Bauma schafft Willkommenstafeln an

Die Baumer Willkommenstafel soll sich von diesen Beispielen unterscheiden (Fotos: md)

Was andere Tösstalgemeinden bereits haben, wird auch in Bauma eingeführt: Der Gemeinderat von Bauma hat an seiner letzten Sitzung die Anschaffung von Willkommens- und Infotafeln beschlossen und dafür einen Kredit von 50’000 Franken bewilligt.

Sie stehen am Ortseingang, tragen das Gemeindewappen sowie ein gemeinsames Tösstal-Logo und weisen mit auswechselbaren Einschubschildern auf wichtige politische, sportliche oder kulturelle Anlässe hin: Die Rede ist von den Willkommens- und Informationstafeln, welche seit rund zehn Jahren an den Ortseingängen der Gemeinden Zell, Turbenthal und Wila stehen. Nun will auch Bauma nachziehen. Für den Gewerbeverein Bauma war die Anschaffung solcher Willkommenstafeln schon seit längerem ein Anliegen. Nun hat der Gemeinderat an seiner Sitzung von Anfang September beschlossen, 50’000 Franken für die Beschaffung von fünf solcher Infotafeln zu bewilligen. Der Auftrag für die Herstellung dieser Tafeln geht an die beiden Baumer Künstler Karin und François Steinauer. Da das Aufstellen der Willkommenstafeln ein reguläres Bewilligungsverfahren erfordert, rechnet der Gemeinderat, dass diese im Laufe des ersten Quartals 2018 die Ortseingänge von Bauma zieren werden.

Auf Anfrage präzisierte der Baumer Gemeindepräsident Andreas Sudler, dass zu den einmaligen Anschaffungs- und Installationskosten noch jährlich wiederkehrende Kosten von schätzungsweise 25’000 Franken hinzukommen, um die Einschubtafeln, welche auf die wechselnden Anlässe aufmerksam machen, zu aktualisieren. Der Gemeindepräsident bestätigte, dass die geplanten Informationstafeln speziell für Bauma hergestellt werden. Sie werden also nicht den ähnlich gestalteten Willkommenstafeln von Zell, Turbenthal und Wila gleichen.

Der Gemeinderat Bauma will zu einem späteren Zeitpunkt in einem Reglement festlegen, wer hinsichtlich der Ankündigungstafeln benutzungsberechtigt ist und was die Nutzung der Willkommenstafeln kostet. «Die Installation von Willkommenstafeln wurde von verschiedenen Seiten an den Gemeinderat herangetragen», lässt Gemeindepräsident Sudler durchblicken. Der Gemeinderat habe sich zu dieser Anschaffung entschlossen, weil er überzeugt sei, dass diese Willkommenstafeln das Vereinsleben fördern können, indem diese auf Anlässe aufmerksam machen.

Kosten im Rahmen des Üblichen

Manche werden sich beim Lesen dieser Nachricht fragen, ob 50’000 Franken nicht ein stolzer Preis für fünf Willkommenstafeln sind. Der «Tößthaler» hat sich deshalb in den Gemeinden, die bereits über solche Willkommenstafeln verfügen, erkundigt, wie hoch die Anschaffungskosten seinerzeit waren, ob wiederkehrende Kosten zu erwarten sind und wer für die Bewirtschaftung, respektive für das Auswechseln der Einschubtafeln, zuständig ist.

Die Gemeinde Wila als unmittelbare Nachbargemeinde von Bauma verfügt seit 2007/2008 über zwei Willkommenstafeln an der Tösstal-strasse und eine am Bahnhof. Dazu gehören 24 Einschubtafeln. Die Herstellung übernahm eine Firma in Bichelsee und kostete gesamthaft etwas mehr als 14’000 Franken. Zusammen mit Gestaltung, Planung, Beschriftung, Fundamentbau, Beleuchtung und Baubewilligungsgebühren kam das Vorhaben laut Auskünften der Gemeindekanzlei Wila auf etwas weniger als 26’000 Franken zu stehen.

Auch die Gemeinde Turbenthal installierte 2007 mehrere Willkommenstafeln an den Ortseingängen. Die einseitig beschrifteten kosteten 7500 Franken pro Stück, die zweiseitig beschrifteten 10’000 Franken pro Stück. Hergestellt wurden die Tafeln von einer Firma in Eschlikon, wobei die Einschubtafeln aber von einer Turbenthaler Firma gefertigt wurden. Weil die Einschubtafeln jeweils individuell gestaltet sind, schlagen diese mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 20’000 Franken zu Buche. Für die Organisation von Belegung und Tafelbeschriftung ist die Gemeindeverwaltung zuständig.

Die Gemeinde Zell verbuchte für ihre drei Willkommenstafeln einmalige Beschaffungs- und Installationskosten von je 12’000 Franken. Dazu kommen wiederkehrende Kosten von rund 10’000 Franken pro Jahr für die Beschriftung der Einschubtafeln. Die Belegung der Willkommenstafeln mit aktuellen Anlässen wird von der Gemeindekanzlei
geregelt.

Man darf unterdessen gespannt sein auf die künstlerisch gestalteten Baumer Willkommenstafeln. Bis zum kommenden Frühling ist also noch etwas Geduld gefragt.