident Enrico Marcolin das Wort. Er sprach in seiner kurzen Rede von einem Neuanfang, einer neuen starken Zeit, die nun mit der neuen Gemeindestruktur anbrechen wird. «Ein offener Horizont für die neuen Gemeinderäte, für die neuen Strukturen und die neu aufgestellte Verwaltung », betonte er. «Ich bin gespannt auf die Umsetzung und deren herausfordernde Veränderungen.»

Gemeinderat ist eine Art Firmenvorstand

Erkan Metschli-Roth, Gemeindeschreiber und neu Vorsitzender der Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung, erklärte dann das neue Organigramm, welches ab 1. Juli 2018 in der Gemeinde Zell zur Anwendung kommt. Die sieben Gemeinderäte teilen die acht Ressorts unter sich auf. Die Wahl und Zuteilung der einzelnen Ressorts wird an der ersten Gemeinderatssitzung kommenden 12. Juli erfolgen. Den acht Ressorts stehen fünf Geschäftsleiter vor, deren Vorsitz vom Gemeindeschreiber eingenommen wird. In «Firmensprache» übersetzt ist der Gemeinderat somit der Firmenvorstand, der die Geschicke der Firma strategisch-politisch plant, die Verwaltung setzt betrieblich-operativ um und die Geschäftsleitung ist das Bindeglied dazwischen. Die Geschäftsleiter sind: Peter Obrist für die Abteilung Infrastruktur, welche die Werke, Liegenschafen sowie Bau und Planung beinhaltet, Cristina-Maria Baumberger für die Abteilung Soziales, Gabriela Kleiner für die Abteilung Bildung und René Zweifel für die Abteilung Finanzen. Erkan Metschli-Roth führt die Abteilung Präsidiales, welche Gesundheit und Sicherheit beinhaltet. Das neue Organigramm ist auf der Homepage der Gemeinde Zell aufgeschaltet.

Fokus auf Übergang zwischen Schule und Berufswelt

Als nächstes wurde dann das Jugendprojekt «Lift» vorgestellt, das ab Schuljahr 2018/2019 in der Sekundarschule Zell eingeführt wird. Nach einer Einleitung des Schulpräsidenten Andreas Vetsch stellte Loni Kuhn die Details des Projektes vor. Jugendliche mit erschwerten Bedingungen werden ab der 1. Sekundarklasse in wöchentlichen Praktikumsplätzen den Einstieg ins Berufsleben lernen. So sollen sie einen kleinen Einblick in die Lebensschule «Arbeit» erhalten und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Die Gewerbetreibenden erhalten so ein Paar helfende Hände und den Jugendlichen wird eine Chance für das Berufsleben angeboten. Ausserdem wird so gegenseitiges Vertrauen und Verständnis geschaffen. Weitere Informationen zum Projekt findet man auf der Homepage der Sekundarschule Zell.

«Stellt euch vor, es brennt und niemand kommt!»

Roman Siegenthaler, Kommandant der Zeller Feuerwehr, schwärmte dann von den Vorzügen einer Ausbildung bei der Feuerwehr und dem wertvollen Nutzen auch für die Gewerbetreibenden. Der Feuerwehrler müsse auch in stressigen Momenten einen kühlen Kopf bewahren und wisse, wie erfolgreiche Teamarbeit funktioniert. Dafür sorge die stete Weiterbildung. Von den 55 Zeller Feuerwehrleuten haben nur deren 16 einen Arbeitsort in der Gemeinde oder direkten Umgebung, Tendenz abnehmend. Es sind jedoch rund 40 Prozent der Feuerwehreinsätze tagsüber unter der Woche, was rund 25 Stunden pro Jahr entspricht. Das Problem, dass tagsüber immer weniger Feuerwehrleute in der Gemeinde verfügbar sind, werde leider immer schlimmer. Ein Angehöriger der Feuerwehr Zell muss nicht zwingend in der Gemeinde Zell wohnhaft sein. Es kann auch genügen, dass man in der Gemeinde arbeitet und tagsüber verfügbar ist. Weitere Informationen findet man unter www.feuerwehr-zell.ch.

Firmenstärke «live» vorgeführt

Während des Gewerbe-Info-Apéros nutzte Andi Stieger, Geschäftsleiter der Stieger Motos, die Gelegenheit, um seine Firmenstärke «live» vorführen. Rund um die Tische waren vielfältige Töffmodelle aufgestellt, von den bulligen Strassenmaschinen und den praktischen Rollern, über die gemütlichen Chopper bis zu den bequemen Tourentöff mit Koffern für Ferienreisen. Als Ergänzung dazu sind mittlerweile auch Elektro- Roller im Sortiment, kraftvolle Quads und auch Mofas der Marke Pony. Zu allen Modellen erklärte Andi Stieger die Vor- und Nachteile und konnte die Anwesenden so auf den Geschmack der motorisierten Zweiräder bringen. Aus Sicht einer Yamaha-Servicestelle konnte er ebenfalls aufzeigen, welche Herausforderung er zu bewältigen hat.

Ein Netzwerk für die Zukunft

Schon duftete es dann verlockend aus dem Eingangsbereich. Das Grill-Team zauberte aus den hervorragenden Metzgerei- Jucker-Produkten ein reichhaltiges Abendessen und bot den anwesenden Gewerbetreibenden einen schmackhaften Abschluss des offiziellen Teils. Dies war gleichzeitig der Auftakt zu spannenden Gesprächen, interessanten Diskussionen und zukünftigen Gemeinsamkeiten – kurz, die Geschäftsbeziehungen wurden intensiv gepflegt.