Alle schaffen an einem gemeinsamen Ziel

Der Neujahrsempfang bietet ausgiebig Gelegenheit, den gegenseitigen Gedankenaustausch zu pflegen (Fotos: pfe)

Der Neujahresempfang in Wildberg vermochte zu inspirieren. Wie gewohnt wurde der Anlass mit einem Gottesdienst eingeleitet.

Als wahrlicher Prachtstag präsentierte sich der Neujahrstag 2017 in Wildberg: Zwar ohne Schnee, aber als eine Bilderbuchlandschaft, wunderbar von der Sonne bestrahlt. Man hätte eher den ersten Frühlingstag anstelle von Neujahr vermutet. Fotografen, Wanderer, Biker, Spaziergänger – sie alle freuten sich über den traumhaften Jahresbeginn draussen in der Natur. Das neue Jahr muss ja gut werden, war man da gerne geneigt, Vorschusslorbeeren zu vergeben.

Diese positive Stimmung schien auch Wildbergs Pfarrer Teddy Probst und Gemeinderat Peter Weber, die den Neujahrsempfang gestalteten, zu inspirieren. Es gehört in Wildberg zur Tradition, dass man das neue Jahr am frühen Abend gemeinsam mit einem Neujahrsgottesdienst Willkommen heisst und in der Kirchenstube aufs neue Jahr anstösst. Probst legte die Jahreslosung 2017 seiner Predigt zu Grunde: «Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch» (Bibeltext nach Hesekiel 36, 26).

Gemeinsam ins neue Jahr 

Gemeinderat Peter Weber hatte die Ehre, die Neujahrsgäste in der Kirchenstube zu begrüssen. Aus dem Gemeinderat berichtete Weber, dass die Sportlerehrungen nicht vom Tisch seien. Der Zeitpunkt dazu sei aber erfahrungsgemäss am 1. Januar nicht günstig. Man werde eine geeignetere Plattform dafür finden, versprach er. «Wir wollen ja schliesslich nicht Abwesende ehren.»

Mit der These «Damit etwas Neues beginnen kann, muss etwas Altes aufhören», begab sich der noch «frische» Gemeinderat Peter Weber auf die Reise seiner Gedanken zum neuen Jahr. Im Rückblick auf das vergangene Jahr wolle er sich bewusst auf Positives besinnen. Dazu zählte er den Erfolg der Solar-Impuls- Weltumrundung, die Gotthardtunnel-Eröffnung oder die sinkenden Arbeitslosenraten in der EU. «Die vielen Erfolgsmeldungen drohen oftmals unter den unrühmlichen Nachrichten im Alltag unterzugehen», meinte Weber. Er möchte den Anwesenden ganz gerne einen Einblick in den Politiker-Alltag geben, sagte er weiter. Im Rückblick fasste er seinen Werdegang als neuer Gemeinderat zusammen und zeigte auf, mit welchen Themen sich der Gemeinderat und er im Speziellen zu befassen habe. Wahrlich ins kalte Wasser geworfen habe er sich gefühlt, als er im vergangenen Frühjahr das Amt angetreten habe. Die Organisation des Seniorenausfluges erwähnte er als eine seiner ersten Tätigkeiten. «Da, mach mal», habe es geheissen. Ohne grossen zeitlichen Vorlauf habe er sich auch in die vielen Sozialthemen in seinem Ressort einarbeiten müssen. Er listete eine Vielzahl von Aufgaben und Themenbereiche auf, die ihn ereilten. Die vielen Hürden und Unwegsamkeiten hätten ihn und den gesamten Gemeinderat jedoch nicht erschüttert. Im Gegenteil. Als gutes Team, so Weber, würden sie sich gerne den anstehenden Aufgaben im neuen Jahr 2017 stellen. «Die Arbeit im Gemeinderat ist kooperativ und bereichernd, auch wenn das Volk das nicht immer so sieht.» Er verglich die Befindlichkeit wie auf einem Schiff: mal gäbe es hohen Seegang mit Ungemütlichkeiten, dann folge auch wieder ruhiger Seegang, um besser an den Zielen zu schaffen.

Auch Kolumbus brauchte zwei Anläufe

Peter Weber zeigte sich zuversichtlich, dass in Gemeinsamkeit mit allen vieles erreichbar sei. Daher schaue er positiv in die neue Zukunft, ins Jahr 2017. Christoph Kolumbus habe schliesslich 1492 und 1504 auch zwei Anläufe gebraucht, um sicheren Fuss auf Neuland setzen zu können. Die Freude, etwas Neues zu entdecken und Hürden zu meistern, würden sowohl bei ihm wie auch beim Gemeinderat als Gesamtes überwiegen. Man wolle Erfolge haben und sich danach darüber freuen. «Alle Wünsche mögen in Erfüllung gehen», hoffte er für alle und erhob damit das Glas zum Anstossen auf ein gutes neues Jahr. Damit war das tolle Buffet eröffnet, das fleissige Frauenhände aus der Kirchenpflege hergezaubert haben. Der Profi-Musiker Peter Rey und Yulia Miloslavskaya boten eine eindrückliche musikalische Umrahmung, wie schon zuvor in der Kirche. Während Yulia Miloslavskaya, die Wildberger Organistin ist, spielt Peter Rey immer wieder gerne in Wildberg, wie er sagte. Dank seiner freundschaftlichen Beziehung mit dem früheren Kirchenpflegepräsidenten Walter Müller habe er die Liebe zu Wildberg und besonders zur Kirche mit ihrer einmaligen Akustik gefunden. In der Kirchenstube genoss man noch lange das ungezwungene Zusammensein. Das grosse Verpflegungsangebot machte ein Nachtessen zuhause überflüssig.