Georg Brunner bleibt Gemeindepräsident

Der wiedergewählte Gemeindepräsident Georg Brunner (Foto: md)

Der amtierende Gemeindepräsident Georg Brunner wurde mit überwältigender Mehrheit wiederum für eine neue Legislaturperiode als Gemeindepräsident gewählt. Herausforderer Markus Küng blieb chancenlos und wurde auch gleich noch aus dem Gemeinderat gedrängt. 

Der Gemeinderat Turbenthal ist in Bewegung. Mit Katharina Fenner (FDP) und Katrin Ruzicka wurden gleich zwei Frauen neu in das Gremium gewählt. Der bisherige Gemeinderat und Schulleiter Markus Küng, der für das Präsidium kandidierte, erhielt mit 494 am wenigsten Stimmen und scheidet somit aus dem Gemeinderat aus. Der amtierende Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) erreichte mit 899 die meisten Stimmen insgesamt. Ebenfalls souverän wiedergewählt wurden die bisherigen Gemeinderatsmitglieder Walter Fehr (855 Stimmen), Heinz M. Schwyter (850), René Gubler (FDP, 844) und Roger Schwender (807). Die beiden neuen Mitglieder des Gemeinderates haben auch bereits Erfahrungen in der Behörde gesammelt. Katrin Ruzicka (544 Stimmen) stand dem Ressort Sonderpädagogik in der Primarschulpflege bis im Frühjahr 2015 vor, Katharina Fenner (769) gehörte bis anhin der Rechnungsprüfungskommission (RPK) an. Die Stimmbeteiligung war mit 35 Prozent rund fünf Prozent höher als noch vor vier Jahren. 

«Meine Arbeit wird geschätzt»

Der wiedergewählte Gemeindepräsident Georg Brunner war bereits vor den Wahlen sehr zuversichtlich, dass er jedoch so deutlich als Gemeindepräsident gewählt und auch die meisten Stimmen im Gemeinderat erhalten würde, erstaunte ihn aber auch. «Das zeigt, dass meine persönliche Arbeit geschätzt wird», sagte Brunner kurz nachdem die Wahlergebnisse präsentiert wurden. Brunner wird voraussichtlich das Ressort Finanzen als Gemeindepräsident behalten, wie die Ressortverteilung der restlichen Mitglieder des Gemeinderats aussehen wird, wird in den kommenden Wochen entschieden. 

Für die Sekundarschulpflege Turbenthal-Wildberg wurden die bisherigen Mitglieder Bruno Pfenninger (FDP, 813 Stimmen), Christoph Schaaf (776), Christa Hess-Brüngger (757) und Christiane Tüscher (717) wiedergewählt. Neu in der Behörde ist Georgette El-Ladki (619). Nicht gewählt wurde Roswitha Hänni. Präsidiert wird die Sekundarschulpflege neuerdings von Bruno Pfenninger. Auch in der Primarschulpflege kam es zu einer Kampfwahl. Neu wurden Alexandra Fuhrer (546 Stimmen) und Marcel Bischof (SVP, 542) gewählt, die bisherigen KandidatInnen, welche sich wieder für die Wahl aufstellten, wurden allesamt gewählt; darunter Melanie Bosshard (678), Julian Burkhard (673), Gabriella Pfaffenbichler (650), Samuel Rüeger (597) und Ulrich Laib (584). Als Präsidentin wurde Pfaffenbichler bestätigt. Nicht genug Stimmen (467) erhielt Monika Schuler. 

Mit Peter Hagen, Philipp Geitner und Eliane Curiger (SVP) wurden gleich drei neue Mitglieder in die Rechnungsprüfungskommission gewählt. Als Präsident wurde Roland Kessler wiedergewählt. Ebenfalls wurde Mark Harry Porter (FDP, bisher) bestätigt. Bei der evangelisch-reformierten Kirchenpflege bleibt alles beim Alten. Erna Brüngger wird weiterhin als Präsidentin amtieren.

ABGEWÄHLT
Für Markus Küng waren die Turbenthaler Gemeinderatswahlen eine der härtesten Niederlagen seines Lebens: «Ich kann nicht verstehen, dass mein grosses Engagement für die Gemeinde Turbenthal von der Bevölkerung so wenig geschätzt wurde», sagte Küng am Sonntagabend gegenüber dem «Tößthaler». Als Beispiel für ein von ihm erfolgreich aufgegleistes Projekt erwähnte Küng das Projekt Schlossscheune, das er nach Jahren der Stagnation zur abstimmungsreifen Vorlage geführt habe. Dem abgewählten Gemeinderat stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Vor vier Jahren erzielte er mit 627 Stimmen ein besseres Resultat als der amtierende und nun wiedergewählte Gemeindepräsident Georg Brunner, der damals auf 600 Stimmen kam. Nach einer Erklärung suchend, wies Küng auf die vorletzte Woche auf Facebook aufgetauchten Posts, die seine Funktion als IT-Supporter für die Primarschule Turbenthal thematisierten sowie auf Zeitungsartikel, die auf diese Facebook-Posts Bezug nahmen. «Offensichtlich wurde mir ein Strick daraus gedreht, obwohl diese Aufgabe von der Primarschulpflege bewilligt und somit völlig legal war», sagte Küng. (md)