Gefeierte Heimkehr vom eidgenössischen Schützenfest

Gemeinderat Roger Schwender (rechts) bei seiner Rede (Fotos: sr)

Der SV Turbenthal-Neubrunn, der SV Schmidrüti-Sitzberg und der Pistolenschiessverein Tösstal empfingen ihre Schützen mit Würde. Auch der Gemeinderat sowie Freunde und Schaulustige waren am Bahnhof Turbenthal zugegen.

Am vergangenen Samstagabend erwarteten, neben dem Gemeinderat, Delegationen der Turbenthaler Vereine, Freunde und Schaulustige die Ankunft des Zuges am Bahnhof Turbenthal. Mit viel Engagement gab der Umzugsordner Armin Giger die letzten Hinweise, wie der Umzug geordnet werden soll, nachdem das Aufstellen der Fahnenträger und die Art des Schwenkens geklärt waren. Er erklärte breitwillig und nicht ohne Stolz, dass ein solcher Empfang allen Heimkehrenden der Turbenthaler Vereine vom «Eidgenössischen» zuteilwerde.

Fast zu früh fuhr der Zug mit den aus dem Wallis kommenden Schützen ein. Die Harmonie Turbenthal spielte, als die Sportschützen ausstiegen und sich ihrerseits mit ihren Fahnen zur Begrüssungszeremonie aufstellten. Ein farbenfrohes Schauspiel, das sich dann in einem Umzug geordnet von der Bahnhofstrasse, der Tösstalstrasse entlang, bis zum Schützenhaus beim Gmeiwerch bewegte. Vorab und zuhinterst die Feuerwehr, die für einen reibungslosen Ablauf auf der Strasse sorgte, dann die spielende Harmonie Turbenthal, gefolgt von den drei Schiess-vereinen, dann die Delegationen der Vereine und schliesslich die Besucher und Gäste.

Begeisterung beim Gemeinderat

Mit viel Freude und Herzblut eröffnete Gemeinderat Roger Schwender seine Festrede und tat seine Begeisterung über den gelungenen Empfang kund. Es sei ihm ein grosses Anliegen, diese Tradition in Turbenthal zu erhalten, festige es doch den Zusammenhalt unter den Vereinen. Es sei im Wallis sicher viel «gschrüblet» und «gefachsimpelt» worden und sicher sei auch, dass nicht immer alle Schützen zeitig ihre Betten gefunden hätten. Einer hätte sogar ins Zimmer eingeschlossen werden müssen, meint er schelmisch, aber er sage nicht, wer das gewesen sei. Nach einem «Rundum Dankeschön» und Gratulationen an die erfolgreichen Schützen, wünschte er für die Zukunft allen «gut Schuss».

Tradition bewahren

Es folgten kurze Reden und Würdigungen der drei Präsidenten der örtlichen Schiessvereine. Organisator Walter Fehr berichtete nach einem Dankeschön an alle, das das Tösstal auf der Heimreise tot gewesen sei. Auf keinem Bahnhof sonst wurden die Schützen empfangen. Er habe sogar im Wallis kurzerhand beschlossen, den hervorragenden drittplatzierten Schützen Pascal Bachmann aus Wila, SV Russikon, kurzerhand an den Empfang nach Turbenthal einzuladen, weil auch Russikon diesen Brauch nicht pflege. Eine sehr schöne und sportliche Geste. Anfang Juli herrschte an den Schiesstagen grosse Hitze, was die Resultate sicherlich beeinflussen konnte, trotzdem sei eine Gesamtleistung von 89.02 Punkten erreicht worden und somit hing der Lorbeerkranz mit Silbereinlage an der Fahne.

Roger Schwender ehrte nach seiner Rede, in der er das schöne Aussteigen aus dem Zug am Bahnhof, aber auch die grosse Hitze in Raron erwähnte, Jürg Manz, der von 10’134 Schützen den hervorragenden zehnten Rang, mit 474 von 500 Punkten erreichte. Zum Schluss wurde noch der sensationelle erste Platz von Pistolenschütze Martin Uhr gefeiert, den er mit einer Grosskaliberpistole erkämpfte.

Das Fazit ist, dass man mit den Leistungen an andere Jahre anknüpfen könne und es ein sehr gelungenes, gut organisiertes «Eidgenössisches» gewesen sei. So wolle man in fünf Jahren auf jeden Fall wieder daran teilnehmen und ganz bestimmt die Heimkehrer gebührend empfangen.