Der erste Spatenstich ist gesetzt – auf ein gutes Gelingen

Neues Zentrum Wila in Miniatur: Mit dem Bagger wurde am Dienstag der erste Spatenstich gesetzt. Das Modell zeigt, wie der Ort in etwa vier Jahren aussehen wird. (Foto: Eva Kurz)

Nach sechs Jahren Planung konnte am Dienstagabend das Projekt «Zentrum Wila» den Handwerkern übergeben werden. Zum traditionellen ersten Spatenstich erschienen rund 100 Anwohner und Beteiligte. Die grosse Freude an dem Vorhaben wurde voll zum Ausdruck gebracht.

Am Dienstagabend konnte der langersehnte erste Spatenstich für das Zentrum Wila gesetzt werden. Die Bauherrschaften Landi Wila-Turbenthal und Furrer Liegenschaften+Beteiligungen AG luden Nachbarn, Handwerker und sämtliche Beteiligte ein, rund 100 Personen erschienen zu diesem symbolischen Akt. Ein wuchtiger Bagger thronte in der Abendsonne mitten auf der Wiese zwischen der ehemaligen Käserei und der Schreinerei Furrer AG. Die Wiese wird als erste für die Neubauten weichen müssen und war Schauplatz der Zeremonie. Ein Architekturmodell des neuen Zentrum Wila vermittelte den Gästen einen kleinen Eindruck, wie das Gelände in etwa vier Jahren aussehen wird.

Ernst Wullschleger, Präsident der Landi Wila-Turbenthal, eröffnete den Abend mit einer Ansprache. 2012 konnten die Furrer AG und die Landi Wila-Turbenthal das Grundstück, auf welchem die Feier stattfand, übernehmen. Er erklärte, wie wichtig der Standort Wila für die Landi ist. «Deshalb werden wir den alten Volg durch einen neuen, zeitgemässen Laden ersetzen.» Während der gesamten Bauzeit soll die Einkaufsmöglichkeit im Volg Dank provisorischen Lösungen gewährleistet sein. Der neue Laden werde erweitert und zur Attraktivität der Gemeinde Wila mit Einkaufsmöglichkeiten beitragen. «Wir freuen uns riesig auf das Projekt.»

Der Aushub beginnt nach den Sommerferien

Der Bau des Gebäudes, das den neuen Volg mit Postagentur beinhalten wird, beginnt voraussichtlich anfangs 2020, es gehört zu den beiden letzten der vier geplanten Neubauten. Jetzt nach den Sommerferien, im August, wird als erstes der Boden für das WilaCare Gesundheitszentrum ausgehoben. Gegen Ende 2019 ist der Baustart für das zweite Haus links davon vorgesehen, welches das neue Daheim für die Wilemer Bäckerei Janz werden wird.

Für den Architekten Elias Furrer ist das Projekt auch eine Herzensangelegenheit. Das Grundstück grenzt an das der Schreinerei seines Vaters, Christof Furrer. Selber ist er nebenan aufgewachsen und kennt auch die Nachbarn. Er bestätigte: «Die Veränderungen wurden mit den Nachbarn besprochen. Dass diese für die Dorfentwicklung wichtig sind, sehen alle gleich und sind mit dem Projekt einverstanden.» In seiner Rede erzählte Elias Furrer, was seit der Übernahme des Grundstücks, diesem «Filet-Stück» des Dorfes, geschah. Die Gesellschaft Zentrum Wila wurde gegründet, die Käserei zum Pizzakurier umfunktioniert, der ehemalige Schweinestall abgebrochen und die Zentrumszone geschaffen. «Heute, sechs Jahre später, sind wir über die Projektplanung hinaus und an der Ausführung», sagte er. Es ist für alle Beteiligten ein grosser Moment.

Huswisstrasse wird ebenfalls ausgebaut

Eine einschneidende Auflage sei der Ausbau der Huswisstrasse mit neuem Trottoir und Wendeplatz. Als geplante Zufahrt zur Tiefgarage und für die künftigen Volg-Anlieferungen muss sie auch für Schwertransporter befahrbar gemacht werden. Diese Bauarbeiten sollten wie jene des gesamten Projekts bis in drei vier Jahren fertiggestellt sein. Elias Furrer beendete seine Rede mit einem Dank an alle Einwohner «für ihr Verständnis für die bevorstehenden Emissionen. Wir versuchen, zusammen mit allen Handwerkern und Planern, das Ganze so erträglich wie möglich umzusetzen!»

Vom Papierberg endlich zur Realisierung

Abschliessend sprach Julia Furrer, Elias Furrers Ehefrau und Partnerin bei der Architektengruppe 4, welche für die Planung des Zentrums zuständig war. «Endlich ist es soweit», sagte sie. In den letzten Jahren sei sehr viel studiert und geschaffen worden, «doch nachdem wir bis jetzt nur Papier- und Datenberge verursachten, freuen wir uns sehr, dass es nun mit der Realisierung losgeht.» Das Projekt Zentrum Wila sei nicht nur für das Dorf etwas Besonderes, sondern auch für ihr Büro. Die anvertraute Aufgabe sei zudem mit einer grossen Verantwortung verbunden, denn ihr grösstes Anliegen waren die Anwohner: «Wir möchten, dass sich die Menschen im und um das Zentrum wohlfühlen. Der neu geschaffene Raum soll für alle ein Gewinn sein.»

Mit Wünschen für ein gutes Gelingen und vor allem einer unfallfreien Bauzeit schloss Julia Furrer ihre Rede und schritt mit den anderen Beteiligten auf die Wiese für den ersten Spatenstich. Christof Furrer, Ernst Wullschleger, Landi-Geschäftsführer Martin Bieri, Elias und Julia Furrer gruben anschliessend mit der Baggerschaufel die Erde um, womit sie das Projekt offiziell den Handwerkern übergaben.