Ausgelassene Stimmung am Tösstaler Sommernachtsfest

Gute Stimmung auch bei den Gastgebern: Kurt Bieri (weisses Hemd) mit seinen Söhnen Daniel, Andi und Martin Bieri (von rechts). (Foto: Sandra Renggli)

Zum 15. Mal strömten am vergangenen Samstagabend illustre Gäste zum abgelegenen Tobelhof in Hinterrikon ans Tösstaler Sommernachtsfest. Für einmal wieder bei schönstem Wetter wurde in den Scheunen vor den grossen Sommerferien gemovt und getanzt, über Gott und die Welt diskutiert und dazu ein kühles Bier genossen.

Nicht nur bei der Verpflegung, sondern auch bei der Unterhaltung war bei der 15. Ausgabe des Tösstaler Sommernachsfestes vergangenen Samstag traditionellerweise für Jeden etwas dabei. Es schien so, als hätten viele auf diesen Anlass gewartet, um zu den volkstümlichen Klängen der Liveband «Die Schilcher» das Tanzbein zu schwingen. Die Bühne war gefüllt mit fröhlichen Gesichtern, die den Abend offensichtlich genossen. Es war nicht auszumachen, wo sich mehr Besucher amüsierten, ob bei der Folklore oder in der riesigen Halle, wo sonst grosse Landwirtschaftsmaschinen stehen und nun verschiedenen Bars Unterkunft geboten wurde.

Pole-Tänzerinnen heizen Menge an

Auch dort war kein Durchkommen mehr. Vor allem dann, wenn die jungen Poletänzerinnen hoch oben auf ihren Podesten die Stimmung noch mehr anheizten. Die Turnvereine Rikon und Schalchen-Wildberg, der Feuerwehrverein Zell, der Schwingklub Winterthur und die Bieris als Gastgeber selber betrieben an diesem Abend die Bars und kamen fast nicht hinterher, den Nachschub durch die dicht gedrängte Menge an die jeweiligen Bartheken zu bugsieren. Die gut organisierten Abläufe liessen erkennen, dass dieser Anlass nicht zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Drei Generationen helfen am Fest mit

Die zahlreichen Sicherheitskräfte sorgten für Ordnung. Am Eingang wurde streng kontrolliert und die zahlreiche Präsenz auf dem Gelände machte Eindruck. Fast schon behutsam wurden zum Beispiel die sechs jungen Poletänzerinnen von der Security durchs Gelände begleitet. Und sonst seien ja die Bieris selber stattliche Mannen und der Schwingklub sei auch auf Platz, meint der Gastgeber Kurt Bieri verschmitzt, falls dennoch jemand pöbeln sollte.

Von ihm war auch zu erfahren, dass bereits drei Generationen der Bieris an diesem Anlass mithelfen würden. Insgesamt sorgten 50 bis 60 Helferinnen und Helfer für das Wohl der Gäste. Kurt Bieri, seine drei Söhne und Peach Keller, ehemaliger Betreiber der Ceasars Bar in Rikon waren einst die Initianten für das Sommernachtsfest im Tösstal und nun auch beim 15. Mal mit grossem Engagement dabei.

Die Bieris vom Tobelhof sind sich einig, dass es ein einmaliger Anlass im Tösstal sei und es nichts kontinuierlich Vergleichbares gäbe. Nach der Motivation gefragt waren sich die Gastgeber auch darin einig, dass man Freude daran habe. Kurt Bieri war es auch besonders wichtig zu betonen, dass er den vielen Helferinnen und Helfer, aber auch der Nachbarschaft sehr dankbar sei. Ohne diese Unterstützung und Akzeptanz wäre ein solches Fest nicht möglich. Auch den familiären Zusammenhalt sei bei den Bieris wichtig und nicht zuletzt das Rezept für das Gelingen dieses Festes, meint Kurt Bieri stolz.

AC/DC soll nach Rikon kommen

Für die Veranstalter sind schlechtes Wetter und die Sicherheit jeweils grosse Herausforderungen. Dieses Mal jedoch machte das Sommerwetter mit. Am liebsten hätte er selber den ganzen Abend zur volkstümlichen Musik getanzt, doch hätte er als Gastgeber auch noch andere Pflichten, meint Kurt Bieri. Seine ganze Familie, ja sogar schon seine Enkelkinder seien für das gelungene Sommernachtsfest im Einsatz. Nach der Zukunft des Events gefragt, verriet Vater Bieri, das es seine Vision sei, einmal die weltberühmte Rockband AC/DC nach Rikon holen zu können.