Aus dem Gemeinderat Zell

Fahrplanverfahren

Der Gemeinderat Zell akzeptiert den Verbundfahrplan 2018 bis 2019 und befürwortet weiterhin einen durchgehenden Betrieb der neuen S-Bahnlinie S11. Im Fahrplanverfahren ist die öffentliche Mitwirkung an der Entwicklung des Angebots im öffentlichen Personenverkehr ein fester Bestandteil. Grundlage dieses Verfahrens ist die Fahrplanverordnung, welche die Erstellung, Veröffentlichung der Fahrpläne und Betriebspflicht regelt. Die Anhörung der Öffentlichkeit ist somit verpflichtend. Der Gemeinderat hat bereits seit seiner Kenntnisnahme vom Verbundfahrplanprojekt 2018 bis 2019 im regionalen Interesse beantragt, dass der künftige Betrieb der S11 auch in den Randzeiten sicherzustellen sei. Zudem unterstützt der Gemeinderat die Änderungsbegehren der Interessengemeinschaft IG Tösstallinie. Der Verkehrsrat hat am 6. Juli 2017 den geplanten Angebotsänderungen für die Fahrpläne 2018 bis 2019 zugestimmt; dies jedoch ohne Gutheissung einer durchgehenden S11. Die Unterlagen für die Rekursauflage wurden der Gemeinde durch die ZVV-Direktion am 18. August 2017 übermittelt. Gemäss dem Gesetz über den öffentlichen Personenverkehr steht den Gemeinden das Recht zu, gegen das Verbundangebot Rekurs an den Regierungsrat zu erheben. Der Zeller Gemeinderat ist nach einer vertieften Abwägung zum Schluss gekommen, es sei auf einen Rekurs zu verzichten. Der Gemeinderat bedauert sehr, dass die S11 nur in den Hauptverkehrszeiten auf der Tösstallinie neben dem Thurbo verkehren wird. Der Gemeinderat wird sich auch in Zukunft für den durchgehenden Betrieb der S11 einsetzen.

Ersatzwahl Kulturkommission restliche Amtsdauer

Brigitte Richli, wohnhaft in Kollbrunn, erklärte aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt aus der Kulturkommission. Der Gemeinderat bedauert das Ausscheiden von Brigitte Richli und wünscht ihr gute Besserung. Brigitte Richli werden die geleisteten Dienste herzlich verdankt. Der Gemeinderat hat auf Antrag der Kulturkommission Monika Mathiuet, wohnhaft in Zell, per 1. September 2017 für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 gewählt. Der Gemeinderat gratuliert Monika Mathiuet zur Wahl und wünscht ihr eine erfolgreiche Behördentätigkeit.

Abklärungen zur KTF-Brücke

Der Gemeinderat blickt zurück auf ein gelungenes Kantonales Turnfest (KTF) in Rikon. Die zum Einsatz gekommene provisorische KTF-Brücke über die Töss erfreute sich einer grossen Beliebtheit, weshalb der Gemeinderat beim zuständigen kantonalen Amt (AWEL) abklären liess, ob diese provisorische Brücke erhalten werden könne. Die KTF-Brücke wurde als Provisorium konstruiert und durch das AWEL zeitlich befristet bewilligt. Der Erhalt dieser Brücke ist nicht möglich. Die alternativen Abklärungen für die bauliche Realisierung eines Schwemmsteges wurden ebenfalls getroffen. Beim sogenannten Schwemmsteg ist, wie auch bei der KTF-Brücke, eine Bedarfsabklärung im wasserrechtlichen Konzessionsverfahren erforderlich. Als Bauherrschaft und Werkeigentümerin eines neuen Schwemmsteges hat die Politische Gemeinde Zell aufzutreten, welche auch den baulichen und betrieblichen Unterhalt übernehmen müsste. Gemäss den Erfahrungen des AWEL-Gewässerunterhalts sei ein Schwemmsteg zwischen 20 und 30 Mal pro Jahr bei steigendem Wasserspiegel der Töss zu öffnen und müsse dann durch die Gemeinde mit geeigneten Mitteln wieder zugezogen werden. Dabei würde für die Gemeinde bei Personen- und Sachschaden eine scharfe Kausal- beziehungsweise Werkeigentümerhaftung gelten (Artikel 58 des Obligationenrechts). Der Gemeinderat Zell qualifiziert unter Berücksichtigung aller Interessen den Bau einer Brücke oder eines Schwemmsteges für nicht weiter prüfenswert.

Feuerwehr Zell: Führungswechsel

Der Feuerwehr Zell steht im Jahreswechsel 2017/2018 auch ein Führungswechsel im Kommando und in der Ausbildung bevor: Feuerwehrkommandant Hauptmann Jürg Frei, wohnhaft in Kollbrunn, diente der Feuerwehr Zell während 32 Jahren, davon sechs Jahre als Kommandant. Er wird Ende 2017 als Feuerwehrkommandant zurücktreten. Ebenfalls auf Ende dieses Jahres tritt Oberleutnant Heinz Ledergerber, wohnhaft in Turbenthal, von seiner Funktion als Feuerwehrkommandant Stellvertreter und Ausbildungschef zurück. Heinz Ledergerber diente der Feuerwehr Zell während 30 Jahren, davon sechs Jahre als Feuerwehrkommandant Stellvertreter und Ausbildungschef. Der Gemeinderat verdankt den beiden Persönlichkeiten Jürg Frei und Heinz Ledergerber herzlichst ihre während mehr als drei Jahrzehnten treu und vorzüglich geleisteten Dienste im Interesse der Sicherheit der Gemeinde Zell.

Der Gemeinderat nahm für die Nachfolge im Kommando und in der Ausbildung per 1. Januar 2018 die Wahl von zwei ausgewiesenen Führungspersönlichkeiten vor: Der neue Feuerwehrkommandant ist Oberleutnant Roman Siegenthaler, wohnhaft in Kollbrunn. Er dient der Feuerwehr Zell seit 2006 und hat alle Stufen der Ausbildung vom Grad des Korporals (2010) bis zum Oberleutnant (2017) durchlaufen. Der neue Kommandant Stellvertreter und Ausbildungschef der Feuerwehr Zell ist Oberleutnant Stefan Hochreutener, wohnhaft in Kollbrunn. Er dient der Feuerwehr Zell seit 2010 und hat alle Stufen der Ausbildung vom Grad des Korporals (2012) bis zum Grad des Oberleutnants (2017) durchlaufen. Der Gemeinderat gratuliert herzlich den neu gewählten Führungsverantwortlichen der Feuerwehr Zell und wünscht ihnen weiterhin alles Gute.Ferner hat der Gemeinderat Folgendes beschlossen:

  • Die Auftragserteilung für das Vorprojekt zur Sanierung der Schiessanlagen Rikon/Lochfeld (300 und 50 Meter) mit Kosten in Höhe von 8640 Franken
  • Die Auftragserteilung zur Sanierung des alten Kindergartens in Kollbrunn für die erforderlichen Malerarbeiten und die Gerüstarbeiten mit einem Kostendach von 36’913 Franken respektive 12’500 Franken.