Die Feuerwehr TWW blickt auf ein durchschnittliches 2017

Grossparkdienst muss auch sein, damit die Ausrüstung funktionstüchtig bleibt (Foto: zVg)

Die Feuerwehr TWW blickt zufrieden auf ein erfolgreiches und unfallfreies Jahr 2017 zurück. Drei Ereignisse haben das Jahr geprägt: Das Kantonale Turnfest, das «Erlebnis 118» und der Ölwehr-Einsatz auf dem Bichelsee.

Die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg (FW TWW) hat ihren Jahresbericht veröffentlicht. Zufrieden blickt sie auf ein erfolgreiches und unfallfreies 2017 zurück. Das Jahr könne mit 90 Einsätzen und 1407 geleisteten Einsatzstunden als durchschnittlich bezeichnet werden. Drei ausser-gewöhnliche Ereignisse haben es allerdings geprägt: Das Kantonale Turnfest (KTF), das «Erlebnis 118» und der Ölwehr-Einsatz auf dem Bichelsee.

Die Mitglieder der Feuerwehrkommission blieben dieselben wie im Vorjahr. Der Mannschaftsbestand konnte sich um eine Feuerwehrfrau auf 82 Angehörige der Feuerwehr (AdF) erweitern, womit auch 2017 der von der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) festgelegte Mindestbestand von 70 AdF gut erreicht wurde. Auch dieses Jahr gab es für die AdF ein abwechslungsreiches Ausbildungsprogramm mit frischen, überraschenden und spannenden Übungen zum Grundhandwerk, gefolgt von Brandhaus- und Einsatzübungen. Der Besuchswert war mit 87 Prozent (1148 von totalen 1320 AdF-Übungseinheiten) sehr gut. Auch, um die Jahresziele zu überprüfen, fand zum Abschluss des Übungsbetriebes 2017 pro Zug eine Einsatzübung statt, wobei der Zug 3 diese zusammen mit der Feuerwehr Fischingen bestritt und der Zug 1 mit der Feuerwehr Zell.

Alarmierung und Einsätze

Auch das Alarmdispositiv blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert, der gesamtschweizerische Sirenen- Probealarm wurde am 1. Februar 2017 durch die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz ausgeführt und im Alters- und Pflegeheim Lindehus konnte nach den Umbauarbeiten die Automatische Brandmeldeanlage (BMA) wieder aufgeschaltet werden.

Total leistete die FW TWW 1407 Einsatzstunden an 90 Einsätzen – alle wurden erfolgreich bewältigt. Am zeitintensivsten waren die Nachbarschaftshilfe beim Brand Speck mit 267 Stunden und der Einsatz bei der Gewässerverschmutzung am 24. November durch Öl im Bichelsee. Dieser Grosseinsatz mit 30 Personen forderte die FW TWW 169 Stunden. Da das Ereignis aber selben Tags wie die Schlussübung passierte, konnte die Aufräumarbeit abends an die Feuerwehr Zell übergeben werden.

Ansonsten wurden 228 Stunden bei acht weiteren Bränden und zusätzlich 89 Stunden bei neun anderen Einsätzen der Öl- und Chemiewehr geleistet. Bei fünf Verkehrsunfällen leisteten sie insgesamt 150 Stunden. Ein BMA-Fehlalarm forderte 13 Stunden und 14 Einsätze der First Responder 76 Stunden. Ein einzelner Fahrzeugbrand forderte einen 35-stündigen Einsatz. Weiter gab es zwölf Einsätze wegen Bienen und Wespen, sieben bei Verkehrsdiensten, fünf der Wasserwehr, sechs zur Hilfeleistung, drei durch BMA ausgelöste, wovon wie bereits geschrieben ein Fehlalarm, und neun wegen Sturm, Schneedruck und Leitungsbruch. Ausserdem gab es 16 Einsätze mit der ADL (Autodrehleiter). Dies ist eine Stützpunktaufgabe der Feuerwehr TWW, welche sie für die GVZ auch für andere Gemeinden wahrnimmt.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Verkehrsgruppe der FW TWW leistete 2017 sieben Verkehrsdienstleistungen. Am KTF war die ganze Feuerwehr mit anderen Wehren für das Sicherheitskomitee im Verkehrs-, Sanitäts- und Transportdienst im Einsatz. Das «Erlebnis 118» am 9. September, bei welchem Attraktionen wie der Rega-Helikopter, Feuer, Explosionen und Kapo-Hundeführer 350 Besucher anlockten, war für die FW TWW der Höhepunkt ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Nebst dem partnerschaftlichen Austausch mit den regionalen Zeitungen konnte die FW TWW auch das Ziel, ihre Online-Präsenz immer aktuell zu halten, gut umsetzten. Im Einsatzjournal auf der Website wurde die Bevölkerung innert 24 Stunden über Aktivitäten und Einsätze informiert und auch die Facebook-Site erfreut sich mit 450 Followers und einer Reichweite von über 1000 Facebook-Usern grosser Beliebtheit.

Budget, Investitionen und Anschaffungen

Gewissenhafter Unterhalt ist für den Fahrzeug- und Gerätepark unumgänglich. Durch vorausschauende Planung können anstehende Wartungsarbeiten effizient und kostengünstig ausgeführt werden. So wird die Einsatzbereitschaft im Rahmen der sicherheitstechnischen und gesetzlichen Vorschriften gewährleistet.

Budgetiert für 2018 ist ein Aufwand von 509’150 Franken gegenüber einem Ertrag von 30’300 Franken, was zu einem Aufwandüberschuss von 478’850 Franken führt – 15’950 Franken weniger als 2017 und 2016.

2017 konnte in eine neue, viel leichtere und dadurch sicherere Carbonleiter investiert werden, welche die dreiteilige Holzleiter mit Stützen ersetzte. Für Investitionen 2018 sieht das Budget 101’000 Franken mit einem Ertrag von 48’000 Franken vor, was ein Aufwandüberschuss von 53’000 Franken ergibt. Geplant ist der Ersatz des Verkehrsgruppenfahrzeugs mit Jahrgang 1994.

Weitere Anschaffungen im letzten Jahr waren neue Faltsignale, Blitzleuchten und eine neue Wärmebildkamera TLF. Es wurden zwei Polycom beschafft und das erste Wasser-wehr-Modul. Diverse Anschaffungen sind auch für 2018 geplant.

Die Feuerwehrkommission arbeitet weiter an der Revision der Zweckverbandsstatuten sowie dem Projekt «Garage EEF Schmidrüti», bei welchem die FW TWW von der Armasuisse gerne einen neuen Platz für ihr Ersteinsatzfahrzeug bekommen möchte.

EHRUNGEN
18 Adf haben 100 Prozent Übungsbesuch erreicht. Sie wurden an der Schlussübung geehrt. Andreas Badertscher besuchte den Unteroffizierskurs und konnte an der Schlussübung zum Korporal befördert werden.