Anstoss zur Grenzbereinigung

Sekundarschule Turbenthal-Wildberg: Blick auf den neu angelegten Weiher und einen neuen Lernraum (Foto: zVg)

Die Sekundarschule Turbenthal-Wildberg soll künftig vollumfänglich das Gebiet der Politischen Gemeinden Turbenthal und Wildberg umfassen – neu inklusive Schalchen, Tablat, Pirg und Steinenbachtal.

Nach der Ablehnung der Fusionsvorlage TWW an der Urne im November 2016 muss die Sekundarschulgemeinde aufgrund des Neuen Gemeindegesetzes bis Ende 2021 zwingend eine Grenzbereinigung durchführen, damit ihr Gebiet deckungsgleich mit dem Gebiet einer oder zweier Politischen Gemeinden wird. Der inzwischen über 180 Jahre alte Sekundarschulkreis soll nicht aufgelöst werden. Eine lange Tradition wird weitergeführt und die Jugendlichen aus Wildberg und Ehrikon besuchen wie gewohnt die Sekundarschule in Turbenthal. Dies entschied die Sekundarschulpflege an ihrer letzten Schulpflegesitzung im September 2017.

Um das Ziel der Grenzbereinigung zu erreichen, muss das Gespräch mit der Sekundarschulpflege Wila aufgenommen werden. Dabei geht es um die Schulorte der Schülerinnen und Schüler aus Schalchen, Tablat, Pirg und Steinenbachtal. Diese Jugendlichen besuchen aktuell die Sekundarschule in Wila. Damit sie dies weiterhin tun können, obwohl die Gebiete nach der Grenzbereinigung neu zur Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg gehören, werden Anschlussverträge abgeschlossen. Einziger Nachteil: Die Bürger dieser Gebiete haben keine Mitsprache an den Schulgemeindeversammlungen in Wila, sondern in Turbenthal.

Unabhängigkeit bleibt bestehen

Durch diesen Schritt ist vorläufig auch eine Einheitsgemeinde mit der Politischen Gemeinde Turbenthal vom Tisch. Die Schulgemeinde bleibt unabhängig und eigenständig. Stabilität und Konstanz sind gegeben und für die Wildberger Sekundarschüler herrschen klare Schulstrukturen. Finanzielle Unsicherheiten sind ausgeräumt – bei einer Abspaltung von Wildberg müsste über Abgeltungen verhandelt werden. Und zu guter Letzt: Die Grösse der Schule ist für Lehrpersonen attraktiv und die bestehende moderne Infrastruktur kann optimal genutzt werden.

Alle Optionen bleiben offen

Eine künftige Fusion mit der Primarschulgemeinde Turbenthal oder den benachbarten Schulgemeinden ist aber weiterhin möglich. Dies erscheint uns ein wichtiger Aspekt. Je nach Fusionspartner wäre die Auflösung der Sekundarschule Turbenthal-Wildberg durch eine Urnenabstimmung als Zwischenschritt nötig. Mit der Grenzbereinigung erfüllen wir die gesetzliche Auflage. Es bleibt offen, ob es später zu Zusammenschlüssen von Schulgemeinden kommt. Diese Möglichkeit besteht nach wie vor.