Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Bauma

Der Gemeinderat Bauma hat die Urnenabstimmung für das Projekt Böndler2020 festgelegt und buchhalterische Spätfolgen der Fusion mit Sternenberg umgesetzt. Zudem orientiert er über eine Bauabrechnung und weitere Geschäfte.

An der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember wurden der Antrag des Gemeinderates für das Projekt Böndler2020 und den erforderlichen Baukredit von 6,885 Millionen Franken vorberaten. Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die Urnenabstimmung, die der Gemeinderat auf den 12. Februar 2017 angesetzt hat. Die amtliche Publikation erfolgt in der «Baumer-ziitig» vom 12. Januar 2017.

Buchhalterische Spätfolgen umgesetzt

Bei der Neubewertung der Liegenschaften im Finanzvermögen wurde festgestellt, dass die nicht verpachteten Waldparzellen der ehemaligen Gemeinde Sternenberg, welche vereinzelt landwirtschaftlich genutzte Flächen aufweisen, im Finanzvermögen bilanziert sind. Die im Eigentum der Gemeinde Bauma stehenden, nicht verpachteten und deshalb auch keinen Ertrag abwerfenden Liegenschaften werden dagegen im Verwaltungsvermögen geführt. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass für alle Liegenschaften die Baumer Bewertungsgrundsätze gelten sollen, weshalb die Sternenberger Liegenschaften vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen transferiert werden. Der Bilanzwert der betroffenen Liegenschaften beträgt total 15’540 Franken.

Sanierung Kindergarten Dorf günstiger

Für die Sanierung des 70-jährigen Kindergartens Dorf hat der Gemeinderat am 24. Juni 2015 eine gebundene Ausgabe von 695’000 Franken und für den Anbau eines Geräteschopfs sowie kleinere bauliche Verbesserungen weitere 30’000 Franken bewilligt.

Die Bauabrechnung schliesst mit einem Bruttoaufwand von 652’388 Franken ab. Der bewilligte Kredit von insgesamt 725’000 wird damit um 72’612 Franken unterschritten. Dazu beigetragen hat der Umstand, dass keine Schadstoffe entdeckt worden sind. Weiter konnten die Arbeiten mehrheitlich unter dem Kostenvoranschlag vergeben werden. Aus dem Gebäudeprogramm des Kantons Zürich wurde für die Erneuerung der Fenster und der Aussendämmung ein Förderbetrag von 12’940 Franken ausgerichtet. Seit den Frühlingsferien 2016 besuchen die Kinder wieder den sanierten Kindergarten. Während der Bauarbeiten ab den Sommerferien 2015 war der Kindergarten im Schulhaus Altlandenberg untergebracht.

Voranschlag 2017 Zweckverband Zivilschutz Tösstal

Das vom Gemeinderat genehmigte Budget 2017 des Zweckverbands Zivilschutz Tösstal sieht in der Laufenden Rechnung bei einem Aufwand von 308’100 und einem Ertrag von 114’000 Franken einen Aufwandüberschuss zulasten der Verbandsgemeinden in der Höhe von 194’100 Franken vor. Der auf die Gemeinde Bauma entfallende Anteil am Aufwandüberschuss beträgt voraussichtlich 52’400 Franken. Bei den Investitionen beträgt der Anteil für Bauma im kommenden Jahr voraussichtlich 13’500 Franken. Die gesamten Investitionen für 2017 werden auf 50’000 Franken veranschlagt.

Beitritt zur Notfallorganisation abgelehnt

Im Grundsatz sind die selbstständig und unselbstständig tätigen Ärzte im Kanton verpflichtet, «aufsuchenden» Notfalldienst zu leisten. Auch die Verantwortung für dessen Organisation liegt primär bei den Ärzten beziehungsweise deren Verbänden. Tatsache ist allerdings, dass durch den Mangel an Hausärzten der flächendeckende Notfalldienst zunehmend gefährdet ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Ärztegesellschaft des Kantons Zürich (AGZ) ein Unternehmen gegründet, welches in den Gemeinden den Notfalldienst sicherstellen soll. Die Kosten für diese Lösung sollen pro Einwohner rund zehn Franken betragen. Per Ende November 2016 hat jedoch nur eine einzige Gemeinde im Kanton eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Dies dürfte auch darin seinen Grund haben, dass das Ärztefon eine wesentlich günstigere Alternative (gut zwei Franken pro Einwohner) darstellt, wenn auch mit weniger ausgebauten Leistungen. Der Gemeinderat hat grosses Verständnis für die Situation der Hausärzte. Gleichzeitig ist er der Auffassung, dass die Berufsverbände zuerst Synergien nutzen und eine überzeugendere Lösung erarbeiten müssen. Auch sollen die Ergebnisse aus der Klärung der Rechtssituation mit dem Kanton einfliessen. Aus diesem Grund lehnt der Gemeinderat eine Beauftragung der AGZ Support AG derzeit ab.

Projektorganisation für Wechsel zu VRSG festgelegt

Im Hinblick auf den Wechsel der Applikationen der Gemeindeverwaltung zur Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) hat der Gemeinderat die Projektorganisation festgelegt. In der Steuerungsgruppe nehmen Gemeindepräsident Andreas Sudler, Schulpflegepräsident Rudolf Bertels, ein weiteres Gemeinderatsmitglied mit einer Affinität zur ICT sowie der neue Gemeindeschreiber Einsitz. Für die Umsetzung hat der Gemeinderat Werner Temperli, Abteilungsleiter Finanzen und Steuern, als Gesamtprojektleiter bestimmt. Die Teilprojekte Einwohnerkontrolle, Finanzen, Steuern und Gebühren werden von einzelnen Verwaltungsangestellten geleitet.