Ehemaliges Arrestgebäude wird saniert

Für die Sanierung des «Chäppeli» hat der Gemeinderat Wila einen Kredit bewilligt (Foto: Albert Büchi)

Der Gemeinderat Wila hat an seiner letzten Sitzung Kredite für die Sanierung des «Chäppeli» und der Gemeindestrassen sowie die Untersuchung von Altlasten bewilligt. Zudem wählte er ein neues Baukommissionsmitglied und genehmigte zwei Bauabrechnungen.

Die gemeindeeigene Liegenschaft Chäppeli an der Schalchen-strasse ist renovationsbedürftig und muss saniert werden. Der Gemeinderat hat dafür einen Kredit von 70’000 Franken bewilligt. Das Gebäude ist im kommunalen Inventar der schützenswerten Objekte als erhaltenswert aufgeführt. Der Bau wurde 1920 von der Politischen Gemeinde Wila als «Arrestgebäude mit Wagenremise» erbaut und dient heute als Magazin.

Strassensanierungen

Wie jedes Jahr wird im Frühling die Werkequipe den Zustand der Gemeindestrassen kontrollieren und beurteilen. Aufgrund dieser Beurteilung werden anschliessend die festgestellten Belagsrisse saniert. Belagsrisse entstehen früher oder später in der Belagsdecke. Temperaturwechsel, Frost sowie zu schwacher Untergrund können mögliche Ursachen dafür sein. Wichtig ist die Abdichtung dieser Risse, damit Wasser nicht in tiefere Schichten eindringen kann und der Belag dadurch weiter beschädigt wird. Für die Sanierung der Belagsrisse hat der Gemeinderat einen Kredit von 20’000 Franken bewilligt.

Neues Baukommissionsmitglied und Termin Erneuerungswahlen

Als Nachfolger für den anfangs Februar verstorbenen René Ledermann hat der Gemeinderat für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Bruno Wagner als Mitglied in die Baukommission Wila gewählt.

Im Frühjahr 2018 finden die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2018 bis 2022 statt. Der Gemeinderat hat den Wahltermin für den ersten Wahlgang auf Sonntag, 22. April 2018 festgesetzt. Eventuell notwendig werdende zweite Wahlgänge finden am 10. Juni 2018 statt. Allfällige Rücktritte (inkl. Wahlbüro, Nebenämter und Kommissionen) auf Ende der laufenden Amtsperiode sind bis 30. September 2017 schriftlich an die Gemeindeverwaltung Wila einzureichen.

bfu-Sicherheitsdelegierter Ernst Bieri

Kürzlich wurde Ernst Bieri von der bfu Beratungsstelle für Unfallverhütung für seine 30-jährige Tätigkeit als Sicherheitsdelegierter in der Gemeinde Wila geehrt. Auch der Gemeinderat dankt Ernst Bieri für seinen langjährigen Einsatz bestens. Die bfu hat ein grosses Netzwerk für Unfallverhütung in Städten und Gemeinden mit zirka 1200 bfu-Sicherheitsdelegierten aufgebaut. Diese entdecken Unfallgefahren in den Gemeinden und schlagen Massnahmen für mehr Sicherheit zum Beispiel im Sport, im Haushalt und im Strassenverkehr vor. Durch ihre Empfehlungen tragen die bfu-Sicherheitsdelegierten viel zur Lebensqualität der Bevölkerung bei.

Altlastenuntersuchung

Zwischen Tössuferweg und dem ehemaligen Werkhof der BWT Bau AG wurde durch die Gemeinde Wila in den 1950er-Jahren eine Gemeindedeponie für Siedlungsabfälle betrieben. Dieser Bereich wurde vom AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich als «untersuchungsbedürftig» im Kataster der belasteten Standorte eingetragen.

Die definitive Beurteilung eines allfälligen Sanierungsbedarfs ist allerdings ohne technische Untersuchung nicht möglich. Ob nach Abschluss dieser Voruntersuchung weitere Massnahmen nötig sind (z.B. Detailuntersuchung, Sanierungsuntersuchung, Grundwasserüberwachung) ist von den Resultaten abhängig. Mit den notwendigen Abklärungen hat der Gemeinderat die dafür spezialisierte Simultec AG aus Zürich beauftragt und einen Kredit von insgesamt 30’000 Franken bewilligt.

Belastete Standorte sind Zeugen einer Zeit, in der noch keine umweltverträgliche Entsorgung von Abfällen bekannt war. Was bei der Produktion in Betrieben übrig blieb oder in Privathaushalten nicht mehr verwertet werden konnte, wurde üblicherweise vergraben oder auf Deponien abgelagert. Solche ehemaligen Ablagerungsstandorte sind in allen Zürcher Gemeinden anzutreffen.

Bauabrechnungen genehmigt

Im letzten Jahr wurde das Teilstück Rosengarten der Wasserleitung Dorf-Tannau ersetzt. Die Bauabrechnung schliesst bedingt durch zusätzliche Grabarbeiten mit einer Kreditüberschreitung von rund 20’400 Franken ab – dies bei einem bewilligten Kredit von 99’000 Franken. Der Ersatz der Holzschnitzelheizung sowie die Teilsanierung des Schlachtlokals im Werkhof Huebwies kosteten 199’646 Franken; gerechnet hat der Gemeinderat mit Aufwendungen von 228’000 Franken.

Neuzuzügertag und Geschwindigkeitskontrollen

Der Gemeinderat organisiert am Samstag, 16. September einen Neuzuzügertag. Die betroffenen Einwohner werden zur gegebenen Zeit eine persönliche Einladung erhalten.

Die Kantonspolizei hat am 16. März an der Tösstalstrasse Richtung Turbenthal eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Kontrolliert wurden 914 Fahrzeuge. Es mussten 53 Übertretungen geahndet werden. Die dabei gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 64 km/h; erlaubt ist Tempo 50.

Balz Zinniker, Gemeindeschreiber