Gemeinde budgetiert Defizit

Die Laufende Rechnung 2018 der Gemeinde Turbenthal budgetiert einen Aufwandüberschuss von 3,75 Millionen Franken. Zu dessen Deckung werden 47 Steuerprozente oder 3,4 Millionen Franken beansprucht. Zusätzlich ist eine Entnahme 364’900 Franken aus dem Eigenkapital vorgesehen.

Die Gemeinde Turbenthal veranschlagt für die Rechnung 2018 ein Defizit von. 3,75 Millionen Franken. Zu dessen Deckung werden – gleich wie im Vorjahr – 47 Steuerprozente oder 3,4 Millionen Franken aufzuwenden sein. Zusätzlich ist für den Rechnungsausgleich eine Entnahme aus dem Eigenkapital von voraussichtlich 364’900 Franken geplant. Dadurch verringert sich das Eigenkapital per Ende 2018 auf 4,9 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt, den Gesamtsteuerfuss unverändert bei 122 Prozent festzusetzen.

Nur geringfügig höherer Steuerertrag

Trotz der Bevölkerungszunahme rechnet der Gemeinderat für 2018 mit einem nur leicht höheren Steuerertrag. Weil die relative Steuerkraft von Turbenthal auf konstant tiefem Niveau stagniert, der kantonale Durchschnitt aber stetig steigt, wird der Finanzausgleich 2018 um rund 425’000 Franken höher ausfallen als im 2017. Ein Anstieg um 80’000 Franken wird bei der Gewinnausschüttung der Zürcher Kantonalbank erwartet.

Aufwand steigt ebenfalls

Den gesamthaft höheren Erträgen stehen auch höhere Aufwendungen gegenüber. Der Anstieg des Personalaufwandes um rund 90’000 Franken ist einerseits bedingt durch die Umstellung auf das neue Rechnungsmodell (HRM2) und die Einführung einer neuen Finanzsoftware. Diese Projekte sind für die Abteilung Finanzen mit grossem Aufwand verbunden, so dass zeitlich befristete Zusatzressourcen nötig sind. Anderseits werden in der Abteilung Soziales aufgrund ständig steigender Fallzahlen die bisher nicht ausgeschöpften Personalreserven in Anspruch genommen. Der Sachaufwand erhöht sich um knapp 130’000 Franken. Die Hauptgründe liegen bei den steigenden EDV-Verarbeitungskosten (u.a. Einführung von HRM2 und elektronische Geschäftsverwaltung) und bei höheren Ingenieurkosten für die Nachführung des Leitungskatasters. Der Abschreibungsaufwand entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Der Trend der kontinuierlich steigenden Aufwendungen in den Bereichen Gesundheit und soziale Wohlfahrt setzt sich laut Gemeinderat mit einem geschätzten Mehraufwand von 430’000 Franken auch im nächsten Jahr fort. Im Jahr 2018 sind im Verwaltungsvermögen Nettoinvestitionen von 1,9 Millionen Franken vorgesehen. Davon stammen 617’400 Franken aus den gebührenfinanzierten Bereichen (Wasser- und Abwasser) und belasten somit die Steuermittel nicht. Die grössten Investitionen sind mit 1,05 Millionen Franken im Bereich der Gemeindestrassen (Sanierung Tösstalstrasse und Dorfstrasse Oberhofen, Neugestaltung Mühleweg) vorgesehen.

Der Gemeinderat Turbenthal hat den Voranschlag 2018 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2017 verabschiedet. Detaillierte Angaben zu diesem Geschäft können der Weisung entnommen werden, welche rechtzeitig in alle Haushaltungen verteilt wird.