Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein

Das Weihnachtstheater in Neubrunn ist auch eine Freude wegen der Mimik der Kinder (Foto: rg)

Zum 25. Mal wurde das Friedenslicht aus Bethlehem in möglichst viele Teile der Welt verteilt. Auch in Schlatt konnte das Friedenslicht am Freitag vor Weihnachten in Empfang genommen werden und dabei lud die Kirchengemeinde zu einem kleinen Imbiss ein.

Gäbe es diese Tradition des Friedenslichtes nicht, müsste man sie erfinden. Jung und Alt trifft sich zu diesem Anlass im Pfarrhaus Schlatt, wo eine Laterne mit dem Friedenslicht auf die Besucher wartet. Dort kann es in Empfang genommen werden für das eigene Zuhause und um es anderen Menschen in der Nähe weiter zu verschenken, als Zeichen der Wärme, der Zuwendung und der Verbundenheit.

Gleichzeitig hat die Kirchen gemeinde alle eingeladen, sich bei einer Tasse Tee oder einem Glühwein und einem weihnachtlichen Gebäck einen Moment aufzuwärmen und zu verweilen. Dafür haben die fünf Konfirmanden zusammen mit Pfarrer Kurt Gautschi und mit Unterstützung von Mitgliedern der Kirchenpflege im altehrwürdigen Pfarrhaus ein Zimmer festlich eingerichtet und Getränke und einen kleinen Imbiss serviert. Es war ein reges Kommen und Gehen. Man nahm die Einladung gerne an, sich an die bereit gestellten Tische zu setzen, von den fleissigen Konfirmanden bedienen zu lassen und miteinander zu plaudern. Ein willkommener Ruhepunkt zur manchmal doch hektischen Vorweihnachtszeit.

Sinn des Friedenslichts

Das Friedenslicht aus Bethlehem kam am 17. Dezember auf dem Bürkliplatz in Zürich an und wurde mit einem feierlichen Rahmenprogramm den Delegierten aus der Region überreicht. Das Licht steht unter dem Motto «Freude teilen» und soll das Bedürfnis nach Frieden in der Welt und für sich persönlich ausdrücken. Es soll die Menschen motivieren, einen Beitrag für den Dialog und den Frieden zu leisten. Dieser weltumspannende Akt der Solidarität soll Menschen aller Religionen, Hautfarben und sozialer Schichten verbinden.

Und was meinen die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Friedenslicht? Silvan Rechsteiner (14) von Waltenstein sagt: «Das Friedenslicht kommt von Bethlehem und wird überall verteilt. Es ist eine gute Sache, das Licht Heim zubringen und vorher hier gemeinsam beisammen zu sitzen und einen gemütlichen Abend zu geniessen.» Alessio Rosano (15) aus Unterschlatt meint: «Ich finde gut, dass man sich hier treffen und gemütlich zusammensitzen kann. Ich versuche, das Licht sicher nach Hause zu bringen als Friedensbotschaft.» Nils Kramer (13) von Waltenstein sagt: «Ich finde Licht sowieso etwas sehr Schönes.
Vor allem jetzt im Winter hellt es die Dunkelheit auf und man fühlt sich geborgen.»

Leila Rüesch (15) aus Oberschlatt findet: «Es soll ein gemütlicher Abend werden, wo die Leute friedlich zusammensitzen. Ich bringe dann das Licht nach Hause, damit sich dort diese Stimmung auch verbreiten kann.» Jan Stirnimann (14) von Unterschlatt sagt: «Das Licht wirkt beruhigend, was vor allem in der Hektik der Vorweihnachtszeit gut tut. Für uns Schüler ist dieser friedliche Anlass der pure Gegensatz zur lauten Schulsilvesterparty vom Vortag.»