Er kennt das Tösstal dank Radtouren

Massimo Diana ist der neue Chefredaktor (Foto: Albert Büchi)

Seit 1. März steht die Redaktion des «Tößthalers» definitiv unter der Leitung von Massimo Diana. Er holte sich das nötige Rüstzeug bei verschiedenen Betrieben in der Medienwelt.

Massimo Diana nahm die Arbeit in Saland anfangs Dezember 2016 auf. Seit 1. März leitet er nun offiziell die Redaktion des «Tößthalers».

Der 55-Jährige wuchs in Winterthur auf, wo er auch heute noch wohnt. Er studierte an der Universität Zürich Geschichte, Publizistik und Bundesstaatsrecht. Nach dem Abschluss des Studiums führte in 1988 ein Zufall zur «Winterthurer Arbeiterzeitung» («Winterthurer AZ»), die damals noch fünfmal pro Woche erschien. Während der Wirtschaftskrise anfangs der 90er-Jahre ging Massimo Diana zum «Schweizer Baublatt» in Rüschlikon, das in Magazinform zweimal pro Woche herausgegeben wurde und in der Baubranche weitverbreitet war.

Nach etwa vier Jahren verspürte er Lust auf Neues und auf ein 80-Prozent-Pensum. Da dies beim «Baublatt» nicht möglich war, wechselte er zur «Telekurs» in Zürich. Schon bald wurde er vom Winterthurer «Landboten» angefragt für die Mitarbeit in der Stadtredaktion. Rund viereinhalb Jahre schrieb Diana Artikel für die Regionalzeitung, dann holte ihn das «Baublatt» zurück. Dort hatte es in der Zwischenzeit einige Veränderungen gegeben. Der Rückkehrer war nun verantwortlichen für den politischen und wirtschaftlichen Teil.

Massimo Diana absolvierte eine Nachdiplomstudium in Kommunikation und war nun für einen kleinen Verband tätig, doch bald lockte ihn eine Anstellung bei der Zeitschrift «Schweizer Bauwirtschaft», die Verbandszeitung der Baumeister. Nach rund vier Jahren schien ihm aber, der Baumeisterverband stehe nicht richtig hinter seinem Publikationsorgan, weshalb er die Redaktion wieder verliess. Nun lenkt er also die Geschicke der Lokalzeitung im Tösstal. Sein Ziel ist, den «Tößthaler» zur selbstbewussten Stimme der Region zu machen und den Tösstalern sowie ihren Anliegen Raum und Stimme zu geben.

Oft im Tösstal unterwegs

Das Tösstal ist ihm seit Jahren bekannt. Hier ist er immer wieder mit seinem Fahrrad unterwegs. «Radfahren ist für mich mehr als ein Hobby, schon eher eine Reisephilosophie», verrät der neue Chefredaktor. Er hat sicher schon über 30 grössere Radtouren unternommen – meistens mit zwei Kollegen, manchmal auch allein. Als eindrücklichste Reise bezeichnet er die Fahrt vom Genfersee über viele Pässe, die auch oft Teil der Tour de France sind, bis ans Mittelmeer. Übernachtet wird dabei jeweils im Zelt. «Dabei lernt man, zu improvisieren», sagt Massimo Diana.

Als weitere Hobbys nennt er Tanzen (derzeit vor allem Bal Folk, also alte Tänze) und Lesen. Seinem Studium entsprechend ist er dabei in erster Linie an Sachbüchern und Romanen mit historischem Hintergrund interessiert.