Der Präsident der SVP Bauma René Schweizer tritt zurück

René Schweizer (Foto: zVg)

René Schweizer tritt per Vereinsjahr als Präsident der SVP Bauma zurück. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor. Der 45-Jährige steht seit rund elf Jahren an der Spitze der örtlichen Volkspartei. Nun zieht er talaufwärts nach Steg in die Gemeinde Fischenthal und stellt sein Amt deshalb zur Verfügung. «Ich konnte dort ein Eigenheim erwerben», sagt Schweizer auf Anfrage. Sein Leben habe sich in letzter Zeit aus persönlichen Gründen ausserdem komplett verändert. «Unter anderem habe ich mein Pensum als Lehrbeauftragter an der gewerblichen Berufsschule in Winterthur erhöht.» Einst war sein Plan, dieses Pensum zu reduzieren. Dies war aber an die Bedingung geknüpft, dass er bei der letzten Ersatzwahl in den Gemeinderat Bauma gewählt worden wäre. Es kam anders. Schweizer unterlag in der Endausmarchung Mitte Februar diesen Jahres dem parteilosen Jürg Bosshard. Zur Ersatzwahl kam es, da Andreas Sudler (parteilos) für die zurückgetretene Marianne Heimgartner (EVP) ins Präsidium nachrutschte.

Schweizer betont, dass der Umzug nach Steg nichts mit dieser Niederlage zu tun hat. «Ich bin aufgrund meiner Nichtwahl auf niemanden in Bauma wütend und bleibe mit dem Ort verbunden, unter anderem durch das Café Voland.» Auch bleibe er weiterhin Mitglied der SVP Bauma. Und hilft bei Anlässen der Partei mit, vornehmlich aber im Hintergrund.

Nachfolge noch nicht spruchreif

Aufgrund von Schweizers Wohnortswechsel ist auch eine erste Entscheidung im Hinblick auf die Erneuerungswahlen der Baumer Gemeindebehörden am 22. April 2018 gefallen. Der 45-Jährige wird definitiv nicht mehr als Gemeinderat kandidieren. Durch die Rücktritte von Rudolf Bertels (FDP) und Josef Wellenzohn (SVP) werden in der Baumer Exekutive zwei Sitze frei. Trotz personellem Wechsel an der Spitze bleibt das Ziel der SVP Bauma aber klar: «Wir streben drei Sitze im Gemeinderat an», sagt Schweizer. Zwar sei die Auswahl an Kandidaten nicht riesig, eine Person habe aber definitiv zugesagt, für die Wahl in den Gemeinderat anzutreten. Mit einem zweiten Kandidaten sei man noch im Gespräch. Wer die Kandidaten oder Kandidatinnen sind, will Schweizer noch nicht verraten. Momentan stellt die SVP, die in Bauma die wählerstärkste Partei ist, zwei Gemeinderäte. Bis im Herbst 2014 waren es noch drei, vor gut zehn Jahren sogar noch fünf.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung Anfang November hat die SVP ausserdem entschieden, dass sie bei den kommenden Wahlen auch Kandidaten unterstützen wird, die nicht Mitglied in der SVP sind. «Die Voraussetzung für eine Unterstützung ist aber, dass diese Personen in etwa unsere politischen Überzeugungen teilen und uns geeignet erscheinen», so Schweizer.

Bleibt die Frage, wer neuer SVP-Präsident wird. Auch da zeichne sich eine Lösung ab, die aber ebenfalls noch nicht spruchreif sei, sagt René Schweizer. Auf ein mögliches politisches Amt in seiner neuen Wohngemeinde Fischenthal angesprochen, winkt er ab. «Ich habe momentan genug andere Dinge um die Ohren.»

Rolf Hug
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