Auf Verbrecherjagd und Spurensuche

Das Polizeiauto als wahre Fundgrube (Fotos: gp)

Neugierige Kinder konnten am Mittwochmorgen im Rahmen eines Sommerprogramms einen Einblick in die Arbeit der Polizei erhalten. Möglichst viele Fragen wurden beantwortet und doch war der Wissensdurst noch lange nicht gestillt.

Am Mittwochmorgen wurde die Polizeistelle Turbenthal zum Schauplatz von Festnahmen, Drogensuche, Spurensicherung und vielem mehr. 13 Kinder durften einige der Aufgaben der Polizei etwas genauer unter die Lupe nehmen: Drei Posten waren vorbereitet worden und ein Team zusammengestellt. Mit viel Elan und noch mehr Fragen waren die Kinder dabei und die Postenleiter hatten alle Mühe, den Wissensdurst in den 30 Minuten pro Posten einigermassen zu stillen.

Auf Verbrecherjagd

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach einer kurzen Begrüssung ging es gleich actionreich zu und her. Auf der Wiese hinter der Raiffeisenbank war ein «Einbrecher» unterwegs. Dick in einen Schutzanzug eingepackt flüchtete er nicht nur vor der Hitze, sondern auch vor der Hündin «Fey», welche sich nach kurzem Befehl ihrer Besitzerin auf den Arm des Einbrechers stürzte.

Natürlich wurde der vermeintliche Einbrecher festgenommen und mit Handschellen in den Schatten abgeführt: Für die Kinder ein Highlight. Der verkleidete Einbrecher hatte bei seinem Sturz noch etwas in die Wiese geworfen, was den findigen Kindern natürlich sofort aufgefallen war. «Fey» machte sich nun noch auf die Suche nach diesem Gegenstand. Trotz hängender Zunge bis auf den Boden lief sie unermüdlich die Wiese ab, bis sie alles gefunden hatte. Dann legte sie sich neben dem Gegenstand auf den Boden. Wie von den Kindern richtig gewusst wurde, dürfen die Hunde nicht graben. Gerade bei Sprengstoff kann das nämlich sehr gefährlich sein.

Eine weitere Hundeübung zeigte Daniela Meury mit ihrer siebenjährigen Schäferhündin. Diese ist eine Drogensuchhündin und so schnüffelte sie die parkierten Autos nach dem versteckten Päckchen ab, was sie natürlich problemlos fand.

Sirenengeheul und Schutzwesten

Weiter ging es mit den drei vorbereiteten Posten. Das Innere eines Polizeiautos durfte entdeckt, ein extra hergerichteter Tatort inspiziert und ein Film zur Polizeiarbeit geschaut werden. Viele wussten schon erstaunlich viel über die ganze Materie: CSI und Co haben offenbar einige Spuren hinterlassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADass es in einem Polizeiauto anders aussehen würde, als im normalen Familienauto, das wussten die Kinder natürlich schon vorher. Dennoch waren sie überrascht von der «coolen» Innenausstattung: Sogar einen Fernseher gäbe es! Da mussten sie jedoch enttäuscht werden, denn es handelte sich nur um einen grossen Bildschirm, der mit der Kamera verbunden ist um voranfahrende Verkehrssünder aufzunehmen.

Zusätzlich zu dem ganzen Innenleben des Autos kommen natürlich noch zahlreiche Gegenstände. So zum Beispiel die Sicherheitswesten. Die schwerere mit Keramikeinlagen konnte von den Kindern nicht einmal zu zweit gehoben werden. Das hinderte sie aber nicht daran, trotzdem reinschlüpfen zu wollen.

Einbruch im Polizeigebäude

Ein weiterer Posten wurde von der Forensik durchgeführt: Dabei wurde als erstes ebenfalls das Einsatzfahrzeug inspiziert. Richtig spannend wurde es dann aber im Innern des Polizeigebäudes: Da war nämlich ein Einbruchstatort nachgestellt worden. Die Kinder konnten zusammen mit dem Forensiker die Spuren suchen – Finger- und Schuhabdrücke, Speichelproben, DNA-Spuren – und wo möglich sichern. Bewaffnet mit Klebestreifen, Pinsel und Pulver wurde der Tathergang rekonstruiert. Interessiert und mit vielen Fragen waren die kleinen Ermittler mit Begeisterung dabei.

 

Die Kinder erlebten also einen erlebnisreichen Morgen und übrig blieben nur strahlende Gesichter. Das ganze Team hat einen tollen Morgen organisiert, ist beeindruckend feinfühlig auf die Kinder zugegangen und hat vielleicht beim einen oder anderen einen neuen Berufswunsch geweckt.

 

gespannt lauschen die Kinder Daniela Meury zum Thema Drogen
gespannt lauschen die Kinder Daniela Meury zum Thema Drogen