Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Zell

Sie freuen sich über das neue Kommunalfahrzeug: Die Werkhofmitarbeiter Robert Steier und Christian Winkler, Werkvorsteherin Susanne Stahl sowie Lieferant Samuel Sturzenegger (von links) (Foto: Archiv tth)

Der Gemeinderat Zell orientiert über die Übernahme des neuen Kommunalfahrzeugs für die Werkhofmitarbeiter, eine Machbarkeitsstudie zum Wärmeverbund, der Revision im Gemeindesteueramt und weitere Geschäfte.

Anfang Dezember 2016 durften die Werkhofmitarbeiter der Gemeinde Zell das neue Kommunalfahrzeug Viatrac Aebi VT450 Vario Euro 6 übernehmen. Für die Ersatzbeschaffung des alten Kommunalfahrzeugs wurde an der Gemeindeversammlung vom 20. Juni 2016 ein Kredit von 217’000 Franken genehmigt.

Das bisherige Kommunalfahrzeug Meili VM7000 war jeweils das ganze Jahr im Betrieb und vor allem im Winterdienst stark belastet. In den letzten Jahren verursachten Unterhalts- und Reparaturarbeiten einen immer grösseren Aufwand, weshalb die Ersatzbeschaffung des Kommunalfahrzeugs vorbereitet wurde.

Aufgrund der diversen Anforderungskriterien fiel die Wahl auf das nun angeschaffte Kommunalfahrzeug. Es wird von einem Dreiliter-Turbodiesel mit vier Zylindern angetrieben, verfügt über einen permanenten Allradantrieb und einen stufenlosen mechanisch hydrostatischen Fahrantrieb. Es ist ausgerüstet mit Pfadschlitten, Salzstreuer, Kran, Laubgebläse, Kippbrücke und Anhängerkupplung. Zugelassen ist es als Zugfahrzeug für Lasten bis sechs Tonnen. Anfang Dezember 2016 konnte das neue Fahrzeug den Werkhofmitarbeitern übergeben werden.

Machbarkeitsstudie «Wärmeverbund Schöntal, Rikon»

Für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie «Wärmeverbund Schöntal, Rikon» hat der Gemeinderat eine Ausgabe von 7800 Franken bewilligt. Der Auftrag wurde an die Marti Energietechnik, Zürich, vergeben.

Per Ende 2018 läuft der bisherige Vertrag für den Wärmeverbund Schöntal aus. An ihm sind verschiedene Liegenschaften im Schöntal sowie auch der Werkhof der Gemeinde Zell angeschlossen. Eine Umfrage bei Interessenten hat ergeben, dass noch weitere Wohneinheiten an einem neuen Wärmeverbund Schöntal interessiert wären.

Revision Gemeindesteueramt

Das Kantonale Steueramt hat das Gemeindesteueramt Zell im Rahmen einer internen Revision geprüft. Gemäss Prüfungsergebnis werden die einzelnen Fachbereiche weisungsgerecht und gut bis sehr gut bewirtschaftet. Das gesamte Steuerbezugswesen und die verschiedenen Register werden ordnungsgemäss und solide geführt. Der Gemeinderat dankt den beteiligten Mitarbeitern der Abteilung Finanzen und Steuern für ihre seriöse Arbeit.

Übernahme von Privatstrassen

Der Gemeinderat hat per 1. Januar 2017 folgende Privatstrassen unentgeltlich in den Besitz der Gemeinde Zell übernommen:

  • Heinrich Bosshard-Weg, Kollbrunn
  • Rainstrasse, Kollbrunn

Aufgrund der vorhandenen internen Richtlinien für die Übernahme von privaten Strassen ins Eigentum der Gemeinde Zell haben beide Privatstrassen die Übernahmekriterien erfüllt.

Staatsbeiträge für Umbau Schulanlage Hirsgarten

Mit Verfügungen vom 2. beziehungsweise 3. November 2016 hat die Bildungsdirektion des Kantons Zürich mitgeteilt, dass für den Umbau und die Sanierung der Schulanlage Hirsgarten in Rikon sowie für den Neubau einer Turnhalle Hirsgarten folgende Schlusszahlungen der zugesicherten Staatsbeiträge ausgerichtet werden:

  • Schulanlage Hirsgarten: Staatsbeitrag total 1,702 Millionen Franken
  • Turnhalle Hirsgarten: Staatsbeitrag 1,930 Millionen Franken

Einsprache Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt und das Bundesamt für Raumentwicklung haben den fluglärmbetroffenen Gemeinden im Kanton Zürich den angepassten Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL 2) zur Vernehmlassung zugestellt. Der Gemeinderat hat gegen den Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) und das Objektblatt für den Flughafen Zürich (Anpassung SIL 2) Einsprache beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereicht. Zusammengefasst setzt sich der Gemeinderat weiterhin für folgende Anliegen der Bevölkerung im Osten ein:

  • Mit dem SIL 2 soll ein verlässliches Planungsinstrument auf der Grundlage einer realitätsbezogenen Nachfrageprognose geschaffen werden, was mit dem vorliegenden Entwurf nicht gegeben ist.
  • Die siebenstündige Nachtruhe ist zu gewährleisten, in dem neben weiteren Massnahmen Südabflüge geradeaus nicht nur für Bisen- und Nebellagen, sondern auch in der Mittagsspitze für maximal 30 (zusätzlich zu Tagen mit Bisen- und Nebelkonzept) ohnehin nach Süden startende Langstreckenflüge festgesetzt werden.
  • Pistenverlängerungen sind aus dem SIL 2 zu streichen, da diese weder aus Gründen der Sicherheit noch der Kapazität notwendig sind.