Drei Rechnungen im Schnellzugstempo genehmigt

In 45 Minuten hatten die 28 Stimmberechtigten alle Geschäfte der drei Gemeinden, der Primarschulgemeinde, der politischen Gemeinde und der Reformierten Kirchgemeinde einstimmig angenommen und die aktuellen Mitteilungen zur Kenntnis genommen.

Thomas Keller als Vizepräsident der Primarschulpflege eröffnete den Abend und stellte kurz die Jahresrechnung 2016 vor. Der Aufwandüberschuss von 14’165 Franken hatte sich wegen den unruhigen Zeiten in der Schule und den Schulpflegewahlen entwickelt, der Ertrag belief sich auf 1’762’669 Franken und der Aufwand auf 1’776’835 Frankien. Ohne Rückfragen wurde die Jahresrechnung einstimmig genehmigt.

Da keine Anfragen eingegangen waren, wechselte Thomas Keller direkt zu den Mitteilungen. Er begrüsste herzlich die frisch gewählten Schulpflegerinnen, die beiden Irenes (Irène Bruderer und Irene Funk, waren an der Gemeindeversammlung anwesend. Die Schulfusion ist auf gutem Weg, es gibt die nächsten Informationsveranstaltungen, am 21. Juni in Elsau (Schwergewicht-Thema Oberstufe) und am 28. Juni in Schlatt, jeweils 20 Uhr. Es wäre toll, wenn sich interessierte Eltern an den Veranstaltungen aktiv an der Schul-Zukunft beteiligen. Die Schulsekretärin Roswitha Hänni hat Ende Mai gekündigt, ad interim hat die Gemeindeverwaltung, Peter Leemann, diese Arbeiten bis zur Abstimmung über die Schulen im November übernommen.  Die Lehrerin Erika Gujer verlässt die Schule Schlatt. Durch Aufstockung der Pensen anderer Lehrpersonen wird diese Vakanz aufgefangen. Am Dienstag, 20. Juni geht die gesamte Schule Schlatt mit einem eigenen Postauto-Shuttle zum Turnfest nach Rikon. Dort findet dann der Schulsporttag statt.

Gemeindepräsident Urs Schäfer gab ein paar Stichworte zur Jahresrechnung 2016, die mit einem Aufwand von 3’787’924 Franken und dem Ertrag von 4’050’020 Franken abschliesst. Das Budget 2016 war ausgeglichen geplant, der Überschuss von 262’096 Franken ist das erfreuliche Ergebnis vieler Kleinigkeiten, die in allen Ressorts ein bisschen günstiger waren: Mal da eintausend Franken günstiger als geplant, mal dort zweihundert weniger, ein bisschen höhere Steuereinnahmen und das Wetterglück des milden Winters, sodass der Winterdienst wenig gebraucht wurde. Einstimmig und ohne Fragen wurde die Jahresrechnung 2016 abgenommen. Auch hier waren keine Anfragen eingegangen und es gab noch ein paar Informationen mitzuteilen.

Die Neuausrichtung der Spitex Elsau-Schlatt ist in vollem Gange, der Neustart ist auf den 1. Januar 2018 vorgesehen. Herzlichen Dank an Röbi Bosshard für die ausgezeichnete Vorstandsarbeit bisher und die wichtige Mithilfe bei der Überführung in die neue Stiftung Spitex Elsau-Schlatt. Sämtliche MitarbeiterInnen werden übernommen, es werden neue Leistungsvereinbarungen abgeschlossen, für die Klienten und Patienten ändert sich somit nichts.

Dranbleiben für gute Postautoverbindungen

Der Gemeinderat kämpft für ein paar kleine Anpassungen im neuen Postauto-Fahrplan (ab Dezember 2018), die für die Bevölkerung der Gemeinde Schlatt wichtig sind. Neu gibt›s keine Verbindung mehr alle 30 Minuten in die beiden Richtungen ab Unterschlatt, sondern die Busse kreuzen einmal stündlich in Unterschlatt. Es ist noch in Abklärung, ob zeitweise eine Schlaufe nach Oberschlatt möglich wäre (Standzeit in Unterschlatt ausnützen). Desweiteren fehlt neu die bisherige Verbindung über Mittag von Elsau nach Unterschlatt, ansonsten können die Oberstufenschüler nicht mehr heim zum Mittagessen. Die Unterschriftensammlung mit über 200 Einträgen hat dieses Bedürfnis verstärkt. Auch wäre es schön, morgens und abends für die Pendler einen zusätzlichen Bus zu haben. Erfreulicherweise fährt ab Dezember 2018 der erste Bus morgens um 5.16 Uhr ab Unterschlatt, Richtung Winterthur. Für die Pendler ist dies ideal. Der Gemeindepräsident Urs Schäfer bleibt dran – die Eingaben müssen zuerst zur Postauto-Zürich und bei deren Wohlwollen weiter zum ZVV.

Kirchenfusion: Helfer in Arbeitsgruppen gesucht

Verena Wüthrich begrüsste die 23 Stimmberechtigen der Reformierten Kirchgemeinde und pickte einige Beispiele aus der Jahresrechnung heraus, die den Aufwandüberschuss von 46’425 Franken auch verursacht haben. Im April 2016 wurde die Brandmeldeanlage für 2500 Franken umgerüstet (zu viele Fehlalarme) und die Reparatur einer verklemmten Orgelpfeife für 1000 Franken waren die Beispiele. Im Gegensatz zur politischen Gemeinde ist die Kirchgemeinde noch im Finanzausgleich und muss somit noch deren finanztechnische Vorschriften einhalten. Die Jahresrechnung 2016 schliesst mit einem Aufwand von 326’847 Franken und einem Ertrag von 280’421 Franken ab. Einstimmig wurde die Rechnung 2016 von den Stimmberechtigen abgenommen.

Verena Wüthrich konnte nun einige Mitteilungen verlesen: Am 9. Juli findet ein Open-Air-Gottesdienst beim Schulhaus Schlatt statt, als musikalische Begleitung wird Heiri Müller (ex Tagesschau-Sprecher) dabei sein und anschliessend ein kleines Konzert geben. Im September sind die Gemeindeferien in Scuol geplant, in Thermalquellen baden, in der Unterengadiner Landschaft wandern und gemeinsame Zeit verbringen, gerne darf man sich schon anmelden.

Ab dem Winterhalbjahr, Mitte Oktober, wird in der Kirche Schlatt jeweils am dritten Sonntag des Monats ein «Wort + Musik» Anlass stattfinden. Die Kirchenpflege wird die Akustik-Anlage erneuern lassen, der Antrag an die Stimmberechtigten ist noch nicht parat, es wird wohl eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung für dieses Traktandum nötig werden.

Die Kirchenfusion Elgg-Elsau-Schlatt ist auf gutem Weg, die Vorarbeiten laufen in allen Ressorts stetig voran. Es werden noch mitdenkende Kirchgemeindemitglieder gesucht, die gerne in einer der Arbeitsgruppen zur Kirchgemeinde Eulachtal mithelfen möchten. Es wird jeweils ein gemeindeübergreifendes Thema in einem Monat besprochen, abgeschlossen und danach das nächste Thema angegangen. Gerne darf man sich beim Pfarrer Kurt Gautschi melden. Da die Fusion auf 2020 geplant ist, haben sich schon fast alle bisherigen Kirchenpflege-Mitglieder bereit erklärt, sich bei den Erneuerungswahlen im 2018 nochmals für die verbleibenden zwei Jahre zur Verfügung zu stellen.

Beim anschliessenden Apero, gespendet und vorbereitet von der Kirchenpflege Schlatt, wurde noch ausführlich über die kommenden Veränderungen gesprochen.