Das Frauenforum Tösstal gedeiht wie eine Pflanze

Der Start des Frauenforums ist geglückt (Foto: rg)

Erst Ende September 2017 gegründet, zeigt das «Frauenforum Tösstal und Umgebung» schon starke Präsenz. Anlässlich der Mitgliederversammlung am Mittwochabend, 10. Januar, fanden die Nominationen für die Behördenwahlen statt. Aus der Gruppierung heraus steigt ein Dutzend Frauen in den Wahlkampf.

Die Präsidentin des Frauenforums Tösstal und Umgebung freute sich bei der Begrüssung in der Schulverwaltung Turbenthal über das Interesse, das der Frauenbewegung zukommt. Insgesamt 23 Frauen hatten sich eingefunden, dazu kamen vier Gäste, die Mitgliederzahl selber ist inzwischen auf 39 angewachsen. Das Forum sei wie eine Pflanze, die stetig gedeihe, meinte Cornelia Oelschlegel strahlend und verwies auf die Homepage, auf der symbolisch ein blühender Zweig vor blauem Himmel zu sehen ist.

Arbeitsgruppe für verschiedenste Anliegen 

An zwei Treffen hat sich der Vorstand konstituiert; nebst der Präsidentin wirken Gabriella Pfaffenbichler, Christiane Tüscher, Andrea Böheim und Manuela Hochuli.

Monatliche Treffs sollen als Pool für Gespräche in lockerer Umgebung herhalten. Bereits haben zwei davon stattgefunden, der nächste ist am 25. Januar vorgesehen. Dieser findet dann bei der Initiantin der Stamm-Idee, bei Beatrice Romang, statt. Sie stellt sich vor, dass man sich in ungezwungener Runde hin und wieder am Feierabend über verschiedenste Themen austauschen kann. Der Treff im April fällt auf den Donnerstag nach den Wahlen und soll daher zu einer Wahlfeier umfunktioniert werden.

Das Frauenforum sieht sich als Netzwerk für verschiedenste Anliegen, es sollen auch gesellschaftspolitische Themen zum Tragen kommen: Esther Pfenninger, Sabine Oberländer, Caroline Marti, Brigitt Meierhofer und Gabriella Pfaffenbichler sind die Drahtzieherinnen in der Arbeitsgruppe «Gesellschaft und Politik». Sie wollen jedoch bewusst erst nach den Gemeindewahlen aktiv werden.

Mitglied Edith Spörri richtete indes bereits den ersten Aufruf an die Anwesenden: Sie habe Einsicht genommen in die Pläne für den Turbenthaler Kreisel bei der Kirche. Dessen Gestaltung zeige Ungereimtheiten und sie wünschte sich Unter-stützung, um beim Kanton Zürich
noch rechtzeitig Einfluss nehmen zu können.

Frauen greift zu! Es gibt viele Behördenämter

Die Arbeitsgruppe «Wahlen und Behörden» indes war schon sehr aktiv – bereits haben sechs Treffen stattgefunden. Frauen mit Interesse an einem Behördenamt hatten dies selbständig zu melden und konnten sich zuerst im Gremium vorstellen. Dieses setzt sich zusammen aus Theres Agosti, Georgette El-Ladki, Marianne Heusi, Gabriella Pfaffenbichler, Loni Kuhn und Cornelia Oelschlegel. Die zweite Hürde stand dann am Mittwochabend mit der Vorstellungsrunde in der Versammlung bevor. Bei dieser Nomination waren weder Gäste noch die Schreibende zugelassen.

Freiwilliger Mitgliedsbeitrag

«Der Tößthaler» hat nachgefragt bei Cornelia Oelschlegel. «Die Frauen hatten Gelegenheit sich mit wenigen Worten zu präsentieren, es war sehr spannend», sagt sie.

Die Nominierten dürfen nun auf aktive Unterstützung zählen, sie werden bis zu den Wahlen am 22. April begleitet, sei es nun mental oder mit Werbung. Um dafür Geld zu generieren, hatte man zu Beginn des Abends beschlossen, pro Mitglied einmal 30 Franken auf freiwilliger Basis einzuziehen.

DIE NOMINIERTEN
Folgende Frauen sind aus der Nomination hervorgegangen:
In Turbenthal sind dies:
Erna Brüngger
(bisher, Präsidentin reformierte Kirchenpflege),
Gabriella Pfaffenbichler (bisher, Präsidentin Primarschulpflege),
Christiane Tüscher und Christa Hess , (beide bisher, Sekundarschulpflege),
Georgette El-Ladki (neu, Sekundarschulpflege).
In Wila stellen sich die bisherigen Präsidentinnen
Marianne Heusi (reformierte Kirchenpflege) und Gisela Wahl (Primarschulpflege) wieder zur Verfügung, neu möchte Jenny Keller in die Oberstufenschulpflege.
In Wildberg kandidiert Sabine Oberländer neu für den Gemeinderat, während sich Manuela Hochuli (bisher) erneut für die Primarschulpflege zur Verfügung stellt, in diese Behörde will auch Andrea Böheim (neu).
Die der Leserschaft des «Tößthaler» gut bekannte Sandra Renggli, die aufgrund ihres Wohnsitzes in Seemerrüti, Kollbrunn, zum Wahlkreis von Illnau-Effretikon gehört, möchte dort in den Grossen Gemeinderat Einsitz nehmen.
Wen wundert es da, dass die Präsidentin ergänzend sagt: «Das Frauenforum ist stolz, nach so kurzer Zeit so viele Kandidatinnen für ein Behördenamt zu unterstützen».
(rg)

Weitere Informationen auf der Homepage des Frauenforums: www.frauenforumtoesstal.ch