Erfolgreicher Auftakt für das Frauenforum Tösstal

Umringt von Mitgliedern des Frauenforums freuen sich die gewählten Frauen über ihre Wahl in ein Behördenamt. Vorne rechts: Jenny Keller, die als jüngste Frau in die Primarschulpflege Wila gewählt wurde (Foto: rg )

Das Frauenforum Tösstal und Umgebung feierte am 26. April mit einer Wahlfeier die gewählten Frauen. Nebst vielen Wiederwahlen in Behörden wurde Sabine Oberländer neu mit dem zweitbesten Resultat in den Gemeinderat von Wildberg gewählt.

Pink, das ist die Erkennungsfarbe des Frauenforums Tösstal und Umgebung. Die Farbe hat eine strahlende Leuchtkraft, und ebenso strahlend waren die Frauengesichter anlässlich der Wahlfeier im «Sticki Kaffee» in Turbenthal. Präsidentin Cornelia Oelschlegel freute sich in ihrer Begrüssungsrede, dass das Frauenforum etwas bewegt habe. Auf jeden Fall zog es das Medieninteresse auf sich. Sogar das Schweizer Radio war auf die Bewegung aufmerksam geworden: In der Sendung «Regional Diagonal» kam die Präsidentin des Forums nach dem Wahlsonntag zu Wort. Auch wenn die Reporterin von «Claudia Oelschlegel» redete, das fröhliche Lachen aus dem Radio gehörte zweifelsfrei zur Zugmaschine der Frauen.

«Wichtig ist, dass das Frauenforum dranbleibt!» stellte Cornelia Oelschlegel ihre Forderung an die Zuhörerinnen. Das mag gelingen, gehören der Bewegung doch auch ganz junge Frauen wie Jenny Keller an. Noch nicht einmal 19-jährig, ist sie in Wila neu in die Primarschulpflege gewählt worden, und erhielt aus der Hand der Präsidentin einen Blumenstrauss. Den Mitgliedern des Ressorts «Wahlen und Behörden» hingegen übergab sie als Dank für die geleistete Arbeit eine «Pink Lady». In einen süssen Apfel beissen dürfen nebst Theres Agosti (Leitung) auch Gabriella Pfaffenbichler, Georgette El-Ladki und Loni Kuhn. Das Frauenforum gedeiht so, wie es bei der Gründung gewünscht worden war. Inzwischen ist es auf 50 Mitglieder angewachsen, es ist damit zu rechnen, dass es noch mehr werden. 

Eine Rose für die gewählten Frauen

Jede der gewählten Frauen erhielt aus der Hand von Theres Agosti eine Rose, für Turbenthal waren dies Gabriella Pfaffenbichler (Präsidentin Primarschulpflege), Erna Brüngger (Präsidentin reformierte Kirchgemeinde), Christiane Tüscher, Christa Hess und Georgette El-Ladki (alle Sekundarschulpflege Turbenthal-Wildberg). Für Wila nahmen die Blume in Empfang: Jenny Keller und Sandra Früh (Primarschulpflege). Es fehlten hier Gisela Wahl (Präsidentin Primarschulpflege) sowie Marianne Heusi (Präsidentin reformierte Kirchenpflege). Sabine Oberländer schaffte die Wahl in den Gemeinderat Wildberg, dazu kommen bei der Primarschulpflege Manuela Hochuli und die abwesende Andrea Böheim. 

Angemesene Frauenvertretung anstreben

In ihren Worten an die anwesenden Frauen strich Theres Agosti heraus, dass derzeit im Tösstal von 40 Gemeinderäten fünf davon Frauen seien. In der nächsten Legislatur seien von 36 Gemeinderatssitzen immerhin mit neun Frauen besetzt. «Ein Viertel ist aber noch nicht genug», meinte sie, und hob hervor: «Für gute Lösungen der anstehenden Herausforderungen braucht es Leute in den Behörden mit verschiedenen Lebenshintergründen und Perspektiven». Es brauche angemessene Vertretungen, auch durch Frauen. Damit mehr bewirkt werden könne beim Lösungen suchen. «Wir Frauen müssen den gesellschaftlichen Wandel in den Gemeinden mitbestimmen», appellierte die Kantonsrätin an die Anwesenden. Mitgestaltung heisse das Losungswort. Daher sei es gut, dass durch Vernetzung auch Stärke aufgebaut werde und stellte für die Behördenfrauen ein Vernetzungstreffen im Herbst in Aussicht. Die prägnante kleine Rede von Theres Agosti spannte den Bogen hin zum Apéro, wo es möglich wurde über das Gehörte und Erlebte zu reden und vor allem aber, sich gegenseitig kennen zu lernen.