Gerne wieder zur Schule gehen

Musikalische Eröffnung durch die Jungbläser Turbenthal unter der Leitung von Ruth Suppiger (Fotos: lk)

Mit einer Reihe von Ansprachen und Grussbotschaften sowie dem Spiel der Jungbläser Turbenthal wurde die Einweihungsfeier des Ersatzneubaus Breiti in Turbenthal feierlich eröffnet, bevor dann die neugierige Öffentlichkeit die Räumlichkeiten besichtigen durfte.

Beginnen durfte die Sekundarschulpflegepräsidentin Cornelia Oelschlegel, die sich herzlichst beim Stimmvolk bedankte, dass seinerzeit der Kredit für diese hellen, zeitgemässen Räume bewilligt wurde. Die grosse Turnhalle, die auf die anderen Bauten abgestimmte Anlage präsentiert sich hervorragend, die SchülerInnen sind sehr gerne in den neuen Schulzimmern und für die Lehrpersonen steht nun eine tolle Infrastruktur zur Verfügung. Gut gerüstet für den kommenden Anstieg der Schülerzahlen kann der Bau offiziell übergeben werden. Eine Zwergdattelpalme ist das Geschenk der Primarschulpflege Turbenthal, wie Gabriella Pfaffenbichler in ihrer Grussbotschaft erklärte. Sie werde wachsen, wie die Kinder aus der Primarschule in der Sekundarschule zu Jugendlichen werden. Sie lobte die grosszügigen Räume, die sorgfältige Planung und Ausführung sowie das zukunftsweisende Projekt der Solarzellen auf dem Dach.

Bruno Meier von der Primarschulpflege Wildberg habe den bis ins Detail durchdachten Bau bestaunt und sich dann für ein praktisches, essbares Geschenk entschieden. Diese flachen gefüllten Fladen heissen zwar Baumer Fladen, da aber das Geheimrezept nur ein Wildberger kennt, wäre ja die korrekte Bezeichnung Wildberger Fladen, scherzte er schmunzelnd. Nicht nur der Schulleiter und die Lehrpersonen, sondern auch jede Klasse durfte einen in Empfang nehmen, was natürlich von den Jugendlichen sehr geschätzt wurde. Diesen Grussworten folgte der Turbenthaler Gemeinderat René Gubler, und die Präsidentin der katholischen Kirchenpflege, Anna Maria Caldarulo, überreichte einen Batzen für die SchülerInnen. Schliesslich übernahmen die Architekten das Wort: Sie erklärten die ursprünglich angedachte Sanierung, die nach genauerer Analyse einem Ersatzneubau wich. Der Neubau ist optimal auf die heutigen Ansprüche abgestimmt und bietet rund 700 Quadratmeter für Atelier und Werkstätte an, der Pausenplatz wurde leicht vergrössert und der markante Heizungskamin wird das neue Wahrzeichen der Schulanlage. Von der ersten Sitzung im Juli 2012 bis zur Bauübergabe sind nur drei Jahre vergangen, eine effiziente Planung und Ausführung auch dank den einheimischen Handwerkern. Mit ein paar eindrücklichen Zahlen verdeutlichte er den Bau, 900 Kubikmeter Material wurde abgebrochen und abgeführt, 1500 Kubikmeter Beton verbaut, 16 Kilometer Kabel verlegt und die Holzlatten in der Turnhalle ergäben eine Länge von rund 10 Kilometern. Christoph Schaaf, Baukommissionspräsident, bedankte sich für die reibungslose Zusammenarbeit sowie die Mitwirkung der Lehrpersonen und Schüler, sodass einige der Wünsche berücksichtigt werden konnten.

Cornelia Oelschlegel, Präsidentin der Sekundarschulpflege  Turbenthal-Wildberg
Cornelia Oelschlegel, Präsidentin der Sekundarschulpflege
Turbenthal-Wildberg

Der Schulleiter Beat Spaltenstein zeigte sich hoch erfreut, dass nun endlich alle Räumlichkeiten der Sekundarschule auf dem gleichen Areal sind, bisher waren ja die Werkräume noch im Schulhaus Risi gewesen. Gut eingerichtet, hell und grosszügig sind die Räume: Klar, dass die SchülerInnen nur noch in den neuen Räumen sein wollen. Die Wünsche wurden grösstenteils umgesetzt und mit dem Solardach wurde auch die alternative Energie fassbar zu den Schülern gebracht. Manuel Scherrer von my blue planet bedankte sich herzlich bei den Jugendlichen, die im Juni aktiv über 120 Solarpanels verlegt haben und bedankte sich auch bei allen Sponsoren, die für das Projekt JZZ (Jede Zelle zählt) – Solarenergie macht Schule gespendet haben.

Ein Postenlauf durch die neuen Räume

Endlich konnten die neugierigen Gäste den abgesteckten Rundgang im Gebäude erkunden. Die in einheitlichen T-Shirts gekleideten Jugendlichen erklärten gerne die verschiedenen Räume, enthaltenen Geräte und deren Funktionen. Mit einem Postenzettel wurde die Besichtigung spannend gestaltet, so musste man am ersten Posten in der neuen Werkstatt einen Nagel mit der spitzen Seite des Hammers einschlagen, in geschlossenen Boxen Gegenstände ertasten oder die Fotos des Baufortschritts in die richtige Reihenfolge bringen. Im PC-Raum konnten mit Kopfhörern das gehörte Geräusch erraten oder ein Rätsel gelöst werden. Auf dem Weg hinunter in die Turnhalle war das Büchsenschiessen oder ein Fünfliber-Zielwerfen zu absolvieren. Die Erwachsenen wurden durch die Räume geleitet, die Grosseltern staunten über die heutigen Einrichtungen und liessen sich von den Kindern gerne alles erklären.

Gegen halb zwölf Uhr versammelten sich zahlreiche Schaulustige in der neuen Turnhalle und beklatschten die Bodenturnen- und Trampolin-Aufführung einer Gruppe von SchülerInnen. Inzwischen war auf dem alten Pausenplatz eine Festwirtschaft eingerichtet worden, man konnte aus fünf verschiedenen Menüs wählen, selbstverständlich alles von den SchülerInnen selber zubereitet. Von Gulasch über Penne mit dreierlei Saucen bis zu Waffeln oder Crêpes war alles zu haben und wurde lobend gegessen. Mit weiteren Turnaufführungen und gemütlichem Beisammensein wurde die Einweihung des neusten Gebäudes der Schulanlage Breiti in Turbenthal gebührend gefeiert.