Gemeinderat Turbenthal

Erste Sanierungsetappe Tösstalstrasse

Zur Optimierung des Verkehrsflusses und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit plant das Tiefbauamt des Kantons Zürich im Rahmen der Erneuerung der Tösstalstrasse zahlreiche Verbesserungsmassnahmen. Zu diesem Zweck wurde in den Jahren 2012 bis 2015 in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet. Die Gemeindeversammlung Turbenthal bewilligte am 2. Dezember 2013 einen Rahmenkredit von rund zwei Millionen Franken als Gemeindeanteil an den Sanierungskosten. Die Erneuerung soll in drei Etappen im Zeitraum von 2019 bis zirka 2025 erfolgen.

In einer ersten Etappe werden ein Kreisel anstelle der heutigen Kreuzung Tösstal-/St. Gallerstrasse sowie eine neue Linienführung im Gebiet der reformierten Kirche realisiert. Im Bereich des Einlenkers «Käppeliweg» ist ein neuer Fussgängerübergang vorgesehen und der bestehende Fussgängerübergang «Setzipark» soll mit einer kleineren Mittelinsel ergänzt werden. Beim Usserdorfweg ist eine neue behindertengerechte Bushaltestelle geplant. Um das Angebot für den Veloverkehr zu verbessern, soll zudem eine Kernfahrbahn markiert werden.

Um die Mitwirkung der Bevölkerung zu gewährleisten, wurden die Projektunterlagen in der Zeit vom 13. Oktober bis 13. November 2017 bei der Gemeindeverwaltung zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt. Die eingegangenen Bevölkerungs-begehren wurden der kantonalen Baudirektion zur Bearbeitung weitergeleitet. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben wurde auch dem Gemeinderat die Möglichkeit geboten, zur 1. Etappe des Sanierungsprojektes Stellung zu beziehen. Die Behörde hat die Unterlagen geprüft und mit den Festlegungen des erwähnten Betriebs- und Gestaltungskonzeptes verglichen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Planung grundsätzlich den kommunalen Bedürfnissen entspricht. Bei der Weiterbearbeitung sind aus Sicht des Gemeinderates lediglich einige Details zu korrigieren. Diese wurden der kantonalen Baudirektion schriftlich mitgeteilt.

Neue Pachtland- richtlinien

Die Politische Gemeinde Turbenthal besitzt zahlreiche landwirtschaftliche Grundstücke, die an ortansässige Landwirte verpachtet sind. Da diese Parzellen sehr begehrt sind, ist eine möglichst gerechte Verteilung an die interessierten Landwirte anzustreben.

Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat Kriterien für die künftige Vergabe von freiwerdenden Landflächen beschlossen, welche in den «Richtlinien zur Vergabe von landwirtschaftlich genutztem Pachtland» festgehalten sind. Die neuen Rahmenbedingungen gelangen ab 1. Januar 2018 zur Anwendung.

Stellenaufstockung in der Kanzleiabteilung

Das Stellenpensum in der Abteilung Kanzlei ist seit über 25 Jahren unverändert, obwohl in dieser Zeit Aufgabengebiete von anderen Abteilungen übernommen wurden, zusätzliche Tätigkeiten angefallen sind und die Arbeitserledigung im Vergleich zu früher komplexer und aufwändiger geworden ist. Bisher konnte die Mehrbelastung einigermassen aufgefangen werden. Sie hat nun aber ein Ausmass erreicht, welches ohne zusätzliche Ressourcen nicht mehr bewältigt werden kann. Der Gemeinderat hat deshalb eine Stellenaufstockung um 20 Prozent genehmigt. Weil gleichzeitig die Mitarbeiterin in der Abteilung Kanzlei aus Weiterbildungsgründen um Reduktion ihres Beschäftigungsgrades von 100 auf
80 Prozent ersucht hat, wird eine neue 40-Prozent-Sachbearbeiterstelle gebildet.

Administrative Unterstützung

Die Unterhaltsgenossenschaft Neubrunnertal und Umgebung kümmert sich primär um den Unterhalt der zahlreichen Flurwege und Waldstrassen. Mit der Übernahme des Gebietes der ehemaligen Landumlegung Nord ist der administrative Aufwand für den Vorstand der Unterhaltsgenossenschaft stark gestiegen und stellt eine zu grosse Belastung dar. Der Vorstand hat deshalb den Gemeinderat um Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung ersucht.

Das reibungslose Funktionieren der erwähnten Organisation ist von allgemeinem Interesse, nicht zuletzt, weil die Flurwege und Waldstrassen für die Öffentlichkeit einen Freizeit- und Erholungswert aufweisen. Der Gemeinderat hat deshalb dem Gesuch entsprochen. Künftig wird die Gemeindeverwaltung verschiedene administrative Aufgaben für die Unterhaltsgenossenschaft ausführen, wobei der damit verbundene Aufwand mit einer Pauschalentschädigung abgegolten wird.