Gemeindeverwaltung Bauma zieht im März um

Für rund ein Jahr wird die Gemeindeverwaltung in ein Provisorium auf dem Werkhof ziehen (Foto: md)

Die Renovation des bald 150-jährigen Gemeindehauses Bauma ist mit erheblichen baulichen Eingriffen verbunden. Die Gemeindeverwaltung muss
deshalb Anfang März für ein Jahr in ein Provisorium auf dem Werkhof umziehen.

Bald gilt es ernst mit der Renovation des Gemeindehauses Bauma. In der Woche ab dem 5. März zieht die Gemeindeverwaltung in die ehemalige Truppenunterkunft im Werkhof um. Diese gehört der Gemeinde und wurde schon seit Jahren nicht mehr von Truppen belegt. Die Gemeindeverwaltung wird bis zum Abschluss der Renovationsarbeiten am Gemeindehaus im April 2019 im Provisorium auf dem Werkhof bleiben. Deshalb wurden nur minimale Investitionen getätigt, um die Funktionsfähigkeit der vorübergehenden Büroräumlichkeiten zu gewährleisten. «Das Provisorium wird ohne Kosmetik auskommen», sagt Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich auf Anfrage und ergänzt: «Die Funktionalität der provisorischen Büros steht im Vordergrund». So war beispielsweise sicherzustellen, dass die Heizung funktioniert.

Die günstigste Variante bringt Einschränkungen für alle

Zwar seien die Raumverhältnisse knapp, so Fröhlich weiter, doch könne für jeden Mitarbeitenden ein Arbeitsplatz eingerichtet werden: «Die gewählte Lösung war die günstigste Variante, da für die Truppenunterkunft keine Miete zu bezahlen ist.»

Auch für die BewohnerInnen von Bauma und Sternenberg bringt das Provisorium leider Einschränkungen mit sich, denn der Werkhof liegt verkehrsmässig weniger günstig als das zentrale Gemeindehaus. Eine weitere Unannehmlichkeit ist, dass es im Provisorium kaum Sitzungszimmer und weniger Besucherparkplätze als beim Gemeindehaus hat. Deshalb finden Trauungen während der Renovation des Gemeindehauses im Tannenstübli des Gasthauses zur Tanne statt.

Auch Telefonanlage wird gezügelt

Eine besondere Herausforderung stellt, so Fröhlich, das Gemeindearchiv im Dachgeschoss des Gemeindehauses dar. Da es im Provisorium auf dem Werkhof zu wenig Platz für alle Aktenbestände hat, muss ein Teil des Archivguts anderweitig gelagert werden. Hier konnte mit den Räumlichkeiten des Schularchivs in der Schulanlage Altlandenberg eine gute und günstige Lösung gefunden werden.

Wegen des Umzugs bleibt die Verwaltung Anfang März während drei Tagen geschlossen. Da auch die Informatikinfrastruktur und die Telefonanlage gezügelt und neu eingerichtet werden müssen, ist die Verwaltung während dieser Zeit weder telefonisch noch über Mail erreichbar. Dienste, die nicht im Gemeindehaus angesiedelt sind, sind davon jedoch nicht betroffen. Für notwendige Piketts wird eine Lösung mit anderen Telefonnummern eingerichtet.

«Wir haben uns überlegt, einen Teil der Umzugsarbeiten am vorhergehenden Wochenende zu erledigen», sagt Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich, «leider geht dies wegen des Abstimmungswochenendes vom 3. und 4. März nicht. An diesem Wochenende sind Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und das Wahlbüro im Einsatz. Deshalb brauchen wir zwingend die Informatik mit dem Zugriff auf die Systeme des Kantons.» So blieb nichts anderes übrig, als den Umzugstermin auf den 5. bis 7. März zu legen.