Die Wasserkommission setzt sich für mehr Öffentlichkeitsarbeit ein

Blicke in die Tiefe des Wasserreservoirs Risi mit Fassungsvermögen von zweimal 400 Kubikmeter (Foto: zVg)

Wasser und sein Kreislauf: Durch über 50 Kilometer Leitungsnetz fliesst in Turbenthal immer sauberes Wasser für alle Bewohner. Dafür sorgt die Wasserkommission, wie auch für den nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff.

Am 14. März organisiert die Wasserkommission Turbenthal einen Informationsabend zur kostbarsten Ressource überhaupt: Wasser. Dieser Anlass ist seitens der Gemeinde ein erster Schritt in Richtung mehr Öffentlichkeitsarbeit punkto Wasserversorgung. In Turbenthal ist seit Jahren die Wasserkommission für die Sicherstellung der Wasserversorgung der gesamten Gemeinde mit Trink-, Brauch- und Löschwasser in einwandfreier Qualität zuständig. Dafür leitet sie den technischen sowie administrativen Bereich, sprich den gesamten Betrieb der hiesigen Wasserversorgung.

Turbenthal bezieht sein Wasser zu 66 Prozent aus Quellwasser und zu 34 Prozent aus Grundwasser. Damit speist die Gemeinde 390 Hydranten, 16 Laufbrunnen und Haushalte mit rund 4700 Einwohnern. Die von der Wasserkommission betreute Infrastruktur umfasst heute 16 Quellfassungen, neun Reservoirs mit 3290 Kubikmetern Inhalt, ein Quellwasser-, ein Grundwasser- und drei Stufenpumpwerke, dazu über 50 Kilometer Hauptleitungsnetz. Die Wasserkommission sorgt dafür, dass diese Infrastruktur immer gut erhalten bleibt. Allfällige Lecks in den Leitungen werden umgehend repariert, sowie in die Jahre gekommene Teile ausgewechselt. Die Wasserqualität wird durch regelmässige Kontrollen durch den Kanton gewährleistet. Zusätzlich lässt Turbenthal auf freiwilliger Basis die Laufbrunnen kontrollieren, damit auch aus diesen offizielles Trinkwasser fliesst.

Die Wasserkommission im Wandel

Entstanden ist die Wasserkommission vor vielen Jahren, als Zusammenschluss von überwiegend privaten Wasserversorgern und Genossenschaften. Die volle Übertragung der Wasserversorgung auf die Gemeinde begann erst vor etwa zwanzig Jahren, da die benötigten finanziellen Mittel für die Instandhaltung der Infrastruktur für die Betreiber nicht mehr tragbar waren. Heute wird die Wasserversorgung unter Aufsicht des Gemeinderats verwaltet. Eine jüngere Errungenschaft der Kommission ist zum Beispiel die Ersetzung sämtlicher Wasserzähler in den Haushalten. Neu sind diese elektronisch. Der Besuch zum Zählerablesen erübrigt sich damit, weil das System die Wasserstände nun automatisch erfasst. Auch als ein Liegenschaftsbesitzer die Annahme äusserte, dass auf seinem Grundstück zu viel Wasser verbraucht wird, handelte die Kommission. Sie hat Interesse daran, dass auch der Liegenschaftsbesitzer fair behandelt wird. So wurde mit Experten und Tests vor Ort versucht, die Situation zu klären. Als nächste Projekte stehen die Sanierung der Leitung an der Girenbadstrasse und die Tieferlegung der Rohre beim geplanten Kreisel bei der Kirche an.

Qualität gewährleistet

Die Wasserkommission setzt sich aus den drei Brunnenmeistern des versorgten Gebietes, der Abteilungsleiterin Werke Turbenthal sowie einer Person aus der Bevölkerung zusammen. Da sie traditionell dem Ressort Gesundheit zugeteilt wird, ist ihr Präsident, seit seinem Amtsantritt als Gemeinderat 2015, Heinz M. Schwyter. Aufgrund des neuen Gemeindegesetztes wird die Wasserkommission aber Ende Juni 2018 aufgelöst. «Das finde ich auch gut so», sagt Schwyter. Mit der Neuordnung werden die Aufgaben an die zuständige Person im Gemeinderat und bei den Werken und an den Brunnenmeister übergeben. Somit ist die Wasserversorgung wie auch die Qualität weiterhin einwandfrei gewährleistet. Dazu hat der Regierungsrat das neuste generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP) genehmigt, welches als Basis für die weitere Planung von Leitungen, Pumpen und Reservoirs für die nächsten zehn Jahre gilt. Schwyter ist froh, dass die Wasserversorgung durch die Gemeinde geregelt ist. Von einer Privatisierung und somit Kommerzialisierung, wie es das Zürcher Kantonsparlament nun zum Teil erlauben will, hält er nichts. «Wasser ist nicht nur zum Hände waschen oder Duschen da. Es ist ein Lebensmittel, wir alle brauchen Wasser, und muss für alle jederzeit erschwinglich sein», erklärt Schwyter.

Mit ihrem Grundsatz «Nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen» ist es der Gemeinde ein Anliegen, die Bevölkerung für den Wasserverbrauch zu sensibilisieren. So wird die vorgesehene Öffentlichkeitsarbeit auch vom Gemeinderat weitergeführt werden. Das soll laut Schwyter aber nicht lehrmeisterlich daherkommen. Aus den Informationen könne man sich zwar auch privat einen Nutzen ziehen, hauptsächlich sollen sie aber aufklären und Spass machen.

Informationsabend mit Spezialeinlagen

Und das ist das Motto des kommenden Infoabends. Nach dem Referat zur Wasserversorgung werden den Besuchern an Ständen alle möglichen spannenden Sachen zum Thema gezeigt, welche zum Beispiel auch das ganze unsichtbare, unterirdische System veranschaulichen. Das eigene Wasser-Wissen kann an einem Wettbewerb getestet werden. Und im zweiten Teil des Abends erzählt Hans Rudolf Zweifel, Therapeut des Ins Zentrums. Sein Zentrum ist spezialisiert auf Schmerztherapie, ins Besondere auf die Faszien-Therapie nach Liebscher & Bracht: Die Faszien bilden das stabilisierende Fasernetz des menschlichen Körpers und jüngste Erkenntnisse zeigen, dass mit seiner gezielten Therapie sogar der Arthrose entgegengewirkt werden kann. So ergänzt Zweifel das Programm mit einem Vortrag über Gesundheit und den Wasserhaushalt des Menschen.